[note for English speaking people]: As the tasks to find this cache
include reading & understanding the German Basic Constitutional
Law, there is no English translation available.
Sorry!
Band des Bundes
Das Band des Bundes ist eine Anordnung von
Gebäuden, die im Regierungsviertel von Berlin nördlich des
Reichstagsgebäudes quer über den
Spreebogen verläuft und das städtebauliche Leitkonzept der
Neuordnung des Regierungsviertels darstellt.
Das etwa
900 Meter lange Band umfasst (von West nach Ost) den
Kanzlerpark am rechten Spreeufer, das ihm gegenüberliegende
Bundeskanzleramt am linken Spreeufer,
das Paul-Löbe-Haus, das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus
(wieder auf dem rechten Spreeufer) und darüber hinaus das nicht
realisierte Bürgerforum zwischen Kanzleramt
und Paul-Löbe-Haus, wo sich zur Zeit nur eine Freifläche befindet.
Aus der Luft erscheinen alle dazugehörigen Gebäude wie ein massiver
weißer Riegel, der sich quer über den Spreebogen legt. Der Eindruck
des Zusammenhangs wird durch die Brücken über die Spree zwischen
den Gebäuden des Bandes verstärkt.
Liste der
Komponenten (von West nach Ost)
Die Gebäudereihe stellt ein architektonisches
Gesamtkonzept dar, das von den Berliner Architekten Axel Schultes
und Charlotte Frank – die auch das Bundeskanzleramt entworfen
haben – stammt und 1992 erstellt wurde. Die Einzelentwürfe
für das Paul-Löbe- und das Marie-Elisabeth-Lüders-Haus stammen von
Stephan Braunfels. Der ursprüngliche Entwurf von Schultes und Frank
sah zusätzlich eine bauliche Verbindung von Bundeskanzleramt und
Paul-Löbe-Haus unter der Bezeichnung Bürgerforum vor und sollte die
Gebäude der gesetzgebenden und ausführenden Staatsgewalt durch
einen Ort der Öffentlichkeit mit zahlreichen Cafés, Galerien und
Geschäften verbinden. Ebenfalls war eine östliche Weiterführung des
Bandes jenseits des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses in Richtung auf
den Bahnhof Friedrichstraße geplant. Beide Optionen wurden aus
Finanzierungsschwierigkeiten verworfen. Die Bauarbeiten begannen im
Februar 1997 mit dem ersten Spatenstich für das Bundeskanzleramt
und fanden ihr vorläufiges Ende mit der Fertigstellung des
Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses im Oktober 2003.
Das etwas groß geratene
Bundeskanzleramt ist wegen
seiner ausufernden Monumentalität heftig kritisiert worden.
„Bundeswaschmaschine“ und „Kohlosseum“ sind
nur einige Namen, die dieses Gebäude bisher über sich ergehen
lassen musste. Nicht minder groß, doch sehr transparent präsentiert
sich das an der Nordseite des Reichstags gelegene Paul-Löbe-Haus, das nach dem
Sozialdemokraten und Präsidenten des Reichstags Paul Löbe
(1875-1967) benannt wurde. In den acht Geschossen des Gebäudes mit
seinem weit überragenden Vordach und der über 150 Meter langen
Halle sind etwa 1000 Büros, Sitzungssäle und der Besucherdienst des
Bundestags untergebracht.
Das durch einen Steg über die
Spree mit dem Paul-Löbe-Haus verbundene Marie-Elisabeth-Lüders-Haus (siehe
Bilder unten), dessen Name an die gleichnamige Politikerin
(1878-1966) erinnert, beherbergt den Wissenschaftlichen Dienst und
die Bundestagsbibliothek. Sowohl Paul Löbe als auch Marie-Elisabeth
Lüders wurden im Dritten Reich verfolgt und inhaftiert. Beide
überlebten den Nationalsozialismus und gehörten danach dem
Deutschen Bundestag an. Im Sommer 2005 wurde die Skulptur "Miracolo
- L’idea di un’immagine" von Marino Marinis vor dem
Marie-Elisabeth-Lüders-Haus aufgestellt. Mit dem Thema des vom
Pferd stürzenden, scheiternden Reiters, dem Miracolo, hat sich
Marino Marini in seinen Skulpturen und Grafiken über dreißig Jahre
lang auseinander gesetzt.
Vor kurzen haben die Architekten
Kusus und Kusus den Wettbewerb um die Restbebauung des „Band
des Bundes“ im östlich angrenzenden „Luisenblock“
gewonnen (siehe Bild unten). Damit ist die Grundlage für die
Entwicklung des Bebauungsplans gelegt, der dem vernachlässigten
Gebiet zwischen Schiffbauerdamm und Luisenstraße ein neues Gesicht
geben wird. Der „Luisenblock“ wird eine gewaltige
Baustelle: Ein ganzes Viertel mit Plätzen, breiten Wegen und
– ähnlich wie am Charlottenburger Savignyplatz – mit
Galerien und Cafés soll hier entstehen. Der Baubeginn steht jedoch
noch nicht fest.
Zum Cache:
Die Anfangskoordinaten führen euch zu dem
Werk „Grundgesetz 49“ des israelischen Künstlers Dani
Karavan. Es ist eine Glaswand aus 19 Einzelteilen, und auf jedem
steht eines der 19 Grundrechte des Deutschen Grundgesetzes von
1949, worauf die junge deutsche Demokratie aufbaute. Um die
Cache-Koordinaten zu erhalten, müßt ihr dort folgende, relativ
simple Fragen beantworten.
A. Welche Wörter kommen in Artikel 1
vor?
a.) Gleichberechtigung, Würde
=2
b.) Würde,
Menschenrechte
=1
c.) Freiheit,
Völkerverständigung
=4
B. Wieviele Wörter umfasst Artikel
2?
a.) 57
=6
b.)
62
=9
c.)
53
=8
C. Welches Thema beschreibt Artikel
3?
a.)
Meinungsfreiheit
=4
b.)
Gleichberechtigung
=3
c.)
Versammlungsfreiheit
=5
D. Welches Wort versteckt sich in
Artikel 4 (Anagramm)?
a.)
Angabsummt =5
b.)
Neuming
=7
c.)
Neubalg
=6
E. Welches Wort kommt nicht in Artikel 5 vor?
a.)
Meinung
=7
b.)
Religion
=9
c.)
Pressefreiheit =3
E. Wie oft taucht das Wort "Kinder"
in Artikel 6 auf?
a.)
3
=1
b.)
4
=6
c.)
5
=3
Den Cache findet ihr
bei:
N 52° 31.ABC'
E 13° 22.DEF'
Achtung: Wegen
der exponierten Lage handelt sich um einen Nanocache, also
viel Fingerspitzengefühl mitbringen.
Wichtig: Beim Einrollen des Logbuchstreifens,
bitte diesen zuerst in den Deckel stecken und dann
zusammenschrauben. Der Final ist eher Gipfelstürmer als
Wasserratte. ;-)
Ich hoffe ihr habt Spaß an diesem Cache und genießt die Aussicht
von den Zielkoordinaten. Tipp: Abends ist es hier besonders
schön.