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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (regular)
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Ermittle den Täter und gelange mit dieser Information an den
Ausgangspunkt (Stage 1) Lies die folgende Geschichte und versuche,
die Gedanken, die der Kommissar und sein Freund und Kollege sich
machen, nachzuvollziehen. Die richtigen Ausgangskoordinaten sind
dem mutmaßlichen Täter zugeordnet. Viel Spaß
Löse das folgende Rätsel!
Koordinaten für Stage 1:
Bei wem wurde der wertvolle Chagall des Kommissars gefunden?
A Herrn Paulsen
N 52° 40.657
E 13° 13.814
B Herrn Zaccharias
N 52° 40.703
E 13° 13.817
C Frau Wagner, die Psychologin
N 52° 40.713
E 13° 13.655
D Herr Peters
N 52° 40.508
E 13° 13.651
E Herr Hoffmann
N 52° 40.730
E 13° 13.737
Zur Lösung
Als der Kommissar gegen zwei Uhr morgens von seinem Einsatz zurückkam und den Wagen parkte, war die Party noch in vollem Gange. Beim Aussteigen sah er, dass die Fenster im ganzen Haus dunkel waren. Nur bei ihm im fünften Stock herrschte noch Festbeleuchtung. Gelächter und Musik drangen zu ihm auf die Straße hinunter.
Eigentlich liebte er seinen Job. Aber heute war einer dieser Tage, an denen er sich ernsthaft fragte, ob er nicht besser in den Innendienst wechseln sollte.
Kurz vor Mitternacht, die Einzugsparty war gerade erst richtig in Schwung gekommen, hatten sie ihn gerufen. Einbruch bei einem Juvelier im Zentrum. Jemand musste die Spurensicherung vor Ort überwachen, die Befragung der Zeugen veranlassen, den Fall richtig anpacken. Der Gastgeber hatte zähneknirschend seine eigene Party verlassen.
Jetzt, zwei arbeitsreiche Stunden später war die Partylaune bei ihm weitgehend verflogen. Nicht so bei den Gästen. "Dancing queen" von ABBA dröhnte durchs Treppenhaus. Er hoffte, die Nachbarn würden ihm verzeihen. Immerhin hatte er sie alle eingeladen, auch wenn sie nicht alle erschienen sind.
Oben angekommen schüttelte er den Kopf. Kein Wunder, dass ihm die Musik so laut vorkam. Die Wohnungstür stand einen Spalt offen, beinahe so, als hätte jemand in Eile die Party verelassen.
Er betrat die Wohnung unbemerkt. Alle Gäste waren auf der Tanzfläche im Wohnzimmer. Er hängte den Mantel an die Garderobe, sein Blick streifte die Wand im Flur. Und dann gefror ihm mit einem Mal das Blut in den Adern. Er kniff die Augen zusammen und öffnetet sie wieder.
Kein Zweifel, Der Chagall fehlte! Ein Nagel in der Wand beschrieb die Stelle, an der er das Bild erst vor zwei Tagen voller Stolz aufgehängt hatte. Ihm wurde heiß und kalt. Der Chagall, das Erbstück seines Großonkels. Das Bild war praktisch sein ganzes Vermögen. Und jetzt war es weg. Ihm wurde schwindelig.
Als er vorhin aus der Wohnung gegangen war, hatte er es noch hängen sehen, ganz sicher. Jemand musste sich einen bösen Scherz erlaubt haben, beruhigte er sich. Jemand hatte das Bild einfach umgehängt, um ihm einen Schreck einzujagen. Alles andere kam nicht in Frage, oder?
Er ging durch den Flur und fand seinen alten Freund und Kollegen Thorsten Beck in der Küche. "He, alles klar Herr Kommissar?" "Nichts ist klar", entgegnete S. Ernst, "Der Chagall ist weg." "Ach, der war auch da, hab ihn gar nicht begrüßt!" "Sehr witzig" fauchte S, "das Bild fehlt!" "Was?"
Schnell durchsuchten sie gemeinsam die übrigen Räume. Vielleicht im Esszimmer? Unter dem Tisch? Im Schlafzimmer? Auf dem Schrank? Überall Fehlanzeige. Es gab keine Wahl mehr, er musste handeln. S. bahnte sich den Weg durch die Tanzenden im Wohnzimmer und drehte unter Buhrufen die Musik leiser.
Alle Augen waren auf ihn gerichtet. Er wollte versuchen, nicht allzu dienstlich zu wirken: "Bitte alle mal kurz herhören, ich habe ein kleines Problem. Oder, um ehrlich zu sein, ein ziehmlich großes. Das Bild aus dem Flur ist verschwunden. Es handelt sich um ein Erbstück. Falls sich da jemand einen Scherz erlaubt haben sollte – okay, die Überraschung ist geglückt. Aber jetzt hätte ich das Bild sehr gerne wieder."
