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Die tertiärwelten Aubenham EarthCache

Hidden : 3/1/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1.5 out of 5

Size: Size:   not chosen (not chosen)

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Geocache Description:


Die tertiärwelten Aubenham – Bayerns schönste Geotope # 66











Die Molasse


Als sich vor etwa 65 Millionen Jahren bei der Alpenentstehung der afrikanischen Teil der Erdkruste über den europäischen schob, entstand im nördlichen Alpenvorland eine breite Senke, die den Verwitterungsschutt des aufsteigenden Gebirgskörpers aufnahm.
Durch mehrfaches Vordringen und Zurückweichen des dortigen Meeres bildeten sich Abfolgen von unterschiedlichen im Meer und auf dem Land abgelagerten Gesteinsschichten.
Schließlich zog sich das Meer zurück, es setzten sich festländische Verhältnisse durch. Kies, Sand und Feinmaterial wurden zusammen mit Überresten von Pflanzen und Tieren von einem nach Westen gerichteten, dem heutigen Mississippi ähnlichen Flusssystem weitertransportiert, abgelagert und zu Schotter-, Sand- und Tonlagen der Oberen Süßwassermolasse verfestigt. Dass im Tertiärhügelland eine artenreiche Tier- und Pflanzenwelt gedieh, belegen beispielsweise Überreste aus der Fossillagerstätte Sandelzhausen bei Mainburg oder der Pflanzenfundstelle Aubenham.
Die weite Flusslandschaft des 50 bis 100 km breiten "Molassissippi" kennzeichnete vor etwa 9 Millionen Jahren die Umgebung des heutigen Aubenham. Jahres-Mitteltemperaturen von etwa 14°C (heute etwa 9°C) und Niederschlagsmengen von mehr als 2000 mm im Jahr (heute etwa 1000 mm) belegen ein subtropisches Klima. In Sumpfgebieten und Auwäldern gedieh eine reiche Vegetation, wie man sie heute beispielsweise in Südchina oder dem US-amerikanischen Virginia findet.
Hier lebten Hirsche und Pferde, aber auch Elefanten und Nashörner – und im Wasser Krokodile. Überschwemmungen hoben den Wasserspiegel bisweilen um mehr als 10 m und hinterließen mächtige Schlammschichten, in denen Tiere und Pflanzen, die in den Fluten umgekommen waren, eingebettet wurden. Dass wir heute sogar die empfindlichen Blattstrukturen von damals bewundern können, verdanken wir in Aubenham dem Zusammentreffen mehrerer günstiger Umstände. Denn nur in einem kleinen Bereich einer dünnen Tonschicht sind Fossilien erhalten, die eine Zeitreise zurück in die Vergangenheit erlauben. Untersuchungen ergaben, dass im Miozän hier 35 verschiedene Laubbaumarten (Platane, Amberbaum, Ulme, Zelkovie u.a.) heimisch waren, deren Nachfahren uns heute zum großen Teil nur aus subtropischen Klimaten bekannt sind. Erstmalig gelang hier auch der Nachweis der Gattung Fagus (Buche) in der Oberen Süßwassermolasse. Tierfossilien fand man bisher deutlich seltener: Wohl am bedeutendsten ist die Entdeckung eines Hirschunterkiefers und des Beckenknochens eines Ur-Elefanten. Darüber hinaus weisen auch Insekten- und Fischreste, Schnecken und Grabbauten darauf hin, dass die damalige Tierwelt wohl recht vielgestaltig war.


Die Urzeit lesen

Verschiedenste Untersuchungen der Fossilien Aubenhams erhellten die Lebensumstände der damaligen Tiere und Pflanzen, Klimaverhältnisse und Landschaftsentwicklung. So ergab sich auch, dass sich manche der damaligen Pflanzenarten an die kälteren Temperaturen während der Eiszeiten anzupassen vermochten.
Andere jedoch reagierten empfindlich auf die Klimaveränderungen und starben in Mitteleuropa aus, weil die Alpen eine Auswanderung in den mediterranen Raum verhinderten. Mit dem Projekt "Mühldorfer Tertiärwelt" versuchte man seit 1994, den miozänen Auwald dort aufleben zu lassen, wo früher in der Tongrube seine Fossilien ruhten. Die Fundschicht ist heute noch an der Böschung der ehemaligen Tongrube sichtbar. In der jederzeit zugänglichen Dauerausstellung "Tertiärwelt Aubenham" an der nahegelegenen Grundschule erklären Schautafeln und Exponate die Funde.







Die Tertiärwelt Aubenham ist ganztägig geöffnet. Die Ausstellung ist tagsüber zugänglich und nachts sogar zeitweise beleuchtet. Das Außengelände kann ebenfalls frei betreten werden. Im Winter kann das Gelände nur entsprechend der Witterung genutzt werden.

Damit bieten wir nahezu unbeschränkte Öffnungszeiten, da sich alles im Freien abspielt. Da nur eine eingeschränkte Aufsicht erfolgt und im Winter kein Winterdienst vorgenommen wird, müssen wir aber auch darauf hinweisen, dass das Betreten auf eigene Gefahr erfolgt.


