Ihr steht hier am Meeresstrand,
genauer gesagt am Rande einer Bucht des süddeutschen
Molassebeckens. Ein Molassebecken ist der Rest eines Meeres in dem
sich durch aufsteigende Gebirge verdrängt Verwitterungsschutt
ablagert. Also steht ihr auch indirekt auf einem urzeitlichen
Müllplatz.
Was ist jetzt so besonders an genau dieser Ecke?
Durch gute
Voraussetzungen in Temperatur und Nahrungsangebot wimmelte es hier
an Haien, Rochen und anderem Getier. Um genau dieses andere Getier
geht es hier hauptsächlich. In dieser Bucht, kaum 100m breit, wurde
Unmengen an Schneckenhäusern der Turmschnecke (Turritella)
angespült, die dann mit dem ablagernden Kalk zu einer harten
Schicht zusammengewachsen sind. Diese Schicht wurde gerne als
Bausteine für den Hausbau herangezogen. Davon zeugen die vielen
Hügel und Gruben im Wald nördlich des Parkplatzes. Um Raubgrabungen
zu verhindern ist das Gebiet durch einen Zaun geschützt.
Die aufgestellten
Schautafeln informieren Euch genau über den Vorgang. Außerdem gibt
es noch nette Gucklöcher die einem Besonderheiten
zeigen.
Ihr habt hier
zwei Aufgaben:
1. Erkundet
bitte womit die Gänge innerhalb der Schneckenhäuser gefüllt sind.
Sammelt Euch dazu selber ein Beispiel und untersucht es oder
betrachtet die Turmschnecken hinter den Gucklöchern. Die Antwort schickt ihr bitte per
Mail, turritellen(at)online.de Loggen dürft ihr
auch ohne Bestätigung. Logs denen keine Antwort vorab geschickt
wird, werden wieder gelöscht.
2. Begebt
Euch zu den Koordinaten bei den add. Waypoint. Hier, außerhalb des
geschützten Bereichs, findet ihr in Kuhlen unter den Wurzeln
(Spoilerbild beachten) keine massiven Ablagerungen und
Gesteinsbrocken, sondern einzeln im Sand liegende Turritellen.
Sucht Euch ein schönes Beispiel und macht davon ein Foto mit Euch
oder Eurem GPS. Bitte grabt nicht nach den Schneckenhäusern. Sucht
etwas im Wurzelbereich, denn sie liegen wirklich einfach so in der
Gegend rum. Die Landschaft sollte durch uns Geocacher nicht
verändert werden!
Die Erminger
Turritellenplatte ist seit 1980 ein geschütztes flächenhaftes
geologisches Bodendenkmal des Regierungsbezirks Tübingen. Darum
gilt: Anschauen, begreifen, beobachten, fotografieren aber
nichts mitnehmen !!!
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You are standing at
the beach, more precisely at a bay rim of the southern german
molasse basin. A molasse basin is the leftover of a sea in which
weathering detrituses have gathered because of rising mountains.
Thus you are at a kind of primeval dump ground.
What is special at exactly this place?
Because of good
climatic conditions and food supply there were swarms of sharks,
rays and other animals. The other animals are our main interest
here. In this bay many snail shells of the auger shell (Turritella)
were washed up and have combined with lime to a hard layer. This is
a quasi-unique form of sediment.
The presentation
boards inform you about the exact process. In addition there are
some nice peepholes which show you a speciality.
You have two
tasks:
1. Please
investigate, what the filling of the snail shells is. Collect an
example and examine it or watch the auger shells behind the
peepholes. Please
send the answer as mail. turritellen(AT)online.de.
You are allowed to log without confirmation. Logs with no answer
will be deleted.
2. Go to the
coordinates of the additional waypoint. Here you will not find
massive sediments but single auger shells in hollows an underneath
roots. Look out for one and make a photo of it with your
gps.
The
'Turritellenplatte' occurs in a very restricted outcrop and is
protected in its entirety as a natural monument. Only look and
learn. Do not take anything with you !!!