Niemand regte sich, allgemeines Gemurmel setzte ein. "Niemand hier hat das Bild gesehen? Niemand hat es irgendwo versteckt?" Er machte ein kurze Pause. "Gut, dann möchte ich alle bitten, noch kurz hierzubleiben. Mein Kollege Thorsten und ich werden Euch ein paare Fragen stellen. Villeicht kann der eine oder andere einen brauchbaren Hinweis geben."
Seine Gedanken rasten. Im Geiste ging er wieder und wieder die Gästeliste durch. Gab es irgendjemanden, dem er den Dienbstahl ernsthaft zutrauen durfte? Gut, wie bei jeder Party hatte es einige Gesichter gegeben, die er noch nie gesehen hatte. Aber konnte es wirklich sein, dass ein Dieb unter seinen Gästen war? Es handelte sich fast durchweg um alte Freunde, um alte und neue Nachbarn und jeweils zugehörige Partner.
Eine halbe Stunde später hatten der Kommissar und sein alter Freund Thorsten mit fast allen Gästen kurz gesprochen und herausgefunden, dass nichts aufregendes geschehen war.: Einmal hatte das Telefon geklingelt. Jemand hatte eine Schale mit Nudelsalat heruntergeschmissen. Sonst hatte es keine besonderen Vorkommnisse gegeben, niemandem war irgendetwas aufgefallen. Doch insgesamt vier Gäste waren gegangen, nachdem er wegmusste. Um diese vier würden sie sich nun besonders kümmern müssen.
Olaf Paulsen, ein Freund von Thorsten, hatte sich um halb eins ausgeklingt und wollte sich angeblich auf den Weg in eine nahe gelegene Sportsbar machen. Dort wollte er das Abschlusstraining der Formel 1 in Melbourne verfolgen. Ein Anruf bestätigte, dass Olaf dort eingetroffen war. Theoretisch hätte er das Bild mitnehmen, unterwegs in sein geparktes Auto legen und seelenruhig in die Kneipe gehen können. Doch Thorsten wiegelte ab. "Vergiss es, dazu ist Olaf nicht der Typ. Wenn's ein Modell Ferrrari gewesen wäre, okay. Aber Olaf als Kunstdieb? Nie im Leben."
Gegen dreiviertel eins hatte laut verschiedenen Aussagen Werner Zaccharias, Steuerberater und Exnachbar, das Fest verlassen. Ein Anruf auf seinem Handy ergab, dass Z. auf dem Heimweg in eine Polizeikontrolle geraten war. Nachdem er den Atemalkoholtest verweigert hatte, musste er mit auf die Wache und wartet dort seitdem auf das Ergebnis seines Bluttestes. Er zeigte sich schockiert vom Verschwinden des Bildes und bezeugte, dass er es noch gesehen hatte als er gegangen war.
"Den nehmen wir uns morgen noch mal vor, oder?", schlug Thorsten vor, aber der Kommisssar war skeptisch. "Den kenne ich, der macht so etwas nicht." S.hatte ohnehin massive Schwierigkeiten damit, zu glauben, dass der Täter sozusagen aus den eigenen Reihen kam. Er hatte vielmehr das Gefühl, dass sie eine andere Möglichkeit übersahen.
Aber er kam nicht darauf, was es war. Also überprüfte er weiter die Liste der Personen, die die Party verlassen hatten.
Kurz nach eins war sehr zum Bedauern von Dietmar Hauser, einem Freund des Kommisars, die attraktive Psychologin gegangen, die jetzt zwei Stcokwerke unter S. wohnte. "Sie wollte sich noch ein Bier holen und kam dann einfach nicht mehr zurück" ,gab Dietmar zu Protokoll. Das war eine Spur, der sie nachgehen mussten.
Und dann war da noch ein gewisser Klaus Peters, von dem niemand wusste, wo er eigentlich hingehörte und der nach Aussage vieler Gäste sichtlich angetrunken um halb zwei die Wohnung verlassen hatte.
"Okay, ich spreche mit der Psychologin", schlug S.seinem Freund und Kollegen Beck vor, "Du versuchst irgendwie die Telefonnummer von Peters herauszufinden. Und ich schicke jetzt die Gäste heim, okay?"
Kurz darauf klingelte S. bei seiner Nachbarin, der Psychologin Anna Wagner, die auch verschlafen nicht gerade unattraktiv aussah, was S. nicht entging. "Was gibt's denn?" fragte Frau Wagner mehr als nur leicht genervt und hielt sich eine Hand vor die Augen.
"Tut mir sehr leid, dass ich Sie wecken musste" bedauerte S., "aber ich bin sozusagen dienstlich hier. Ich muss Ihnen dringend ein paar Fragen stellen.""Also gut, wenn es sein muss, dann kommen Sie eben rein.", sagte sie wiederstrebend, "aber sprechen Sie bitte nicht so laut, mein Kopf brummt. Worum geht es denn?" "Tja, wie fange ich an? Während meiner Einzugsparty heute abend ist ein Bild aus meinem Flur verschwunden und bisher nicht wieder aufgetaucht. Vielleicht haben Sie etwas bemerkt? Es hat für mich einen großen persönlichen Wert. ...", "Der Chagall?" fragte Anna W. entsetzt. "Das gibts doch nicht! Ich habe ihn noch bewundert, bevor ich gegangen bin, und mich dann gefragt, ob es ein echter ist ... und ? Haben Sie schon eine Spur?"
