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Magdalenenkapelle Traditional Cache

This cache has been archived.

Oliver P.: Der Cache war in Ordnung. Die Dose war nur knifflig versteckt. Nicht dort, wo etliche sie vermutet haben.
Da ich bei meiner heutigen Überprüfung aber feststellen musste, dass das Versteck von einer Schlange in Beschlag genommen worden ist, wird der Cache trotzdem archiviert.

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Hidden : 4/4/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
2 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:



Auf einem Felsvorsprung über dem Drautal westlich von Molzbichl erhebt sich weithin sichtbar die Kapelle der heiligen Maria Magdalena.

Seit dem ersten vorchristlichen Jahrtausend wurde dieser herausragende Platz immer wieder genutzt.
Im nahe gelegenen Baldersdorf bestanden römische Landgüter mit Grabbezirken, woher auch die marmorne Türschwelle unter dem Vorbau der Kirche stammt.
(Diese Schwelle steht heute aufgestellt in einem Eck der Vorhalle.)
In der Spätantike und im anschließenden Frühmittelalter trug das Plateau eine Befestigung mit Palisade und mindestens einem Gebäude.

Im 11. Jahrhundert errichtete man hier ein ersten Gotteshaus in Form einer Rundkapelle.
Das darin angelegte Felsengrab diente dem Kirchenstifter als Begräbnisstätte.
Sehr wahrscheinlich war es die Gründung des Penno von Molzbichl († ca. 1060),
eines Brixner Dienstmannen, der dem Edlingerstand (freie und waffentragende Bauern) angehörte.

Im Lauf der Zeit wurde sie von einer privaten Grabkirche zur Kirche für die Baldersdorfer und erhielt zu ihrer Ausstattung eine Hube in Molzbichl.
Nach 1500 brach man die kleine Rundkirche ab und errichtete das heute bestehende spätgotische Gotteshaus.
Zu dieser Zeit galt die Magdalenenkapelle bereits als Filialkirche der Pfarre Molzbichl.
Eine Visitation des Jahres 1615 erwies ihren ärmlichen und vernachlässigten Zustand.
Im 18. Jahrhundert trat eine deutliche Verbesserung ein,
als sie der bekannte Oberkärntner Maler Balthasar Klenkh 1739 mit einem Magdalenenzyklus versah.
Dennoch erwog man gegen 1800 ihre Auflösung, die aber am Widerstand der Bevölkerung scheiterte.

Die letzte Renovierung erfolgte in den Jahren 1995 bis 2000.
Heute erfreut sich die Magdalenenkapelle besonderer Beliebtheit, wenn sich am Ostermontag die Bevölkerung aus der Umgebung zum Gottesdienst und anschließendem „Eierpecken“ trifft.

Nicht über die Absperrung steigen!
Happy Geocaching!

Oliver P.

Literatur:
Kurt Karpf und Therese Meyer (Hg.), Die große Geschichte einer kleinen Kirche. Die Magdalenenkapelle von Baldersdorf in Kärnten, Beiträge zur Kulturgeschichte Oberkärntens - Band 1, Spittal an der Drau, 2004


FTF: bulle2278 am 07.04.2010

Additional Hints (No hints available.)