Maxhütte # 3 - Sauerstoffkonverter
Die Stahlproduktion im Sauerstoffkonverter
Der typische Sauerstoffkonverter basiert auf dem
Sauerstoffeinblasen mittels einer Lanze auf das Roheisen. Zum
Kühlen und zur Beseitigung von Phosphor, Silizium und Mangan,
werden noch Schrott und Kalk zugegeben.
Zuvor wird der Konverter mit Dolomit oder Magnesit ausgemauert,
die der Erosion durch Schlacke und Hitze während des
Sauerstoffblasens am besten widerstehen. Eine solche Schutzschicht
hat eine ungefähre Lebensdauer von 800 bis 1400 Schmelzen.
Der Sauerstoff verbrennt den Kohlenstoff in Form von
Kohlenmonoxid (CO) und Kohlendioxid (CO2), das gesammelt und von
seiner Asche (Fe2O3, Kalkpartikel, etc.) gereinigt wird. Die
Elemente Mn, Si und P werden oxidiert und verbinden sich mit Kalk
(CaO) und FeO aus der Oxidation von Fe zu einer flüssigen
Schlacke.
Da es sich hierbei um äußerst exotherme Oxidationsprozesse
handelt, muß der Vorgang gekühlt werden, um die Schmelztemperatur
kontrollieren zu können. Dies wird durch Zugabe von Schrott
(recyclierter Werkschrott) und Eisenerz während des Blasvorgangs
erreicht.
Das Sauerstoffblasen dauert, unabhängig von der Konvertergröße
(70 bis 400 t), 15 bis 20 Minuten, da der Sauerstoffzufluß der
Lanze an das Gewicht der Schmelze angepaßt wird. Das Zugeben und
Entnehmen von Stahl und Schlacke, inklusive Probeabstiche zur
Temperatur- und Schmelzanalyse, streckt die Abstichzeit eines
Konverters auf 30 bis 50 Min.
Charakterisiert wird der gesamte Prozeß durch eine hohe
Produktivität und durch einen Stahl mit einem sehr hohen
Reinheitsgrad.
Das Abstechen des Stahls in eine Gießpfanne geschieht mittels
Kippen des Ofens. Während dieses Vorgangs werden zur Einstellung
der Stahlzusammensetzung in die Gießpfanne Eisenlegierungen
zugegeben. Anschließend wird die oxidierte Schlacke mit 12 bis 16%
Fe in eine gesonderte Pfanne abgegossen und auf einem Schlackenhof
entsorgt.
Zum Cache:
Es muss und soll NICHT geklettert werden! Es handelt sich hier
um ein Industriedenkmal, der Cache ist in ca. 1,45 m bequem mit der
Hand zu erreichen. Die Koordinaten wurden mit einem 60 CSx
eingemessen, Genauigkeit 3-5m.
Viel Spaß wünschen die Ratterichs
Und zum Schluss etwas in eigener Sache: Wer keine kleinen
grünen Dosen oder fast Drive-Inn´s mag, der sollte von dieser Serie
lieber die Finger lassen oder Manns genug sein diese Caches nicht
zu loggen. Anschliessendes meckern gilt nicht! Diese Serie wurde
konzipiert um das Industriedenkmal Gasmaschinenzentrale näher zu
bringen, nicht mehr und nicht weniger.