Die Bahnstrecke Göttingen - Bodenfelde nahm am 15. August 1910 ihren Betrieb auf. Vorausgegangen waren 43 Jahre Kampf verschiedener Interessenten und Komitees, insbesondere aus Adelebsen, die für den Bau der Strecke eintraten. Die nördlichsten Basaltvorkommen Deutschlands, im Raum Adelebsen, trugen nicht unwesentlich dazu bei am 25. Juni 1904 den Bau einer normalspurigen (in Erwägung wurde auch der Bau einer Schmalspurbahn gezogen) Nebenbahn im preußischen Landtag zu beschließen.
Verkehrte bis Mitte der neunziger Jahre noch eine bunte Vielfalt von Personennah-/fernverkehrs- und Güterzügen, so herrschte danach betriebliche Regionalbahn-Einfalt mit zweiteiligen Dieseltriebwagen der BR628 und später BR648 der DB AG vor. Heute verkehren hauptsächlich dreiteilige Dieseltriebwagen der BR VT643 der NordWestBahn.
War bis in die achtziger Jahre fast jeder anliegende Ort noch mit einem Bahnhof (Voraussetzung: mindestens zwei Weichen => zwei Gleise) versehen, wurden danach schrittweise, infolge der Aufgabe des Wagenladungsverkehrs, etliche Bahnhöfe ihres zweiten oder ihrer Anschlußgleise beraubt und zu Haltepunkten degradiert. Einige Orte verloren sogar gänzlich ihren Bahnhalt, wie Weende, Lenglern, Emmenhausen und Verliehausen. Der letzte verbliebene Bahnhof ist Adelebsen, der als Kreuzungspunkt für gleichzeitig ausfahrende Züge aus Bodenfelde und Göttingen dient. Das Ende der Strecke schien absehbar, als sich 1989 die Wende in der DDR vollzog. Doch mit dem Zusammenschluß von Deutscher Reichsbahn (DR) und Deutscher Bundesbahn (DB) 1994 und Umfirmierung zur DB AG, bekamen die Regionen, und mit ihnen die Nebenbahnen wieder eine Chance. Nach 17 Jahren Dornröschenschlaf wurde 2005 sogar der Haltepunkt Lenglern wiedereröffnet. Im Herbst 2008 wurden in Adelebsen und Bodenfelde die, aus den Anfangstagen der Strecke stammenden, drahtzugbetätigten Formsignale durch zentralgesteuerte Lichtsignale ersetzt.
Ab dem Frühsommer 2017 wurde, im Zuge einer fast achtwöchigen Streckensperrung(!), Gleise, Gleisbett, Brücken und Bahnsteiganlagen der Bodenfelder Bahn weitgehend erneuert. Die Streckengeschwindigkeit wurde in einigen Abschnitten von 60km/h auf 80km/h angehoben. Hier im Bf Adelebsen, wurden die beiden tiefliegenden Einzelbahnsteige durch einen höhergelegten, barrierefreien Mittelbahnsteig ersetzt. Bis Ende des Jahres 2017 waren noch immer nicht alle Arbeiten abgeschlossen(!). So arbeitet bis dato die Fahrgastinformationsanzeige nicht!
Die DB AG zeigte kein sonderliches Interesse an 'ihrem' Jubiläum. Umso bemerkenswerter war das Engagement der Gemeinde, der Gewerbetreibenden und des Museumsvereins Adelebsen, die eine Sonderausstellung im Museum durchführten und am 26. September 2010 eine Herbstausstellung und eine Dampfloksonderfahrt, mit der Vienenburger 52 1360 von Göttingen nach Bodenfelde und zurück, mit großer Publikumsresonanz veranstalteten.
Bitte achtet beim Bergen der Dose auf den Fahrplan - des Fahrgastaufkommens wegen!
Das Überqueren der Gleise oder gar ein Betreten des Gleisbetts der beiden Verkehrsgleise ist absolut nicht erforderlich!
Catch the Cache, wünscht der Elektromat!