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Chaussee Würzburg Meiningen - 5 Meilenbank Multi-Cache

Hidden : 1/1/2010
Difficulty:
3 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:

Ein historischer Kurzmulti

An Stage 1 findet ihr eine Steinbank. Auf ihr steht eine Zahl und ein Wort mit sechs Buchstaben. Rechne dieses Wort anhand der Regel A=1, B=2, C=3 usw. in eine zweistellige Zahl um. Diese sei X.

Koordinate des Final berechnet sich folgenderdings:

N 50 04.[10*X+53]

E 010 08.[14*X+12]

Weitere Hinweise: Ich kann es mir nicht verkneifen: ;-)

Wer lesen kann ist klar im Vorteil.

;-)

Scherz beiseite:
Die Schrift ist aus dem 17. Jahrhundert, in einer Schreibschrift, und auch noch leicht kursiv.
Also irgendwie sind die 3 Difficulty-Sterne durchaus berechtigt. Und nochmal:
Es sind genau 6 Buchstaben.
Es muss keine Straße überquert werden: Wenn also euer Rechenergebnis zu stark abweicht, dann seid ihr falsch.
Der erste (große) Buchstabe erinnert eher an das heutige kleine ... .
Wer jetzt immer noch nicht das Wort erkennt, sollte im unten stehenden Text mal das "X" suchen und sinnvoll ersetzen.

Hier noch die ausführliche Erklärung zur Bank:

Mittagsrast auf der Meilenbank

Zeugnis fränkischer Kulturgeschichte an der B 19 bei Kronungen wieder aufgestellt
Ausruhen auf einer steinernen Meilenbank konnten vor 200 Jahren die Reisenden auf der fürstbischöflichen Chaussee von Würzburg nach Meiningen. Verschwunden sind mittlerweile nicht nur Meilen und Teile der alten Trasse, der späteren Bundesstraße 19, sondern auch fast alle Bänke. Dass jetzt bei Kronungen wieder eine restaurierte Meilenbank von der Geschichte der Wegeverbindung kündet, ist auch der Hartnäckigkeit von Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Hennig zu verdanken.

Im Zuge des A 71-Baues musste um das Jahr 2000 die historisch bedeutende Meilenbank entfernt werden. „Mit einem Bagger“, grämt sich Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Hennig noch heute, und findet die Zustimmung von Erich Wagensonner, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamtes Schweinfurt: „Das war nicht richtig“. Mittlerweile rollt der Verkehr über die neue Autobahn und über die verlegte B 19. Aber die alte Bank aus violett-braunem Sandstein blieb verschollen.

Wiederholt fragte der Kreisheimatpfleger beim Straßenbauamt nach, „ich bin dann auch ä bissle laut geworden“. Schließlich hatte er bereits früher bei einer anderen Meilenbank zwischen Maibach und Dittelbrunn bei der Verlegung der B 286 erleben müssen, dass die historischen Steine einfach verschwunden waren. Dank seiner Hartnäckigkeit wurde die zerlegte Steinbank nach intensiver Suche auf einem Lagerplatz unter einem Gebüsch wieder entdeckt. Das Straßenbauamt ließ sie beim Schleeriether Steinbildhauer Klaus Schneider restaurieren und an der B 19 bei Kronungen wieder aufstellen. Zudem wurde der Platz gepflastert, zwei Bäume sollen noch gepflanzt werden.

Vermächtnis des Fürstbischofs

„Das ist ein Stück Kulturgeschichte“, wirbt Hennig um Verständnis für seinen massiven Einsatz. Schließlich geht die B 19 in ihrem heute bekannten Zustand auf den aufgeklärten Würzburger Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (1755-1779) zurück, der erkannte, dass die damaligen Handelsströme Richtung Frankfurt, Nürnberg und Leipzig – und damit Einnahmen auch durch Wegezoll – an seinem Fürstbistum vorbei führten, erläutert Hennig. Eine stattliche Chaussee von Würzburg nach Meiningen ließ er deshalb bauen, nach französischem Vorbild, mit steinernem Unterbau, gewölbt und mit Gräben an den Seiten. „Das war damals eine modern gebaute Autobahn“, weiß auch Erich Wagensonner. Der alten Poststraße auf matschigen Feldwegen sei sie weit überlegen gewesen.

An jeder halben Meile – eine Meile war damals 7,4 Kilometer – wurden steinerne Bänke aufgestellt, damit sich die zu Fuß Reisenden ausruhen könnten. „5 X“ ist in geschwungener Schrift daher in die Kronunger Bank gemeißelt. „Das stimmt ziemlich genau, von hier sind es etwa 37 Kilometer nach Würzburg“, dem Ausgangspunkt der Straße, erklärt Hennig.

Bei der Planung seiner großen Chaussee wollte Fürstbischof Adam auch das Gebiet der freien Reichsstadt Schweinfurt durchqueren, wogegen diese allerdings heftig protestierte. Also plante der Würzburger Landesfürst um und begann 1774, die Straße eben durch den heutigen Landkreis Schweinfurt zu führen. Die Schweinfurter merkten schließlich, dass auf diese Weise die Handelsströme an ihrer Stadt vorbeigeführt würden, erzählt der Kreisheimatpfleger, und klagten also beim Reichskammergericht in Wien. „Mit gefälschten Plänen“, wie Hennig weiß, erreichten sie einen Baustopp für dreieinhalb Jahre und schließlich einen Vergleich mit dem Fürstbischof.

Abzweig ab Werneck

Der bot an, ab Werneck einen Abzweig von seiner Chaussee über Ettleben und Bergrheinfeld nach Schweinfurt zu schaffen sowie die Stadt über Maibach und Poppenhausen anzubinden. Die Baulast für diese Wege übernahm er auch noch. Eine Meilenbank hat Hennig daher am Wiesenhaus außerhalb von Ettleben gesichtet und auch das Exemplar an der B 286 nahe bei Dittelbrunn stammte aus dieser Zeit, sagt er. Doch Letzteres blieb verschwunden, so dass das Straßenbauamt Schweinfurt jetzt ein neues nach altem Vorbild am so genannten Seelenvater direkt am neuen Radweg an der Straße aufstellte.

Für die beiden Meilenbänke dankte der Kreisheimatpfleger der staatlichen Behörde, für die Erich Wagensonner erklärte, dass die steinernen Zeugnisse der Geschichte sicher wieder aufgestellt worden wären, „es hätte nur etwas länger gedauert“.

Additional Hints (Decrypt)

Unfryahff

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)