Dies ist eine Cacheserie, wie sie
auf dem Kasseler Geocacher Stammtisch am 04.03.05 beschlossen
wurde. Dabei sollen Caches in der Nähe von Gotteshäusern ausgelegt
werden, die entweder historisch oder architektonisch eine
Besonderheit darstellen. Es ist hierbei völlig egal, welcher
Religion diese Häuser angehören. Jeder der an dieser Serie
teilnehmen möchte, kann dies tun. Er sollte sich jedoch an die
einheitliche Schreibweise halten, damit die einzelnen Caches der
Serie zuzuordnen sind. Außerdem ist dieser Absatz zu kopieren und
mit in die Beschreibung aufzunehmen. Zusätzlich sollte man wenn
möglich, eine Beschreibung des Ortes liefern, damit man auch etwas
über dieses Gotteshaus erfahren kann. Der Cache ist bitte so zu
verstecken, dass er die Würde des Ortes nicht verletzt.
Gegebenfalls ist er so zu platzieren, das er über eine
Wegpunktprojektion zu finden ist und die eigentlichen Koordinaten
auf das Gebäude selbst weisen.

Die Kirche St. Michael an der
Valentinstraße in Gelsenkirchen-Hassel ist eine Tochtergründung der
Buerschen Muttergemeinde St. Urbanus. Sie wurde im Jahr 1911
erforderlich, als sich die Bewohnerzahl in Hassel infolge der
Abteufung der Schächte der beiden staatlichen Zechen Bergmannsglück
und Westerholt in den Jahren 1903 bzw. 1907 auf 10.000 zu bewegte,
von der rund die Hälfte Katholiken waren. Zunächst wurde in einer
Schulbaracke der sonntägliche Gottesdienst gefeiert. Dann –
1911 – schenkte der Bauer Nachbarschulte-Otte ein Grundstück,
auf dem eine Notkirche gebaut werden konnte.
Am 27. August fand die Einführung von Herrn Pfarrer Franz Effing
und die kirchliche Einsegnung der einfachen Notkirche statt. Knapp
ein Jahr später konnte das Pfarrhaus bezogen werden. Am 11.
November 1911 wurde St. Michael von der Buerschen Mutterkirche St.
Urbanus abgetrennt und zur eigenen Pfarre erhoben. Der Grundstein
zum Bau der neuen Kirche wurde am 14. März 1915 gelegt. Die 2 ½
Jahre Bauzeit fielen in die schweren Jahre des 1. Weltkriegs. Am
25. September 1917 war es endlich so weit: der Münsteraner Bischof
weihte die Kirche ein, die im neoklassizistischen Stil nach den
Plänen des Architektenteams Brand und Stahl (Trier bzw. Düsseldorf)
errichtet wurde und somit eine Besonderheit im Stadtgebiet
darstellt. Hassel hatte um diese Zeit 11580 Einwohner, davon 6387
Katholiken.
1934 wurde der Bildhauer Meyer aus Gelsenkirchen mit der
Fertigstellung des Kreuzweges beauftragt. Das Turmkreuz und das
Kupferdach der Kirche wurden angebracht. Bei einem Luftangriff am
29.12.1944 auf Hassel, Bergmannsglück und Buer Mitte gab es 82
Tote. Bei diesem Angriff wurde auch die Kirche St. Michael so stark
beschädigt, dass Gottesdienste nicht mehr in der Kirche gefeiert
werden konnten, nachdem schon am 15. Juni 1944 bei einem
Fliegerangriff an der Kirche, am Pfarrsaal (Notkirche) und am
Pfarrhaus größere Schäden enstanden waren. So wurde am Freitag, dem
30.12.1944 der Kirchenkeller für den Gottesdienst hergerichtet,
damit der Jahresschlußgottesdienst und die Gottesdienste an Neujahr
wieder gefeiert werden konnten. In den Jahren 1945 bis 1947
erfolgte der Wiederaufbau, bis dahin mußte die Gemeinde mit diesem
Provisorium leben.
Im Zuge des Wiederaufbaus in ganz Hassel entstanden neue Straßen
und Siedlungen, so dass sich auch die Einwohnerzahl vergrößerte. So
wurde 1953 beschlossen, im Süden des Pfarrbezirkes eine Abpfarrung
vorzunehmen:St. Theresia wurde gegründet. Der Bau der
Eppmannssiedlung machte eine weitere Abpfarrung notwendig: 1962
wurde die Expositur St. Pius, 1967 die Kirche und das Pfarrzentrum
St. Pius eingeweiht.