| Der Pater von Schönstatt
– Weihnachtscache 2009
Es war einmal ein
Pater von Schönstatt, welcher sich kurz vor Weihnachten auf den Weg
von Hillscheid nach Schönstatt machte, um dort zusammen mit seinen
Freunden das Fest der Liebe, Weihnachten, zu feiern.
Als er in Hillscheid startete, wurde es schon sehr dämmrig und
sein Weg war doch noch so lang.
Der Pater kannte den Weg genau, da er diesen sehr schönen Weg
bereits sehr oft genutzt hatte, doch heute war alles ein wenig
anders.
Bereits zu Beginn seines Weges stellte er fest, dass seine
Laterne nicht mehr so wollte, wie er es gerne gehabt hätte.
Er dachte nicht lange darüber nach und sagte sich selbst, dass
dieses ja auch nicht so schlimm wäre, da er den Weg ja schon viele
Male gegangen war.
Auf dem Weg Richtung Schönstatt kam er an einem Wasserwerk
vorbei, an welchem ein junger Mann frierend kauerte. Der Mann war
nur Bekleidet mit einem dünnen Zwirn und war durch den inzwischen
einsetzenden Schneefall schon etwas durchnässt. Der junge Mann
klagte gegenüber dem Pater über seine hoffnungslose
Situation, dass er weder Hab noch Gut habe und sein Weihnachtsfest
in diesem Jahr hier bei dem Wasserwerk inmitten des Waldes feiern
müsste. Leider hätten ihn seine Freunde alle verlassen und er wäre
doch so alleine.
Der Pater nahm ein Messer aus seinem Beutel und teilte seinen
Mantel mit dem jungen Mann und lud diesen mit nach Schönstatt ein,
um zusammen mit seinen Freunden das Weihnachtsfest zu
begehen.
Auf dem Weg weiter in
Richtung Schönstatt kamen der Pater und der junge Mann an einer
kleinen Schutzhütte an einem See vorbei, an welcher böse Halunken
auf ihre eigene Weise sich auf das Weihnachtsfest
vorbereiteten.
Der junge Mann und der Pater huschten unbemerkt an den bösen
Halunken vorbei und gingen weiter ihres Weges.
Als die beiden ein wenig weiter gingen bemerkten sie eine Hand
auf ihren Schultern. Sie schauten sich kurz um und schauten
direkt wieder nach vorne, da sie den Anblick dessen was sie gerade
gesehen hatten nicht länger ertragen wollten. Das Geschöpf welches
ihre Schultern berührte hauchte ihnen ins Ohr, dass sie bei dem
letzten Stern noch 34 Meter in Richtung 311 Grad gehen sollten und
verschwand genauso schnell wie es gekommen war.
Ängstlich gingen die beiden weiter des Weges, da hatten sie
schon die bösen Halunken umgangen und dann musste gerade so ein
Geschöpf ihnen auflauern. Aber was sollten sie mit der Information
anfangen? Sie wussten es nicht.
Nach einiger Zeit hörten
sie Stimmen aus dem tiefen Wald und sie folgten dem kleinen Weg,
welcher sie nach rechts hinauf in den Wald lockte. Im Schimmer der
defekten Laterne des Paters tauchten nach einiger Zeit insgesamt
drei kleine Sterne entlang des Weges auf. Als sie gerade den
dritten Stern gesichtet hatten waren die Stimmen
verstummt.
Sie gingen weiter und dann wurde ihnen das Rätsel
klar.
An
dieser Stelle fanden sie eine kleine Kiste, welche sie aber für die
Nachwelt dort lassen wollten und zusammen gingen die beiden weiter
nach Schönstatt und feierten in trauter Runde ein schönes
Weihnachtsfest.
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