Chaussee Würzburg Meiningen - 5 Meilenbank
-
Difficulty:
-
-
Terrain:
-
Size:
 (micro)
Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions
in our disclaimer.
Ein historischer Kurzmulti
An Stage 1 findet ihr eine Steinbank. Auf ihr steht eine Zahl und
ein Wort mit sechs Buchstaben. Rechne dieses Wort anhand der Regel
A=1, B=2, C=3 usw. in eine zweistellige Zahl um. Diese sei X.
Koordinate des Final berechnet sich folgenderdings:
N 50 04.[10*X+53]
E 010 08.[14*X+12]
Weitere Hinweise: Ich kann es mir nicht verkneifen: ;-)
Wer lesen kann ist klar im Vorteil.
;-)
Scherz beiseite:
Die Schrift ist aus dem 17. Jahrhundert, in einer Schreibschrift,
und auch noch leicht kursiv.
Also irgendwie sind die 3 Difficulty-Sterne durchaus berechtigt.
Und nochmal:
Es sind genau 6 Buchstaben.
Es muss keine Straße überquert werden: Wenn also euer
Rechenergebnis zu stark abweicht, dann seid ihr falsch.
Der erste (große) Buchstabe erinnert eher an das heutige kleine ...
.
Wer jetzt immer noch nicht das Wort erkennt, sollte im unten
stehenden Text mal das "X" suchen und sinnvoll ersetzen.
Hier noch die ausführliche Erklärung zur Bank:
Mittagsrast auf der Meilenbank
Zeugnis fränkischer Kulturgeschichte an der B 19 bei Kronungen
wieder aufgestellt
Ausruhen auf einer steinernen Meilenbank konnten vor 200 Jahren die
Reisenden auf der fürstbischöflichen Chaussee von Würzburg nach
Meiningen. Verschwunden sind mittlerweile nicht nur Meilen und
Teile der alten Trasse, der späteren Bundesstraße 19, sondern auch
fast alle Bänke. Dass jetzt bei Kronungen wieder eine restaurierte
Meilenbank von der Geschichte der Wegeverbindung kündet, ist auch
der Hartnäckigkeit von Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Hennig zu
verdanken.
Im Zuge des A 71-Baues musste um das Jahr 2000 die historisch
bedeutende Meilenbank entfernt werden. „Mit einem Bagger“, grämt
sich Kreisheimatpfleger Karl-Heinz Hennig noch heute, und findet
die Zustimmung von Erich Wagensonner, stellvertretender Leiter des
Staatlichen Bauamtes Schweinfurt: „Das war nicht richtig“.
Mittlerweile rollt der Verkehr über die neue Autobahn und über die
verlegte B 19. Aber die alte Bank aus violett-braunem Sandstein
blieb verschollen.
Wiederholt fragte der Kreisheimatpfleger beim Straßenbauamt nach,
„ich bin dann auch ä bissle laut geworden“. Schließlich hatte er
bereits früher bei einer anderen Meilenbank zwischen Maibach und
Dittelbrunn bei der Verlegung der B 286 erleben müssen, dass die
historischen Steine einfach verschwunden waren. Dank seiner
Hartnäckigkeit wurde die zerlegte Steinbank nach intensiver Suche
auf einem Lagerplatz unter einem Gebüsch wieder entdeckt. Das
Straßenbauamt ließ sie beim Schleeriether Steinbildhauer Klaus
Schneider restaurieren und an der B 19 bei Kronungen wieder
aufstellen. Zudem wurde der Platz gepflastert, zwei Bäume sollen
noch gepflanzt werden.
Vermächtnis des Fürstbischofs
„Das ist ein Stück Kulturgeschichte“, wirbt Hennig um Verständnis
für seinen massiven Einsatz. Schließlich geht die B 19 in ihrem
heute bekannten Zustand auf den aufgeklärten Würzburger
Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim (1755-1779) zurück, der
erkannte, dass die damaligen Handelsströme Richtung Frankfurt,
Nürnberg und Leipzig – und damit Einnahmen auch durch Wegezoll – an
seinem Fürstbistum vorbei führten, erläutert Hennig. Eine
stattliche Chaussee von Würzburg nach Meiningen ließ er deshalb
bauen, nach französischem Vorbild, mit steinernem Unterbau, gewölbt
und mit Gräben an den Seiten. „Das war damals eine modern gebaute
Autobahn“, weiß auch Erich Wagensonner. Der alten Poststraße auf
matschigen Feldwegen sei sie weit überlegen gewesen.
An jeder halben Meile – eine Meile war damals 7,4 Kilometer –
wurden steinerne Bänke aufgestellt, damit sich die zu Fuß Reisenden
ausruhen könnten. „5 X“ ist in geschwungener Schrift daher in die
Kronunger Bank gemeißelt. „Das stimmt ziemlich genau, von hier sind
es etwa 37 Kilometer nach Würzburg“, dem Ausgangspunkt der Straße,
erklärt Hennig.
Bei der Planung seiner großen Chaussee wollte Fürstbischof Adam
auch das Gebiet der freien Reichsstadt Schweinfurt durchqueren,
wogegen diese allerdings heftig protestierte. Also plante der
Würzburger Landesfürst um und begann 1774, die Straße eben durch
den heutigen Landkreis Schweinfurt zu führen. Die Schweinfurter
merkten schließlich, dass auf diese Weise die Handelsströme an
ihrer Stadt vorbeigeführt würden, erzählt der Kreisheimatpfleger,
und klagten also beim Reichskammergericht in Wien. „Mit gefälschten
Plänen“, wie Hennig weiß, erreichten sie einen Baustopp für
dreieinhalb Jahre und schließlich einen Vergleich mit dem
Fürstbischof.
Abzweig ab Werneck
Der bot an, ab Werneck einen Abzweig von seiner Chaussee über
Ettleben und Bergrheinfeld nach Schweinfurt zu schaffen sowie die
Stadt über Maibach und Poppenhausen anzubinden. Die Baulast für
diese Wege übernahm er auch noch. Eine Meilenbank hat Hennig daher
am Wiesenhaus außerhalb von Ettleben gesichtet und auch das
Exemplar an der B 286 nahe bei Dittelbrunn stammte aus dieser Zeit,
sagt er. Doch Letzteres blieb verschwunden, so dass das
Straßenbauamt Schweinfurt jetzt ein neues nach altem Vorbild am so
genannten Seelenvater direkt am neuen Radweg an der Straße
aufstellte.
Für die beiden Meilenbänke dankte der Kreisheimatpfleger der
staatlichen Behörde, für die Erich Wagensonner erklärte, dass die
steinernen Zeugnisse der Geschichte sicher wieder aufgestellt
worden wären, „es hätte nur etwas länger gedauert“.
Additional Hints
(Decrypt)
Unfryahff