Hallo Cachergemeinde, diesen Multi mit 1 1/2 Zwischenstationen und Final hatte ich meinem #101 find gewidmet. Da ich dabei auf der Suche so einige Schätze entdecken durfte, die toll gemacht waren, wollte ich rund um Oldendorf ein paar aufwändigere caches an locations mit Hintergrund zu verstecken. Nach mehrfacher Zerstörung und Reparatur habe ich die Wanderung nun etwas verändert und hoffentlich gegen die nächsten 23Jäger gesichert. Im Zuge der Neuauflage haben sich auch die Attribute etwas geändert und empfehlen den Einsatz einer ECGA!
Am Start sucht ihr außer Sichtweite von Paddlern nach einem nano der euch den Weg zu den nächsten Koordinaten weist. Da hier in letzter Zeit viel gebaut wurde, bitte ich jeden Sucher die Augen auf zu machen und nichts zu riskieren! Unweit vom Start könnt ihr am Straßenrand parken, falls ihr den knappen Kilometer nicht spazieren gehen wollt lässt sich der weitere Weg auch fast komplett abfahren. Aufgrund des Bewuchses empfehle ich die KOs von der Straße oder Lichtung aus anzulaufen wenn sich euer GPS beruhigt hat. Etwaige Abweichungen möchte ich mit der Lavawolke am Himmel entschuldigen!
Nach einer kurzen Verschnaufpause an der Zwischenstation gelangt ihr nach ca. 175,38m über den NaBu Waldlehrpfad auf eine Lichtung, der früheren Bindestelle für Flöße, dessen Ufer später auch zum Schulischen Schwimmunterricht genutzt wurde.
Heutzutage fallen im Sommer oftmals Schwadronen von Kanuten ein also solltet ihr im schlimmsten Fall etwas Geduld mitbringen oder einfach Interesse heucheln.
Die Flößerei setzte wahrscheinlich im 17. Jahrhundert nach einem empfehlenden Gutachten auf Flößbarkeit durch den fürstlichen Floßmeister Johann Bastian Erhardt ein und gewann bis zum 19. Jahrhundert an großer Bedeutung für die Region. Aufgrund der hohen Holznachfrage durch den Gebäude- und Schiffbau in Bremen und Bremerhaven gab es in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts allein 11 Bindestellen auf der Strecke zwischen Müden und Oldendorf und 9 weitere bis Winsen an der Aller die großteils durch Pferdefuhrwerke beliefert wurden. Die flößbare Strecke betrug, ab der Wietzemündung bei Müden bis zur Aller in Winsen, 36 Km und konnte mit gebundenen Flößen an einem Tag zurückgelegt werden. Dort wurden zumeist 6 der 23m langen und 3 m breiten, mit ca. 25Fm beladenen Örtzeflöße zu 60-70m langen und 5-6m breiten Allerflößen mit ca.120Fm eingebunden und innerhalb von 3 Tagen zum Umschlagplatz in Bremen geflößt von wo aus sie auch nach England, Holland, Frankreich und Spanien verschifft wurden. So gingen bis 1868 rund 600 Flöße pro Jahr die Örtze flussabwärts, was sich kontinuierlich steigerte und 1874 mit 1946 Flößen seinen Höhepunkt erreichte. Ab 1877 nahm die Anzahl der Flöße aufgrund der zunehmenden Versandung des Flusslaufes Rapide ab und kam um 1912 vollständig zum Erliegen. Der 1910 eingerichteten Kleinbahn Celle-Soltau, Celle-Munster oder den in waldnähe angesiedelten Sägewerken konnten auf dem Wasserwege keine Konkurrenz mehr gemacht werden. In den frühen 1920er Jahren wurden die letzten Flößversuche vom Dampfsägewerkbetreiber Heinrich Elvers aus Winsen unternommen, die allerdings am unregulierten Flusslauf scheiterten.
Eigentlich hätte an dieser Stelle auch das Final "...zur Bünd//Bindestelle..." liegen sollen aber dank der ausserordentlichen Cachedichte blieb mir nach der längeren Vorbereitungszeit der ersten Version, nichts anderes übrig als ihn in weiterer Entfernung zu verstecken um ihn nicht einer allzu großen Mugglegefahr auszusetzen und dabei noch halbwegs in Örtzenähe zu bleiben.
Tja, wer zu spät kommt den bestrafen die Schokoriegel-Dosen.
Ihr setzt nun also euren Weg über den kleinen Waldlehrpfades fort, der am Ende auf einen Feldweg stösst! Hierbei braucht und soll der erkennbare Waldweg nicht verlassen werden.
Da Cacher ja mit dem 7. Sinn ausgestattet sind, muss ich wohl nicht vor Muggles oder Gefahren durch zeitlose Verkehrsteilnehmer oder etwa gehörnte Wiesenbewohner warnen! Am Ufer könnte es rutschig sein also passt auf euch und eure Schutzbefohlenen auf!