"Nicht direkt", sagte S. ausweichend. "Wissen Sie noch ungefähr, wann Sie gegangen sind?" "Das muss kurz nach eins gewesen sein." "Sie wollten sich noch ein Bier holen und sind dann nicht mehr zurückgekommen?"
Sie war überrascht. "Ja, das stimmt, dieser ... ähh Dietmar ging mir auf die Nerven. Ich wollte meine Ruhe und hatte außerdem Kopfschmerzen. Verdächtigen Sie etwa mich?" "Aber nein", beschwichtigte S., ich sammle nur Hinweise. Vielen Dank und schlafen Sie gut."
Oben hatte Thorsten interessante Neuigkeiten. "Ich habe mit Peters telefoniert. Er hatte seine Telefonnummer auf einen Bierdeckel geschrieben, den er Deiner alten Nachbarin Simone in die Hand gedrückt hat Und die hatte ihn im Papierkorb entsorgt."
"Und? Was har er gesagt? Machs nicht so spannend!" "An das Bild konnte es sich nicht erinnern. Wohl aber, dass er im Treppenhaius mit Deinem Nachbarn aus dem ersten Stock zusammengestoßen ist, der gerade auf dem Weg nach oben war und sagte, er wolle sich wegen des Lärms beschweren."
"Interessant! Der Hoffmann aus dem ersten Stock" überlegte S. "Demnach könnte er ja auch in der Wohnung gewesen sein!"Ja, aber wie ist er reingekommen? Geklingelt hat er jedenfalls nicht, denn keiner der Gäste hat ihn gesehen." "Ganz einfach", kombinierte S. Weiter. "Wer ist zuletzt gegangen?" "Peters!" "Genau – und der hat in seinem Zustand wahrscheinlich die Tür nicht richtig geschlossen." "Könnte sein." "Und jetzt fällt mir noch etwas ein", sagte sagte Kommissar S. und kniff die Augen zusammen. "Er ist Gallerist von Beruf!"
Fünf Minuten später standen sie zu zweit vor der Tür des Galleristen und klingelten Sturm. " Herr Kommissar", sagte der Gallerist mühsam beherrscht, "was kann ich für Sie tun? Ich denke, Sie wissen, wie spät es ist."
"Ich würde Sie nicht stören, wenn es nicht sehr wichtig wäre", begann S.. "Ein Bild ist heute abend aus meinem Flur verschwunden und jetzt frage ich alle, die heute in meiner Wohnung waren..." "Wie kommen Sie darauf, dass ich in Ihrer Wohnung gewesen sein soll?", fragte Hoffmann scharf. "Sie wissen doch , dass ich nicht da war!"
"Nun, einer der Gäste traf Sie im Treppenhaus und erinnerte sich, dass Sie sich über den Lärm beschweren wollten..." "Ach dieser betrunkene Tollpatsch. Fast hätte er mich die Treppe hinuntergeschmissen. Danach hat es mir gereicht. Da bin ich erst gar nicht mehr hochgegangen! Gegen lauter Feiernde kommt man sowieso nicht an."
"Dann waren Sie also gar nicht in der Wohnung und haben demnach das Bild nie gesehen?", fuhr S. fort. "Nein, ich habe Ihr Bild nicht gesehen und es interessiert mich ehrlich gesagt nicht im geringsten.!"
"Eine letzte Frage hätte ich trotzdem noch an Sie als Experten: Angenommen, Sie wären Kunstdieb – was würden Sie nach der Tat mit dem Bild anfangen? Man kann es ja nicht einfach bei Ebay versteigern ..."Ein überlegenes Lächeln huschte über das Gesicht von Hoffmann. "Ha, ich als Gallerist hätte da schon Möglichkeiten. Es gibt viele Sammler. Man kennt sich. Bei so einem Chagall wird es zwar ein wenig schwierig, aber früher oder später, wenn die Aufregung sich gelegt hat, kriegt man auch den los."
"Vielen Dank für Ihre Einschätzung und gute Nacht" sagte Kommissar S. und machte sich mit Beck auf den Weg nach oben.
Gemeinsam ließen Sie bei einem Glas Rotwein die Gespräche mit Paulsen und Zaccharias, mit der Psychologin, mit Peters, dem Galleristen und den anderen Revue passieren. Und auf einmal war alles klar. Fünf Minuten später allarmierte S. Seine Kollegen und weitere fünfzehn Minuten später befand sich das Erbstück wieder in den Händen seines Besitzers.
Additional Hints
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