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Industriebahn T3.1 Traditional Cache

This cache has been archived.

die54er: Hier ist jetzt Schluß, mal sehen, wann und ob wir etwas Neues machen.

Gruß
die54er

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Hidden : 4/3/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   micro (micro)

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Geocache Description:


Geocaching im hohen Norden


Alte Industriebahnstrecke Schacht-Audorf
3. Teilstück - Neue Siedlung bis Trajektfähre -

Die Entwicklung der Audorfer Industriebahn ist eng mit dem Bau und der Erweiterung des Nord-Ostsee-Kanals verknüpft. Vor Beginn des Kanalbaus waren die Dörfer Schacht und Audorf zwei voneinander getrennte bäuerliche Ansiedlungen. Audorf bestand aus einigen Gehöften und Katen im Bereich Alte Straße und Kieler Straße, Schacht lag an der Holsteiner Straße und Schachter Straße. Der Ortsname Schacht leitet sich übrigens vom Familiennamen eines mittelalterlichen holsteinischen Rittergeschlechts ab.

Der Kanal machte das Areal am Audorfer See für Industrieansiedlungen interessant. Einige Unternehmer hatten deshalb im Vorfeld des Kanalbaus unter der Hand umfangreiche Ländereien am Audorfer See und an der Borgstedter Enge aufgekauft. Im Mai 1900 gründeten sie die "Audorfer Land- und Industrie-Gesellschaft mbH". Diese Gesellschaft sollte das aufgekaufte Land für die industrielle Nutzung erschließen und gewinnbringend an interessierte Investoren veräußern. Zu diesem Zweck wurde zwischen 1901 und 1904 eine Bahnlinie gebaut, die vom alten Osterrönfelder Bahnhof bis auf das Gebiet der heutigen Rader Insel führte.

Streckenabschnitt 3

Die Hauptstrecke verlief in einem Rechtsbogen weiter, überquerte die "Rütgersstraße" zwischen dem Klärwerk und dem früheren Marinestützpunkt und führte von dort zunächst geradeaus, dann mit einem Linksbogen bis an das Südostufer der Borgstedter Enge auf das Gebiet der heutigen Rader Insel. Dort hatte sich ebenfalls bereits 1900 ein Kokswerk angesiedelt, vielleicht besaß auch eine etwas weiter südlich gelegene Steinfabrik bereits einen Gleisanschluß.

Große Änderungen am Trassenverlauf bewirkte der erste Ausbau des Kanals zwischen 1908 und 1914:
Zur Begradigung des Kanalverlaufs wurde der sogenannte "Rader Durchstich" zwischen Audorfer See und Schirnauer See angelegt, durch den die Rader Insel entstand. Diese Maßnahme durchtrennte die Industriebahntrasse und schnitt das Kokswerk und eine 1907 gegründete Dachpappenfabrik von ihrem direkten Bahnanschluß ab. Als Ersatz wurde eine Eisenbahn-Trajektfähre errichtet, deren Anleger an der Südwestspitze der Rader Insel und auf dem Gelände der inzwischen abgebrochenen Steinfabrik Klocke lagen, etwa in Verlängerung der Straße "Trajektfähre".

Nach dem Konkurs der Land- und Industriegesellschaft übernahmen die Rütgerswerke den Betrieb der Industriebahn bis zur Stillegung des Imprägnierwerks 1961. Letzter Betreiber der Industriebahn war die Firma Singelmann, die laut Audorfer Chronik bis 1972 mit einer Rangierlok "O&K MV3" Zugbewegungen durchführte. Angeblich wurde die Strecke 1975 abgebrochen, weil die fällige Sanierung des Oberbaus zu teuer gekommen wäre. Allerdings haben die Gleise zumindest im Bereich "Trajektfähre" und "Neue Siedlung" noch bis etwa 1978 gelegen.

Die Länge dieses Teilstückes beträgt ungefähr 1 km und ist sehr gut begehbar, bei Nässe könnte es ein wenig matschig werden und im Winter wird auf dem Wanderweg nicht gestreut.

Dieser Tradi ist Teil einer Serie, die aus 3 Teilstücken mit insgesamt 3 Tradis und 9 Mysteries besteht.

Zum Einstieg und Erläuterung der Wanderung besucht zunächst den Mystery GC22Q5Y "Vergessene Bahnlinien" 

Vom Wanderweg aus, wenn man vor dem Versteck steht, schräg nach rechts schauend sieht man ein Haus mit vielen Dachfenstern, wieviele sind es? (Mehr als 3) Das Ergebnis ist Z.
Den Cache "GC22RV4" "Industriebahn T3.2" findet man bei N 54° (2 * Z * 1,06241)   E 009° (2 * Z * 2,4064)


Additional Hints (No hints available.)