Die Anfänge der Kärlicher Kirche dürften in die Zeit um 940 bis
950 zurückreichen, Historiker vermuten, dass das erste Gebäude eine
Holzkirche war, bevor im 12. und 13. Jahrhundert ein Steinbau
errichtet wurde. Von diesem Gebäude sind nur noch der romanische
Ostchor und der 1976 freigelegte Rest einer seitlichen Apsis erhalten. Das
Kirchenschiff war etwa 17 Meter lang.
Mitte oder gegen Ende des 15. Jahrhunderts entstand nördlich des
Chors ein kleiner gotischer Anbau, die heutige Taufkapelle mit dem
Taufstein von 1796. Während des Dreißigjährigen
Krieges wurde die Kirche weitgehend zerstört.
1730 ließ Pfarrer Adam Braun eine neue Kirche bauen, eine
einschiffige Barockkirche, die 1789/90 nach Westen hin verlängert
wurde.
Ende des 19. Jahrhunderts reiften Überlegungen für ein größeres
Gebäude, in das die alte Bausubstanz einbezogen werden sollte, und
schon 1903 wurde an der Westseite zunächst der neuromanische
Glockenturm gebaut, bis zum Kreuz ca. 42 m hoch. 1930/31 folgte
unter Pfarrer Jakob Porz der Neubau der Kirche, wie sie sich bis
heute zeigt.
Typisch für die Entstehungszeit ist die hohe Südfassade mit den
Portalen des nach Norden ausgerichteten Bauwerks. Dennoch gelang es
durch die Übernahme der Rundbogenformen von Turm und romanischem
alten Chor, eine harmonische Verbindung zwischen Neuem und Altem zu
schaffen. Der Innenraum ist klar gegliedert, frei von
architektonischen Spielereien, die den Blick der
Gottesdienstbesucher vom Altar ablenken könnten.
Auszug aus Wikipedia
