Dies ist der 3. Teil der Cache
- Serie
Mordfall: Die
Mersche Tilbeck
Die Legende der Mersche Tilbeck wird in insgesamt
drei Teilen erzählt und führt euch an entsprechende Orte
des Geschehens. Der vierte Teil rundet das Geschehen ab und
führt euch zum Bonus, der sowohl Ende als auch Anfang der
Geschichte ist. Wie das so mit Sagen und Legenden ist, wurde im
laufe der Zeit viel hinzugedichtet. Natürlich weiß heute
niemand mehr so genau wie sie ausgesehen hat, die Mersche oder auch
Meirsche Tilbeck, doch Sagen sollen einen zurück versetzen in
alte Zeit und die Phantasie beflügeln, nicht war?
Teil 3: Der Mord
Es war finstere Nacht, als die
Mersche Tilbeck Adams Hoek verließ. Durch die Fenster drang
ein anheimelndes Licht in die Nacht, daß jedoch alsbald von
der Dunkelheit verschlungen wurde. Liebend gern wäre sie noch
länger geblieben, doch der lange Heimweg und die Gewissheit
des nahenden Tages, der viel Arbeit für sie bereit hielt trieb
sie hinaus. Unbeirrt machte sie sich zur Landwehr auf, die
über den Berg durch dichten Wald
führte.
Kaum daß sie unter das
dichte Blätterdach eingetaucht war hörte sie einen Ast
bersten. Die Mersche Tilbeck merkte auf, doch dachte sie an ein
wildes Tier. Stattdessen sprangen zwei Landsknechte hinter dem Wall
hervor und versperrten ihr den Weg. "Euch kenne ich, ihr wart beim
Adams", stellte die Mersche argwöhnisch fest. Die beiden
blickten sich an, scheinbar unschlüssig wie sie vorgehen
sollten. Die Mersche befehligte harsch: "Trollt euch und gebt den
Weg frei", doch die finsteren Gesellen lachten
nur.
Urplötzlich sprang einer der
Kerle vor und packte sie grob. Die Mersche schrie auf und teilte
kräftig aus, doch sein Kumpan auf alles gefasst schwang einen
Knüppel mit dem er sich im Wald bewaffnet hatte. Er drosch auf
sie ein und führte schließlich den letzten Schlag. Die
Mersche fiel zu Boden und rührte sich nie
mehr.
Die beiden Mörder beeilten
sich den Beutel zu finden, in dem die "Dusend" stecken sollten,
doch als sie ihn schließlich öffneten und in die hohlen
Hände leerten, hielten sie tausend Schuhnägel darin. Mit
vor Entsetzen geweiteten Augen sahen sich die beiden an,
fassungslos über ihre Meuchelei für
nichts.
Plötzlich fuhren sie herum,
doch zu spät. Die aufmerksamen Soldaten waren ihnen gefolgt.
Sie wurden auf der Stelle fest genommen. Auf frischer Tat
ertappt.
Das Mordkreuz steht an der Stelle,
an der die Mersche Tilbeck den Gesellen zum Opfer gefallen sein
soll. Die Inschrift lautet:
INRI, ANNO 1764 ALDA ... REBORIRET DAS
ALHIE EINE MEIERSCHE TILBICK VERMORDET
IST. Das Wort REBORIRET deutet darauf hin,
daß das Kreuz 1764 lediglich repariert wurde, also schon viel
länger dort stand. Das ursprüngliche Kreuz soll aus dem
Jahr 1641 stammen.
Ihr sucht hier einen Small mit einer Bonuszahl
für Teil 4.
Viel Spass bei der Aufklärung
Tika_death