Stadtgeschichte
Barmen:
Das Planetarium
Ein Blick in die Geschichte… Im Jahre 1926
war Barmen noch eigenständig und zählte mit seinen rund 190.000
Einwohnern zu den größeren Städten Deutschlands bzw. der Weimarer
Republik. Die gute alte Bergbahn fuhr noch und bevor man die
Endstation am Toelleturm erreichte machte man zunächst halt an der
Haltestelle „Planetarium“, von der man im Übrigen auch
die Barmer Stadthalle und das Kriegermal erreichen konnte.

Blick auf Planetarium, Stadthalle und
Kriegermal. Rechts erhält man einen Blick auf ein Teilstück der
Barmer Bergbahn.
Drei Jahre bevor die Stadt Barmen Stadtteil von
zunächst Barmen-Elberfeld und später Wuppertal wurde, eröffnete der
letzte Oberbürgermeister der Stadt, Dr. Paul Hartmann, am 18. Mai
1926 das "Barmer Planetarium". Dabei sprach er von einem
"einzigartigen Anziehungspunkt für unsere STadt". Die Feierliche
Einweihung fand am 05. Mai 1858 statt. Der Beschluss, das
Planetarium zu bauen fiel bereits zwei Jahre zuvor. Es war damals
das erste Großplanetarium der Welt. Wie auf dem obigen Bild zu
sehen ist, stand das Gebäude oberhalb der Barmer Stadthalle in den
Barmer Anlagen. Ursprünglich sollte es am unteren Eingang in die
Barmer Anlagen, an der Ottostraße, errichtet werden, Bürgerproteste
verhinderten dies aber.

Das Barmer Planetarium (Blick von der Untere
Lichtenplatzer Straße)
Wie auf der Postkarte zu sehen ist, führte,
bedingt durch die Hanglage, eine lange Treppe zum Eingang des
Planetariums. Die beiden Statuen waren aus Muschelkalk gefertigt
und waren Abbilder der römischen Götter Mars und Venus. Außerdem
repräsentierten sie unsere beiden Nachbarplaneten.
Durch die drei Türen gelangten die Besucher
zunächst in die 11 mal 4 Meter große Vorhalle, um daraufhin den 15
Meter hohen, kuppelförmigen Vorführraum zu betreten, der einen
Durchmesser von 27,70 Metern hatte. In der Mitte hing an einem
polygonen Metallgestell der gewaltige Projektionsapparat. Das Gerät
ermöglichte es, den Himmel in jeder gewünschten Konstellation
vorzuführen. Bis zu 800 Besucher konnten auf den kreisförmig um das
Projektionsgerät angeordneten Plätzen die Vorträge verfolgen. Zur
besseren Orientierung war am unteren Rand der Kuppel die Barmer
Stadtsilhouette als Schattenriss angebracht. Da es das erste
Großplanetarium war, war es natürlich aus das grüßte seiner Art.
Dieser Rekord hielt allerdings nur wenige Tage, bis in Düsseldorf
ein größeres Planetarium eröffnet wurde.
Das Ende des Planetariums begann am 30. Mai 1943
beim Luftangriff auf Barmen. Lediglich einige Risse im Dach trug
das Planetarium davon, mangelnde Absicherung des Objekts führte
aber dazu, dass Inneneinrichtung und technische Ausstattung
Plünderungen und Vandalismus zum Opfer fielen. Das mangelnde
öffentliche Interesse an der Sicherung des Gebäudes und seiner
Einrichtung lässt sich u.a. damit erklären, dass schon kurz nach
der Eröffnung die Besucherzahlen deutlich hinter den Erwartungen
blieben und der zukünftige Bedarf für ein Planetarium in Wuppertal
nicht gesehen wurde. Erst im Jahr 1955 wurde das Gebäude, dass
zwischenzeitlich fast nur noch aus dem Eisengerippe der Kuppel
bestand, dann aber abgerissen. Heute erinnert am ehemaligen
Standort des Planetariums eine Gedenktafel an
den ehemaligen Wunderbau.