Die Logbedingungen:


Macht ein Foto von euch und eurem GPS an dieser Stelle





und beantwortet folgende Fragen:


Frage A:

Durch mehrfaches Vordringen und Zurückweichen des dortigen … bildeten sich Abfolgen von unterschiedlichen im Meer und auf dem Land abgelagerten Gesteinsschichten.

Frage B:

Dass heute sogar die empfindlichen Blattstrukturen von damals bewundert werden können, ist dem Zusammentreffen mehrerer günstiger Umstände in Aubenham zu verdanken. Nur in einem kleinen Bereich einer dünnen Tonschicht sind Fossilien erhalten, die ergaben, dass im Miozän hier ... verschiedene Laubbaumarten (Platane, Amberbaum, Ulme, Zelkovie u.a.) heimisch waren.

Frage C:

Wie viele Steinbrocken befinden sich entlang des Weges zum Eingang, an dem ihr euer Bild macht (ein Teil davon ist in obigem Foto rechts zu sehen)?

Schreibt mir Eure Lösungen, loggen könnt ihr sofort. Sollte es Unstimmigkeiten geben, werde ich mich melden. 

Dieses wunderschöne Plätzchen lädt zu einem interessanten und gemütlichen Spaziergang im Tertiärwald, besonders im Sommer ein.











Englisch Description




Die tertiärwelten Aubenham – Bayerns schönste Geotope # 66












The Molasse


When before about 65 million years with the Alpine origin the African part of the earth's crust about the European one pushed, a wide depression which took up the decomposition rubble of the climbing up mountain body originated in the northern foothills of the Alps.
By multiple penetrating and stepping back the sea there sequences from different formed in the sea and in the country mature rock strata.
Finally, the sea withdrew, continental relations asserted themselves. Gravel, sand and fine material were deposited together with remains by plants and animals of a to the west directed river system similar to today's Mississippi further transported, and were hardened to grit situations, sandy situations and sound situations of the upper Süßwassermolasse. The fact that in the Tertiärhügelland a very varied animal world and plant world prospered, for example, remains from the fossil bed book Sandelzhausen with Main castle or the plant archaeological site Aubenham.
The wide river country of the 50 to 100 km wide "Molassissippi" marked before about 9 million years the surroundings of the today's Aubenham. Annual middle temperatures of about 14°C (today about 9°C) and amounts of precipitation of more than 2000 mm in the year (today about 1000 mm) book a semitropical climate. In marshlands and Auwäldern prospered a rich vegetation as one finds them today, for example, in South China or US-American Virginia. Here deer and horses, but also elephants and rhinoceroses – and in the water lived crocodiles. Floods lifted the water level sometimes about more than 10 m and left mighty mud layers in which animals and plants which had died in the floods were embedded.
The fact that we can admire today even the sensitive sheet structures of that time, we owe in Aubenham to the meeting of several favorable circumstances. Since only in a small area of a thin sound layer the fossils which permit a time trip back in the past are received.
One found animal fossils up to now clearly rare: Probably most considerably is the discovery of a deer lower jaw and the pelvic bone of an old elephant. In addition, insects and fish leftovers, snails and grave constructions also point out to the fact that the animal world at that time was enough variform.


The primeval times read

The most different investigations of the fossils Aubenhams illuminated the living conditions of the animals at that time and plants, climate relations and scenery development. Thus also arose that were able to adapt themselves some of the botanical species at that time to the colder temperatures during the ice ages. Other, nevertheless, reacted sensitively to the climate changes and became extinct in Central Europe because the Alps prevented an emigration in the Mediterranean space. One tried with the project "Mühldorfer Tertiärwelt" since 1994 to revive miozänen Auwald where earlier in the sound pit his fossils rested. The finding layer is visible even today in the embankment of the former sound pit. In the long-term exhibition "Tertiärwelt Aubenham" accessible any time in the nearby elementary school diagrammes and exhibits explain the findings.









The Tertiärwelt Aubenham is opened all-day. The exhibition is accessible during the day and at night lighted up even at times. The outside area can be entered also freely. In winter the area can be used only according to the weather.

With it we offer nearly unrestricted opening times, because everything happens outside. Because only one limited supervision is occurred and is carried out in winter no winter service, however, we must also point out to the fact that the entrance on own danger occurs.


The log terms:


Take A photo of you and your GPS at this point





and answers the following questions:


Question A:

By multiple penetrating and stepping back there … sequences from different formed in the sea and in the country mature rock strata.

Question B:

The fact that today even the sensitive sheet structures can be admired of that time, is to be owed to the meeting of several favorable circumstances in Aubenham. Only in a small area of a thin sound layer fossils are received which proved that in the Miozän here... foliage types of tree (plane tree passed away, ambergris tree, elm, Zelkovie among other things) were home.

Question C:

How many stone lumps are along the way to the entrance at which you make your picture (a part of it is to be seen in the above photo on the right)?

If Your solution sends to ours in the profile e-mail address with the sending message deposits badge. If you have got the log release, your picture with GPS adds please the log entry.

This wonderful little place invites to an interesting and comfortable walk in the Tertiärwald, particularly in summer
.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt

Additional Hints (No hints available.)