Noch 3 Tage vorher hat das keiner auch nur geahnt - am 3.Juni 2013 stand das Wasser am Grimmaer Floßplatz schon wieder 350 cm hoch !!!
Die Schäden waren bei vielen wieder fast so hoch wie 2002 :-(
Aber wir Grimmaer sind Stehaufmännchen, wenn das Wasser weg ist kommen wir wieder ! Und freuen uns auf unsere lieben Gäste !!!
440 cm unter Wasser ... befand sich der Floßplatz Grimma am Nachmittag des 13.August 2002, das ist die übliche Wassertiefe eines Schwimmerbeckens unter dem Sprungturm, dazu aber noch eine Strömung von 4 m/sec, eine unvorstellbare Naturgewalt! Ein schönes Erlebnis war das für die Grimmaer nicht, aber ein sehr prägendes.

200 der insgesamt 4000 Innenstadtbewohner mussten aus der überfluteten Stadt gerettet werden, weil sie die Lautsprecherdurchsage der Polizei am frühen Morgen nicht erreicht hatte, ein dutzend mal aus akuter Lebensgefahr. Von der DRK-Wasserwacht, die sich in eigener Regie selbst alarmiert hatte, von einer Feuerwehr mit 30 Jahre alten Schlauchbooten, von privaten Helfern mit ihren Booten und Radladern und danach endlich vom Bundeswehrhubschrauber.

Aufgrund dieser tollen Leistung musste in der Grimmaer Region niemand ertrinken, allerdings erlagen einige ihren Kreislaufbeschwerden und ein siebzigjähriger brachte sich eine Woche später um. Etliche Wohnhäuser stürzten ganz ein, auf der Deponie Cröbern türmten sich 10000 Tonnen Muldenschlamm und damit verseuchtes Mobiliar, Gesamtschaden des Hochwassers rund 500 Mio. Euro allein in Grimma. Wenn in der darauffolgenden Woche nicht einige tausend Helfer in die Stadt gekommen wären, es hätten sicher viele resigniert.

Die vielen Spenden und staatlichen Hilfen haben dankenswerterweise die materiellen Schäden wieder beglichen, mit monatelangem Verdienstausfall, Überarbeitung und Existenzängsten mussten die Betroffenen selber klarkommen. Gott sei Dank kann man nun eine in neuer Schönheit wiedererstandene 800jährige bewundern. Und auch die Retter sind jetzt gut ausgerüstet, die Hochwasseralarmierung läuft perfekter.
An einem sonnigen Sonntagnachmittag z.B. könnte es hier erhöhten Muggelalarm geben, daher hier ein eindeutiger Hint:
In der Uferböschung unterhalb des Baumes in einer Wurzelhöhle 

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