Der Staufenberg

Der Staufenberg bei Bonstetten ist mit 575 m NN die höchste Erhebung in seiner mittelschwäbischen Umgebung. So erklärt sich auch sein Name. Denn im alemannisch-schwäbischen Sprachraum hat das Wort „stauf“ die Bedeutung „steil“. Den meisten wird er heute wohl durch seinen weithin sichtbaren UKW- und TV-Sendeturm bekannt sein.
Das Eiszeitalter formte die Landschaft
Vor rund 2,5 Mio Jahren kam es aus bislang noch nicht restlos geklärten Ursachen zu einem Klimawandel mit phasenweiser Vergletscherung Nordeuropas und des Alpenraumes. Der Wechsel zwischen Kaltzeiten und Warmzeiten lässt sich am besten durch periodische Schwankungen der Erdbahn und der Erdachse erklären. Deren Eisströme reichten mit ihren Moränen (= Geschiebeablagerungen von Sand, Lehm und Steinen) weit ins nördliche Alpenvorland. Während der Rißeiszeit erstreckte sich das Eis in dieser Gegend bis etwa auf eine Linie von Mering bis Türkheim. Beim Abschmelzen der Eismassen übernahmen die Schmelzwasserströme den Transport der zurückgebliebenen Schuttmassen. Dabei entstanden gerundete Schotter und Gerölle, die in den Flussbetten abgelagert wurden. In den folgenden Warmzeiten wurden diese Schotter von den Flüssen und Bächen teilweise ausgeräumt und neue Täler geschaffen. Der wiederholte Wechsel von Kalt- und Warmzeiten führte so zu der heutigen, terrassenförmigen Landschaftsgestalt des Alpenvorlandes.
Bedeutung in der Geologie
In der Geologie hat der Staufenberg eine herausragende Bedeutung, da er nicht nur die ältesten erhaltenen kaltzeitlichen Schotter des Landkreises Augsburg und ganz Schwabens enthält, sondern des gesamten nördlichen Alpenvorlands. Dabei handelt es sich um Ur-Iller-Schotter aus den Alpen, der hier vor zwei Millionen Jahren während der so genannten Biberkaltzeit abgelagert wurde. Durch diese Schotterabdeckung geschützt, ist der Berg vor der andernorts zerstörenden Erosion weitgehend verschont geblieben.
Die Schotterablagerungen bestehen aus harten, verwitterungsresistenten Quarz-, Quarzit- und Sandsteingeröllen, die in eine sandig-lehmige Verwitterungsmasse eingelagert sind.
Diese 3 - 4 m mächtigen Schotterpakete sind während der Biber-Kaltzeit, beginnend vor rund 2,5 Mio Jahren von einem breiten und kräftigen Schmelzwasserstrom auf den Sanden des Molasseuntergrundes unserer Gegend abgelagert worden. Die Verbreitung der Gerölle gleicher Art markieren den Verlauf eines Flusses von Südwest in Richtung Nordost. Im Laufe von Hunderttausenden von Jahren hielten die harten Gesteine der Verwitterung stand, während „weichere“ Gesteine wie Kalk und Dolomit, vollständig verwittert, aufgelöst und ausgewaschen wurden. In den nachfolgenden Kaltzeiten haben die Erosionskraft des Fliesswassers und die klimabedingten Veränderungen im Gewässernetz bewirkt, dass der ehemalige Talboden im Bereich des heutigen Staufenbergs zu einem abwechslungsreichen Relief mit Höhen- und Tiefenzonen, mit steilen Hängen und flachen Böschungen umgestaltet wurde. Die Höhenunterschiede von ca. 100 m auf engem Raum sind im Zusammenspiel von Abtragung sowie Ablagerung und nicht durch Hebungsvorgänge im Lauf von ca. 2,5 Mio Jahren entstanden.
Die Besonderheit des Staufenbergs besteht in der Tatsache, dass die ältesten Schotter eines früheren Flusstales, also ehemaligen Tiefenzone, erstaunlicherweise heute ganz oben liegen, weil die Umgebung abgetragen wurde. Aus einem ehemaligen Tal wurde ein Berg. Dies nennen die Geologen „Reliefumkehr“.

