Da ich in diesem schönen Gotteshaus bisher vom Sakrament der
Taufe, Kommunion, Firmung bis hin zur Trauung alles erleben durfte,
stand für mich einfach fest hier muss ein Cache hin! Und .. .da
issa! /p>
Der Cache liegt außerhalb der Kirche, ein Blick in das Innere
ist aber auf alle Fälle lohnenswert! Ein Besuch einer Messe ist es
übrigens auch, dann hört man nämlich die Orgel und erhält praktisch
gratis noch Gottes Segen! ;-) Auszug aus der Homepage des
Pastoralverbundes:
Über das Alter der Kirche und der Kirchengemeinde haben wir
nichts nachweisbar Geschriebenes, aber die aus Stein gehauenen
Teilungssäulchen im Turm (von außen zu sehen), unterhalb des
Uhrenzifferblattes, sind eindeutig identifziert aus der Zeit um
1150. Wenn schon um diese Zeit eine Kirche von solcher Größe am Ort
Körbecke gebaut wurde, muß die Gemeinde viele Jahre vorher
entstanden sein. Vermutlich hat der Ursprung der Gemeinde unterhalb
der Kirche gelegen, am Gänsebruch, wo eine starke Quelle
lebensnotwendiges Wasser zutage förderte.
Die Kirche des Ortes wurde auf einer kleinen Anhöhe oberhalb des
Ortes gebaut; vielleicht, um kein wertvolles Land an der Quelle zu
benutzen, aber auch wohl, um auf einer Anhöhe eine Kirche mit
„Fliehturm" zu bauen. Denn der schmale Turmaufgang liegt
geschützt im Mauerwerk des Turmes, durch eine kleine Tür vom
Kircheninneren her zu begehen. [...] Wahrscheinlich ist die
Gründung der Pfarrei um das Jahr 1000 zu legen, als von der
Urpfarrei Soest Kirchengemeinden zur Missionierung des Umlandes
gegründet wurden. Eine davon ist sicher Körbecke gewesen mit einer
alten Holzkirche. Kirchenneubauten in der Folgezeit haben immer an
dieser Stelle gestanden. Sie sind erbaut worden, sicher nicht nur,
weil die alten zerfielen, sondern auch, weil die Gemeinde wuchs.
Immer schon haben diese Kirchen den Namen des Schutzheiligen
Pankratius getragen. Allein schon der Name des hl. Pankratius weist
auf ein hohes Alter der Kirche hin, wie es bei vielen Kirchen
gleichen Namens entlang der heutigen B 55 nachweisbar ist.
Um 1140 bis 1150 entstand die erste Steinkirche. Die kleinen
Teilungssäulchen im Turm weisen auf Grund der Steinmetzarbeit und
auf Grund des Steinbruches dieser Säulchen auf die Zeit um 1150.
Eine kleine einschiffige, romanische Kirche war entstanden. Davon
existiert heute nur noch der untere Teil des Kirchturms von der
Grundmauer bis zur Uhr. Durch Mauerfunde bei Heizungs- und
Fußbodenarbeiten im Jahre 1963 konnte man die Form dieser alten
Kirche erkennen. Die Grundmauern der Seitenwände dieser alten
Kirche verliefen dort, wo heute die Pfeiler stehen. Die runde Apsis
befand sich in Höhe der jetzigen zwei Chorstufen. Diese Kirche hat
lange so bestanden. Im Jahre 1702 beschloß der Kirchenvorstand, die
alte, inzwischen baufällig gewordene Kirche abzureißen und eine
neue, größere Kirche zu errichten. Das geschah in einem Neubau
zwischen 1705 und 1710. Das Kirchenschiff erhielt seine heutige
Größe, das breitere Dach wurde angehoben, der vorhandene Turm um
sieben Meter erhöht. Am 11. Juni 1715 brannte bei einem Großfeuer
in Körbecke neben einigen Häusern auch die neue Kirche fast völlig
nieder. Am Vorabend des Schützenfestes, das sind im Jahr der
Veröffentlichung dieses Buches 1995 genau auf den Tag 280 Jahre
her, hatte ein Schütze aus einem Gewehr einen ungezielten Schuß
abgegeben, der das Dach des Nachbarhauses und der Kirche
entzündete. Die Bleiplatten des Daches und die Glocken schmolzen
bei der großen Hitze. Dachstuhl und Einrichtung verbrannten völlig.
Den Körbeckern lag etwas an ihrer Kirche. Sofort begann ein emsiges
Bemühen der einzelnen Gläubigen mit den Kräften und Mitteln, die
sie besaßen, die Kirche wieder aufzubauen - zum zweiten Mal
innerhalb von 10 Jahren. Der damalige Pfarrer Franz Bernhard
Mappius bestellte den Meister Heinrich Stütting, der sich in einem
Balken des Glockenstuhls als „magister lignarius" (Meister
des Holzbaues) bezeichnet. Meister Stütting könnte aus Belecke
stammen, wir kennen jedoch weder die Herkunft noch den Verbleib des
Meisters. Meister Stütting leitete wohl den gesamten Wiederaufbau
als auch die Herstellung der imposanten Inneneinrichtung. Seine
Fähigkeiten, so vermutet man, hat er sich in der Bauschule zu
Kloster Grafschaft im Sauerland erworben, wo die barocke Baukunst
des Südens, vermengt mit der steiferen westfälischen Barockkunst,
gelehrt wurde. Das Kirchenschiff ist äußerlich der Romanik des
Turmes angeglichen: Rundbogenfenster und massive Wände. Es sind
jedoch Strebepfeiler an den Außenwänden angebracht, die das
Rundbogengewölbe abstützen. .Die Kirche ist eine dreischiffige,
vierjochige Hallenkirche, die Schiffe sind gleich hoch. Daran
schließt sich der Chorraum mit einem rechteckigen Joch und daran
angelegtem Fünf-Achtel-Abschluß an. Die Seitenschiffe sind
ungewöhnlich schmal. Die Pfeiler mit kreuzförmigem Grundriß stehen
etwas nach außen geneigt, oben sind sie 18 cm weiter auseinander
als unten. Durch die Schrägstellung will man die Wucht des Gewölbes
über diese schrägstehenden Pfeiler nach außen auf die dort
angebrachten Strebepfeiler werfen. Damit wird gleichzeitig der
optische Eindruck erweckt, daß der Kirchenraum niedriger erscheint
als er in Wirklichkeit ist, und somit entsteht ein anheimelnder
Eindruck. Die Barockorgel ist erst in den Jahren 1770 bis 1790 mit
dem bequemen Aufgang zur Bühne errichtet worden. Die 29 Register
sind wohl aufeinander abgestimmt und haben sich schon bald den
Ehrentitel „Tausendstimmige Orgel" eingebracht. Mehrmals
mußte die Orgel renoviert werden, zuletzt 1992.
P.S: bei Gotteshäusercaches sollte noch irgendwie etwas von
wegen "Cachereihe, die auf dem Kasseler Stammtisch beschlossen
wurde" erwähnt werden.. das mache ich hier mit! ;-) Eigentlich ist
es wohl selbstverständlich, ich erwähne es hiermit aber trotzdem
lieber noch mal: Bitte den Cache wieder gut verstecken, besonders
an Wochenende und Feiertagen ist dieses Gebiet verständlicher Weise
sehr Menschenlastig, wovon wohl der Großteil einen Cache eher als
Müll ansieht und entfernen würde!
KOORDINATEN GEÄNDERT!!!!!