In den Wochen vor Veröffentlichung dieses Caches wurde um
Buxtehude so manch kniffliger Mystery veröffentlicht.
Da dieser Zustand bei dem einen oder anderen Cacher vielleicht
nicht nur für Freude gesorgt hat, möchte ich mit diesem
Listing eine schlichte und hoffentlich trotzdem interessante
Alternative anbieten.
Vermutlich wird hier bei den meisten Cachern die Cachebergung
länger dauern als das Knacken des Rätsel, Werkzeug oder
sonstige Spezialausrüstung ist jedoch nicht
erforderlich.
Viel Spass!
Der Körperbau des Schnabeltieres ist flachgedrückt und
stromlinienförmig, es hat gewisse Ähnlichkeiten mit einem
flach gebauten Biber und hat auch einen vergleichsweise platten
Schwanz. Der Körper und der Schwanz sind mit braunem,
wasserabweisendem Fell bedeckt. Die Füße tragen vorne
und hinten Schwimmhäute. Die Körperlänge der
Schnabeltiere beträgt rund 30 bis 40 Zentimeter, der Schwanz,
der als Fettspeicher verwendet wird, ist 10 bis 15 Zentimeter lang.
Schnabeltiere erreichen ein Gewicht von 0,5 bis 2,5 Kilogramm,
wobei Männchen rund ein Drittel größer als Weibchen
werden. Wie bei allen Kloakentieren münden bei ihnen die
Ausscheidungs- und Geschlechtsorgane in einer gemeinsamen
Öffnung, der „Kloake“.
Im Vergleich mit anderen Säugetieren ist die
Körpertemperatur des Schnabeltieres mit rund 32 Grad Celsius
sehr niedrig. Ob dieses Faktum typisch für eierlegende
Säugetiere war oder eine spezielle Anpassung an die
Lebensweise darstellt, lässt sich aufgrund der wenigen
überlebenden Arten der Kloakentiere kaum beantworten.
2004 entdeckte man eine weitere Besonderheit des Schnabeltiers:
Es besitzt zehn Geschlechtschromosomen, die Weibchen zehn
X-Chromosomen und die Männchen 5 X- und 5 Y-Chromosomen,
während die meisten anderen Säugetierarten
(einschließlich des Menschen) derer nur zwei haben (XX bei
Weibchen und XY bei Männchen). In manchen Aspekten ähnelt
das Chromosomensystem dieser Tiere dem der Vögel, von denen
man bisher annahm, dass sie sich unabhängig von den
Säugern entwickelten.
Der deutsche Name des Tieres deutet sein auffälligstes
Kennzeichen bereits an, den biegsamen Schnabel, der in der Form dem
einer Ente ähnelt und dessen Oberfläche etwa die
Beschaffenheit von glattem Rindsleder hat. Erwachsene Schnabeltiere
haben keine Zähne, sondern lediglich Hornplatten am Ober- und
Unterkiefer, die zum Zermahlen der Nahrung dienen. Bei der Geburt
besitzen die Tiere noch dreispitzige Backenzähne, verlieren
diese jedoch im Laufe ihrer Entwicklung. Um den Schnabel effektiv
nutzen zu können, ist die Kaumuskulatur der Tiere modifiziert.
Die Nasenlöcher liegen auf dem Oberschnabel ziemlich weit
vorn; dies ermöglicht es dem Schnabeltier, in weitgehend
untergetauchtem Zustand nach dem „Schnorchel“-Prinzip
zu atmen. Der Bau des Unterkiefers zeigt Ähnlichkeiten mit
reptilienartigen Vorfahren. Im Gegensatz zu diesen sind die drei
Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel),
die bei Reptilien Teile des Kiefers bilden, allerdings fix im
Schädel integriert. Dabei handelt es sich um ein Merkmal, das
alle Säugetiere gemeinsam haben. Die Ohröffnung befindet
sich jedoch im Gegensatz zu anderen Säugern sehr nahe am
Unterkiefer. Auch haben Schnabeltiere im Gegensatz zu allen anderen
Säugetieren zusätzliche Knochen im
Schultergürtel.
Männliche Schnabeltiere haben rund 15 Millimeter lange
Giftsporne in Knöchelhöhe an den Hinterbeinen. Diese
scheiden ein Gift aus, das in Drüsen im Hinterleib produziert
wird. Da dieses nur während der Paarungszeit produziert wird,
nimmt man an, dass es in erster Linie bei Kämpfen um ein
paarungsbereites Weibchen eingesetzt wird. Das Gift ist für
Menschen nicht tödlich, verursacht aber sehr schmerzhafte
Schwellungen, die auch mit hohen Dosen an Morphium kaum zu mindern
sind und mehrere Monate bestehen können. Aus der Zeit, als
Schnabeltiere noch wegen ihres Felles gejagt wurden, gibt es
Berichte, wonach Hunde, die angeschossene Tiere fangen sollten,
durch das Gift starben. Wie das Gift auf andere Schnabeltiere
wirkt, ist noch nicht bekannt, da es aber nicht zur Verteidigung
gegenüber Fressfeinden, sondern bei Rivalenkämpfen
eingesetzt wird, ist seine Wirkungsweise vermutlich nicht auf den
Tod, sondern auf Verletzung ausgelegt. Weibliche Tiere haben bei
ihrer Geburt ebenfalls Sporne, verlieren diese jedoch im ersten
Lebensjahr.