Wir würden uns über ein Foto von Dir und Deinem GPS freuen (optional).
Logbedingung:
1. Wie viele größeren Steine liegen hier vor der Hinweistafel?
2. Aus wie viel Prozent Quarz bestanden die Schotterablagerungen?
Sendet die Antworten aus Frage 1 bis 2 an Fam.Weiss mit Eurem GC-Namen (Nickname) in der Betreff-Zeile. Wir melden uns, wenn etwas nicht stimmt.
Achtung - Bitte beachten!
Bitte schreibt die Antworten keinesfalls in Euren Log!
Logeinträge ohne Beantwortung der Fragen werden von mir ohne Nachfrage gelöscht!
Achtung: Je Account ist eine Antwortmail zu senden, um die Logbedingung zu erfüllen! Eine „Sammelantwortmail“ für mehrere Accounts erfüllt daher nur die Logbedingung für den jeweiligen Absender! Die Logs der anderen Accounts werden kommentarlos gelöscht!

The Staufenberg near Bonstetten is with 575m NN the highest collection in its central swabian environment. Thus also its name explains itself. Because in the alemannisch swabian linguistic area the word has „stauf “the meaning „steeply “. Most will it today probably by its far away visible UKW and TV-transmitting tower admits to be.
The ice age formed the landscape
Before approximately 2.5 million years it came from so far not yet completely clarified causes to a climate change with gradual glaciation of Northern Europe and the alpine region. The change between cold times and interglacial periods can be explained at the best by periodic fluctuations of the Earth's orbit and the axis of the Earth. Their ice stream extended with their morainal (= bed load sedimentations of sand, loam and stones) far in the northern Alpine foreland. During the tear ice age the ice in this area to approximately extended to a line from Mering to Türkheim. With the melting of the ice masses took over the meltwater stream the transport of the debris masses left. Rounded crushed stones developed and for rubble, which were deposited in the riverbed. In the following interglacial periods these crushed stones of the rivers and brooks were partly eliminated and new valleys were created. The repetitive changes of cold and interglacial periods led in such a way to the today's, terraced landscape shape of the Alpine foreland.
In geology the Staufenberg has an outstanding meaning, since it does not only contain completely the oldest received cold-temporal crushed stones of the district Augsburg and of Swabia, but the entire northern Alpine foreland. It concerns Ur-Iller-crushed stone out of the alps, which was deposited here two million years ago during the so called beaver cold time. By this crushed stone cover protected, the mountain remained to a large extent spared from the erosion destroying in another place. The crushed stone deposits consist of hard, decomposition-resistant quartz, quartzite and sandstone boulders, which are stored into a sandy argillaceous decomposition mass. This 3 - 4 m of powerful crushed stone packages were deposited during the beaver cold time, beginning before approximately 2.5 million years by a broad and strong meltwater stream on the sanding of the molasse substratum of our area. The spreading that rubble of same kind mark the process of a river from southwest toward northeast. In the course of hundred thousands of years the hard rocks withstood the decomposition, while „softer “rocks such as lime and dolomite, completely weathers, were dissolved and washed. In the following cold times the erosion strength of the flow water and the climatic conditioned changes in the waters net caused that the former valley ground within the range of the today's Staufenbergs was transformed to a varied relief with height and depth zones, with steep tendencies and flat embankments. The differences in height of approx. 100 m close together resulted in the interaction of demolition as well as deposit and not from elevation procedures in the course of approx. 2.5 million years. The characteristic of the Staufenbergs exists in the fact that the oldest crushed stones of an earlier river valley, thus, are appropriate for former depth zone surprisingly today right at the top, because the environment was cleared away. From a former valley a mountain became. This the geologists call „relief reversal “.

We would appreciate a photo of you and your GPS (optional).
Log conditions:
1. How many larger stones lie in front of the information-board?
2. Consisted of like much per cent quartz the crushed stone deposits?
Send the answers of the questions 1 and 2 to Fam.Weiss with your GC-name in the subject-line. We contact you if something is wrong.
Attention – Please note!
Please don´'t write the answers into your internet-log at GC!
Log entries without answering the questions will be deleted by us directly without any further enquiry!
Attention: To fulfill the log condition you have to send a reply mail with the answers for the questions per Geocaching account! A "multiple answer mail" for several Geocaching accounts therefore only fulfills the log condition for the respective sender! The logs of the other accounts are deleted without comment!
