Ein Multi mit einer Station plus Final, der unter einem Kilometer lang ist.
Wo ist Meilbach?
Klar ist, ihr seit in der Gemarkung Meilbach aber wo genau lag der Ort?
Meilbach - Auf den Spuren eines untergegangenen Dorfes
Den Bach, der zur Namensgebung hätte führen können, sucht man vergebens, es gibt dot kein fließendes Gewässer. Wir müssen vielmehr an den prähistorischen Wortstamm Milsa, Milisa, denken, der auch im Ortsnamen Melsungen enthalten ist. Misapa = Milpe (Ruhr) bedeutet "Sumpfwasser".
Demnach muss unser Milbach, schon vom Namen her, ein uraltes Dorf gewesen sein. Bei der Gründung des Kloster Schiffenberg bestand es schon und hatte eine Kapelle. 1141 schenkt die Gräfin Clemtia von Gleiberg dem Schiffenberger Kloster die Güter, die sie in Milbach besitzt, zur Errichtung eines Klosterhofes. Weitere Schenkungen erfolgen, auch durch Einwohner, so schenkt 1150 ein armes Ehepaar sein Gütchen dem Kloster; es war die im Mittelalter vielgeübte Praxis, sich dadurch die Altersfürsorge zu sichern, wenn Kinder fehlten. Um 1200 scheint der Klosterhof Milbach die wichtigste landwirtschaftliche Position der Schiffenberger nach Osten hin gewesen zu sein, zu dem umfangreichen Landbesitz gehörten ausgedehnte Waldungen.
Johann von Buseck vergleicht sich in einer Schiffenberg Urkunde von 1257 mit dem Kloster darüber, dass er auf seine Besitzungen an dem Wald bei Milbach verzichtet und dafür Besitzungen der Schiffenberger in Oppenrod eintauscht. Weitere urkundliche Erwähnungen
von Milbach finden wir 1293, als sich Werner von Bellerheim mit dem Kloster Schiffenberg über Güter "in campis milbach" vergleicht. Im selben Jahr vergleicht sich auch Werner von Münzenberg und da Kloster über die strittigen Rechte auf den Milbacher Hof, wobei Mainzer Kanoniker als Schiedsrichter auftreten. In gesichertem, uneingeschränkten Besitz der Schiffenberger blieb der Besitz nun bis zur Auflösung des Ordens 1323. Zusammen mit anderem Besitz übergibt in nach der Aufhebung des Klosters Erzbischof Balduin von Trier dem Deutschen Orden. Zu dieser Zeit ist aber nur noch von dem Hof die Rede, ein Dorf scheint Milbach nicht mehr gewesen zu sein.
1352 wird dieser Hof noch durch Ankauf vergrößert. Das Erlöschen des Dorfes wird - wie in vielen Fällen - den Folgen des 30jährigen Krieges zugeschrieben. Das Erlöschen fällt in die zeit Landgraf Hermann II., eines harten, unglücklich agierenden Fürsten, der sich durch Rücksichtslosigkeit und üble Methoden mit allen Adligen und Städten verfeindete und so in verlustreiche, Land zerstörende Kämpfe verwickelt wurde. Eine allgemeine Verelendung und Endvölkerung des Landes war die Folge, dazu trat 1348 noch der schwarze Tod, die gefürchtete Pest. So kam es nach bisher steter Siedlungszunahme nun zu einer ersten Wüstenperiode. Milbach ist nicht der einige Ort, der in unserem Gebiet in dieser Zeit zugrunde ging.
Schon 1450 muss die Kapelle von Milbach Ruine gewesen sein. Den letzten Verwalter hat es wohl 1451 am Hofe gegeben; 1467 wird Milbach in den Rechnungen der Schiffenberger schon "vacant", unbesetzt genannt. Als Milbach zu Solms kommt, ist es eigentlich nur noch ein Waldgebiet. Der Kaufbrief, mit dem Dieterich von Clee, Comthur der Deutschorden-Ballei Marbur die Wüstung des Hofes Milbach an Philipp Graf zu Solms im Jahr 1498 für nur 500 Gulden verkauft, ist im Fürstlichen Archiv erhalten. Aber schon 1529 kommt Milbach auf dem Tauschwege an das Kloster Arnsburg. Dieses ist an dem Erwerb höchst interessiert, da das Gebiet aine Abrundung ihres weitläufigen, vom Klosterhof Burkhardsfelden aus verwalteten Waldes ist. Graf Philipp zu Solms erhält dafür einen Waldbesitz "im hinteren Hehler". Im Tauschvertrag spricht man von "Wald und Wüstung Milbach in seinen Steinen und mitten in dem dem Kloster Arnsburg gehörenden Buchenwald liegend". Bei Arnsburg ist Milbach, ab etwa 1750 nun Meilbach geschrieben, bis zur Aufhebung des Klosters und kommt schließlich mit weiteren Gebieten wieder an das gräfliche Haus zu Solms-Lich.
Im 18. Jahrhundert müssen von Meilbach noch stattliche Mauerreste zu sehen gewesen sein, wie Zeitzeugen berischten; sie wurden jahrzehntelang abgebaut und zum Straßenbau verwendet. Der Platz wo Meilbach lag, ist wieder zu Wald geworden, so wie dort Wald war bevor Milbach gerodet wurde. Ein paar Vertiefungen im Boden, ein größerer Grundmauerrest - vielleicht vom früheren Klosterhof - mehr ist nicht geblieben als ein Zeugnis der Vergänglichkeit.
1. Station
Die o. g. Koordinaten führt euch zur "Braut" einer zarten schmächtigen nach 1999 umgestürzten
ca. 200 Jahre zählenden Rotbuche welche 36 m Höhe hatte und einen Umfang von 380 cm besaß.
Schaut in Ihren Stamm und ihr werdet die einstige Mächtigkeit dieses Baumes erahnen.
Das Gesuchte findet Ihr jedoch im langen Rest in ca. 1m Höhe.
Ihr findet eine Zahl die älter wie die "Braut" ist und diese sei: ABCD
Für das Final peilt Ihr (D-A) (B) (B-A) Meter in (C-BxD) (C-D-A) (A) Grad.
N 50° 33. _ _ _
E 08° 50. _ _ _