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Lost Place - Die verlassene Bahnstation
Planung und Bau der Thayatalbahn
Bereits 1837 wurde von Kaiser Ferdinand der Bau einer Bahn in den Norden in Auftrag gegeben. Da diese Planung jedoch nicht das Waldviertel berücksichtige, wurde in etwa 30 Jahre später mit dem Bau der Franz Josefs Bahn begonnen. Die ursprüngliche Trassenführung wäre über die Städte Groß Siegharts und Waidhofen an der Thaya geplant gewesen. Doch da Erzherzog Sigismund größere Besitztümer im Bereich von Gmünd hatte, wurde die Trasse mit Unterstützung der Waidhofner Fuhrwerker, Wirten, Schmieden, ... auf seinen Grund und Boden umgeplant. Als man die Franz Josefs Bahn im Jahre 1869 mit dem Teilstück Budweis - Gmünd (NÖ) und Eggenburg eröffnete, erkannten die Waidhofner schnell welche Bedeutung ein Bahnanschluss hätte und so war man nachträglich darum bemüht mittels Flügelbahn an das Netz angeschlossen zu werden.
Die goldene Zeit
Der Antrag blieb jedoch bis auf Weiteres unerhöhrt. Erst im Jahre 1890 fand man Gehöhr und erhielt die Konzession zum Bau einer Flügelstrecke von Schwarzenau über Waidhofen an der Thaya nach Zlabings. Der Bau ging zügig voran und so konnte die Bahn bereits 1891 eröffnet werden. In jenem Jahr war die Endstation jedoch noch in Waidhofen an der Thaya. Erst im Jahre 1903 konnte die komplette Bahnstrecke aufgrund einiger Probleme beim Bau eröffnet werden. Von diesem Zeitpunkt wurde der reguläre Güter- und Personentransport aufgenommen.
Beginn der Rückbauten
Ab 1945 kam es Aufgrund der beiden vorangegangen Weltkriege zu einem ersten Rückbau der Thayatalbahn. Im Jahre 1951 wurde das Grenzstück der Bahnstrecke abgetragen und so wurde Fratres die neue Endstation. Im Jahre 1977 wurde jedoch auch dieses Teilstück aufgelassen und so wurde der Personenverkehr nur bis Gilgenberg geführt. Da die Bahn mit der Zeit immer weniger Passagiere verzeichnete wurde der Personenverkehr zwischen Waidhofen an der Thaya und Gilgenberg am 28. September 1986 eingestellt. Davon war auch jene Bahnstation in Kleineberharts betroffen. Seit jenem Datum war diese dem Verfall preisgegeben und geriet zunehmend in Vergessenheit. Der Güterverkehr wurde noch bis in das Jahre 1992 aufrecht gehalten, doch ab dann verkehrte kein Zug mehr durch die Bahnstation in Kleineberharts.
Die Thayatalbahn in der heutigen Zeit
Trotz der Bemühungen des Vereins Neue Thayatalbahn wurde die Bahnstrecke ab Waidhofen an der Thaya bis heute nicht revitalisiert. Mit ein Grund sind die hohen Renovierungskosten, da beim Hochwasser im Jahre 2006 eine komplette Brücke zerstört wurde. Weitere Details zur ehemaligen Trassenführung findest du hier
Begib dich bei dieser Suche auf historischem Bahnboden und vielleicht kannst du noch den damaligen Flair der Thayatalbahn wahrnehmen.
Das Logbuch, den Stift und den Spitzer bitte nicht aus der Dose entfernen! Viel Spass beim Suchen!
Tweezer & Marille
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