In einem alten Buch las ich neulich folgende Sage:
"Nahe beim Dorfe Hagen, in der Nähe von Osnabrück, ist ein Erzberg gelegen, der heißt der Hüggele, darin hat es vordessen Goldes und Silbers in Fülle gegeben, und hatte auch eine Höhle, in der wohnte ein seltsamer Schmied. Er war ein guter Mann beim Leben gewesen und hatte in Osnabrück gewohnt, aber als an einem Sonntag seine Frau aus der Kirche ging und vom Blitz erschlagen wurde, da war er in Verzweiflung gefallen, hatte gegen Gott gemurrt und sich selbst verwünscht. Und da war ein ehrwürdiger alter Mann zu ihm gekommen mit langem weißem Bart, der hatte ihn heißen mit sich gehen und hatte ihn in die Höhle am Hüggele geführt, da solle er über die Berggeister die Aufsicht führen und selbst schaffen und durch rastlose Arbeit büßen. Da hat der Hüggeler streng geschafft und gehämmert, viele Geräte gefertigt, auch die Pferde beschlagen, die Leute kamen dann, banden das Pferd an einen Pfahl und verließen es auf einige Zeit. Wenn sie wiederkamen, war es beschlagen; da legten sie den Lohn auf einen Stein und führten das Pferd hinweg. Sehen ließ sich der Hüggele-Schmied niemals. Ein Bursche von Habsucht verblendet, drang einstmals in Hüggele-Schmieds Höhle ein und heischte Gold von ihm. Hüggele-Schmied schenkte ihm eine goldene Pflugschar. Kaum war er heraus, so wollte er proben, ob sie auch wirklich Gold sei, und fuhr mit der Hand daran. Im Nu hatte er sich die ganze Hand verbrannt, und was in der Höhle Gold geschienen, war beim Tageslicht nur Glut. Dann war es eine Pflugschar aus Eisen. Hätte der Narr fleißig mit ihr geackert, wäre er reich geworden, so aber verfluchte er die Pflugschar und den Hüggele-Schmied ob der verbrannten Hand, da fuhr die Pflugschar in die Erde hinein und war dagewesen, im Hineinfahren aber erglänzte sie doch wieder wie gediegenes Gold." Quelle: Ludwig Bechstein, Deutsches Sagenbuch, Leipzig 1853
Wenige Tage später ging ich im Hüggel spazieren und traf einen alten Mann. Wir unterhielten uns und kamen auch bald auf den Hüggele-Schmied zu sprechen. Er sagte mir, dass er im Besitz einer alten Karte seines Vaters wäre, mit der man die Höhle des Schmiedes finden könnte. Er selber wäre aber nie hinter das Geheimnis dieser Karte gekommen und wüsste auch nicht, wo sich die Höhle befindet. Dennoch soll bis heute das Gold des Schmiedes, in einer Schatulle verschlossen, in der Höhle liegen. Vielleicht findet Ihr sie?? Aber passt auf, dass sich das Gold nicht in glühendes Eisen verwandelt.....
Ich habe Euch die Karte mal eingescannt. Vielleicht könnt ihr etwas damit anfangen.
