In Gütersloh gibt es einen neu gestalteten und schönen Platz, auf dem in der grünen Saison immer etwas los ist. In der Reihe "Freitag18" wird jeden Freitag ab 18 Uhr von Mai bis September eine Stunde Kleinkunst als Einstimmung auf das Wochenende geboten. Der jährliche Höhepunkt steigt dann jeweils in der Woche vor oder nach den Sommerferien als die schon legendäre "Woche der kleinen Künste". Weitere Info's dazu für Interessierte hier...
Historisch gesehen hat dieser Platz schon Einiges an Höhen und Tiefen hinter sich. Er fand 1875 Erwähnung auf einer Innenstadtkarte als "Hammelmarkt" und diente lange Zeit als Viehmarkt für Schafe und andere Tiere. Am 12. Mai 1896 wurde dort ein Kriegerdenkmal eingeweiht, das zwei bronzene Infanteristen auf einem Steinsockel darstellte. Im 3. Reich hieß der Platz dann mal kurz für ca. 1000 Jahre "Horst-Wessel-Platz", an deren Ende dann 1944 das Denkmal wieder demontiert wurde, angeblich um noch zu Kriegsmunition umgeschmolzen zu werden. Die Plastik lagerte danach trotzdem noch einige Jahre verhüllt in der Garderobe des alten Theaters und ist von dort dann verschwunden und bis heute ist der Verbleib ungeklärt und rätselhaft.
Zu Beginn der achtziger Jahre erfährt der Platz dann eine tiefgreifende Umgestaltung. Die historischen Grundstrukturen werden durch den Bau einer umlaufenden Sitzmauer ignoriert und durch Bepflanzung wird die Platzfläche unnutzbar. Das wurde im Jahr 2000 wieder beseitigt, in dem eine ebene Rasenfläche angelegt wird. Im selben Jahr gründete sich auch die Kulturgemeinschaft dieses Platzes und nutzt die Freifläche seit dem für zahlreiche kulturelle Veranstaltungen, die inzwischen zu einer festen Größe in Gütersloh geworden sind.
Im Herbst 2007 entstand nach breit angelegter Planung mit Anwohnern und Gewerbetreibenden wieder das heutige ursprüngliche Gesicht des Platzes mit Sitzbänken, einer Skulptur aus Wesersandsteinblöcken des Künstlers Norbert Marten an der Stelle des verschwundenen Denkmals und den 29 durch Baumpaten gespendete Kaiserlinden als natürliche Einrahmung.


Wegen der hohen Cachedichte in der Innenstadt und der vorgeschriebenen "1/10 Bannmeile" befindet sich der PETling mit Logbuch etwas außerhalb des Platzes und erfordert zum Finden einen kurzen Spaziergang: Auf der Mitte der triangulären Lokation, vom Schnittpunkt der 4 Quadraten ausgehend
, findet man auf 145° in 170 m Entfernung das Logbuch. (Die rel. hohe T-Wertung resultiert hauptsächlich aus der signifikanten Anzahl der zu umgehenden Tretminen
auf dem Weg zum Projektionspunkt.)
