Sagen &
Mythen
Der Werwolf
von Myhl

Der Werwolf hauste
im Kohnen Böschke und im Myhler Bruch. In stürmischen,
rauhen Nächten kam er bis an die Dorfstraße Myhls heran. In anderen
überlieferten
Sagen, wird er auch der „Lüsterhongk“ genannt.

Dem Wandersmann und Heimkehrer lauerte er aus dem Gebüsch heraus
auf.
Der Werwolf tarnte sich geschickt und war ein so genannter
Aufspringer. In einem
unachtsamen Moment sprang er aus dem Gebüsch dem Wanderer direkt
auf den Rücken.
So lässt er sich der Sage nach so lange tragen, bis das Opfer
zusammen bricht oder
unter anderen glücklicheren Umständen entkommen kann.
Sprang er einen Menschen in den Nacken, um sich tragen zu lassen,
umklammerte er
dessen Hals mit festem Griff. Das Opfer konnte sich von ihm
befreien, wenn es einen
heiligen Namen aussprach.
(Quelle: Sieben
Jahrhunderte Myhl, 1971 und Der alten Väter Bräuche, Kreis
HS)
Aber auch so ein Werwolf ist nicht ohne Grund an diesem Ort. Man
sagt, er bewache
einen Schatz in seinem Wald zwischen Myhl und Orsbeck.
Wenn ihr danach sucht, dann gebt acht auf die Gebüsche und das
Unterholz.
Ihr werdet hier mit Sicherheit beobachtet!