Um diesen Mystery zu lösen müsst Ihr Euch mit dem
Planetarium selbst beschäftigen, aber auch Eure Kenntnisse der
Astronomie unter Beweis stellen. An den o.g. Koordinaten findet Ihr
die Sternstraße, die – außer dem passenden Namen –
nichts mit der Lösung des Rätsels zu tun hat. Eure Aufgabe ist es,
die Gedenktafel zu finden. An einem dahinter liegenden Baustumpf
findet ihr ein Döschen. Hier erfahrt Ihr, wie ihr mit Hilfe der
Lösungen zu den folgenden Aufgaben zum Cache kommt.
ASTRONOMISCHER REKORD
Wie
viel Tage lang war das Barmer Planetarium das größte der Welt?
Diese Zahl ist A.
PREIS
Die Erbauung eines
Planetariums war eine kostspielige Sache. Wie viel Reichsmark hat
der Bau gekostet? Die Zahl ist B.
PLANET X
Nehmen wir an, in
unserem Sonnensystem gäbe es einen weiteren Planeten, den
sogenannten „Planet X“. Nehmen wir weiter an, dass sein
mittlerer Abstand zur Sonne 598.391.482.764 Meter beträgt. Wie
viele irdische Tage würde seine Umlaufzeit betragen (die Masse von
Sonne und Planet sowie Schaltjahre bleiben unberücksichtigt)? Die
Anzahl der Tage ist C.
FAREWELL PLUTO
Während das
„X“ heute ausschließlich für das
„unbekannte“ oder „mysteriöse“ steht, stand
es bis vor wenigen Jahren außerdem für 10 (römische Zahl). Da unser
Sonnensystem 9 Planeten hatte, bezeichnete das „X“ also
auch den zehnten Planeten. Dann aber trat die International
Astronomical Union (IAU) zusammen, um den Planetenbegriff neu zu
definieren. Der ursprüngliche Plan sah vor, dass weitere
Kleinplaneten zu Planeten werden sollten. Die letztendlich neu
gewählte Definition ließ aus Pluto eine Transneptuiden werden und
die Erde zu einem von nur noch acht Planeten des Sonnensystems. An
welchem Tag fasste die IAU den Planetenbegriff neu? Quersumme des
Datums (TTMMJJJJ) ist
D.
KLEINE STERNKUNDE
Am
Winterhimmel der nördlichen Hemisphäre findest Du das folgende
Objekt:

Ordne die drei mittleren Sterne nach ihrem
Buchstabenwert. Um wie viele Objekte handelt es sich tatsächlich
bei dem Stern mit dem höchsten Buchstabenwert? Die Zahl der Objekte
ist E.
Monde
Die Erde ist nicht
der einzige Planet unseres Sonnensystems, der von einem oder
mehreren Monden umkreist wird. Saturn und Jupiter haben sogar mehr
als 50, wobei die meisten, zumeist äußeren nicht mehr als große
Brocken sind. Die erste Teilfrage dreht sich aber um einige der
größeren Objekte. Galileo Galilei entdeckte sie 1610 in einer
Umlaufbahn um Jupiter. Gesucht ist die Anzahl der Monde, die heute
als Gruppe noch seinen Namen tragen. Der Wert ist
F.
Es gibt allerdings auch Planeten, die ohne Begleiter um die Sonne
reisen. Die Anzahl der Planeten ist G.
Um Eure Lösungen zu überprüfen könnt Ihr mit
folgender Formel eine Test-Koordinate errechnen - der Namesspender
des Ortes sollte Euch bei der Lösung des Rätsels schon über den Weg
gelaufen sein.
N 51°G*A+E.B/500-D-F-G
E 007°E+F.C/A+E*D-A-E-F
Deine Lösung kannt Du hier überprüfen. Die Koordinate gibt NICHT die
Position der ersten Station an. Diese findest Du, wie oben
beschrieben.
Im Cache liegt virtuell ein zu Thema passender
Coin. Die Nummer erfahrt Ihr im Logbuch.
Viel Spaß beim lösen, suchen und
finden!!!