Der Frühling naht und die Marienkäfer kommen, bald werden sie wieder unsere Fingerspitzen und unsere Balkonblumenkästen bevölkern.

Die Kinder werden wieder das Alter der Käfer anhand ihrer Punkte bestimmen, die Erwachsenen lächeln wieder, weil sie ja wissen das sich durch die Punkte die Käferarten unterscheiden, aber sich nicht das Alter bestimmen läßt. Immerhin gibt es die Käferlein als Zwei- bis vierundzwanzigpunkt Käfer. Wobei wohl der Siebenpunkt wegen der Mystik der Zahl sieben der bekannteste der Marienkäfer ist.
Und diese Winzlinge schaffen auch ganz schön was weg, schon als kleine Raupen schieben sich die Tierchen bis zu 3000 Spinnmilben und/oder Pflanzenläuse zwischen

die Kauwerkzeuge, auch als ausgewachsener Käfer werden diese Tierchen nicht verschmäht. Pro Tag kommen bei den ausgewachsenen

Käfern bis zu 50 Läuse "auf den Tisch", daher freuen sich viele Bauern und ntürlich jeder Blattlausverseuchte BalkonkastenBesitzer über diese roten schwarzbepunkteten Krabler.

Dabei sind sie nicht mal immer rot, es gibt sie durchaus auch in gelb mit schwarzen Punkten und ein paar anderen Farben.
Die roten haben etwas gemeinsam mit der Tomate, nein nicht nur den Farbton, sondern tatsächlich den Farbstoff, aber beißt lieber trotzdem nicht in den Käfer denn die rote Farbe soll die Feinde warnen und ihnen bedeuten das das Käferle absolut nicht gut schmeckt, da bilden sie nämlich einige bittere Geschmacksstoffe, brrrrr.
Die Käferle gibt es tatsächlich auf der ganzen Welt, dabei lieben sie den Norden nicht so sehr, wie auch wir Menschen, ziehen sie wärmere Gefilde vor und sind dort auch sehr viel Artenreicher, ganz im Osten,

von uns aus gesehen, leben sie auch in Australien. Geht man zu Fuß dorthin wird man auf dem Weg überall diese netten Käferle finden.
Und immer wieder gelten sie als Glücksbringer und Götterbegünstigt, in Frankreich hat man ein ca. 20000 Jahre alten aus Mammutelfenbein geschnitzen Käfer als Glücksbringer gefunden. Für die Bauern war der Käfer ein Geschenk Mariens um sie von den vielen lausigen Schädlingen zu befreien.
Ein guter Flieger ist der Käfer allemal,

beeindruckend ist es immer wieder wenn so ein Käfer genug vom krabbeln auf der Hand hat, seine Flügel ausbreitet und in den warmen tag startet, dabei sirren die Flügel mit 75 bis 91 Schlägen pro Sekunde.
Im Winter finden sich die Tierchen oft zu großen Gruppen zusammen um gemeinsam dem Winter zu trotzen, dabei können sie zum Beispiel in Fensterrahmen große Gruppen bilden, in Kalifornien sollen sich schon mal geschätzt 48 Millionen Käfer gemeinsam an einem Überwinterungsplatz eingefunden haben. Meistens überwintern sie jedoch in kleineren Gruppen mit einigen dutzend Tieren.
Wanderfreudig sind die Punktträger ab und an auch, an der Ostsee sind in den Jahren 1989 und 2009 große Schwärme von Marienkäfer, mit mehren Millionen Tieren angeweht worden,

dabei entstand eine Belegungsdichte von ca 1100 Tieren pro m², dabei zwickten sie die Badegäste so sehr das sie vom Strand verschwanden (die Badegäste, nicht die Käfer).
Im Gegensatz zu viele andren Insekten, legen die Marienkäferweibchen nicht

so sehr viele Eier, nur etwa max. 400 in kleineren Portionen von je nach Art 10 - 60 Eiern.
Nach so vielen Infos über dies beliebten Käferlis, wobei ich die bei Kindern wie Erwachsenen genauso beliebten Schokomarienkäferli

noch gar nicht erwähnt habe, sollte Ihr nun wissen wo die Krabbler die Käferdose vertsteckt haben. Und zwar bei
Nord 47° 42.(x:x-1)(x-2)(x*x:4) und Ost 009° 16.(x+1)(x+1)(x-3). Es ist immer wieder sehr interessant dies netten Tierchen zu beobachten und ihre Rückenzeichenvarianten zu vergleichen. Da kann man so manchen Sommertag mit verbringen. Und wer meint den Ort des Käferschatzes ausgemacht zu haben, kann sich seine Vermutung hier auch gleich bestätigen lassen.
Der Käferdosen finde Helfer. Geochecker.com.
Viel Spaß mit den Krabblern, T-Wertung am 4.5.2014 den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst.