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Die Weberschlacht Traditional Cache

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eigengott: Da hier offensichtlich keine Wartung durch den Owner durchgeführt wird, archiviere ich das Listing. Siehe dazu auch die Guidelines:
http://www.gc-reviewer.de/guidelines/#maint

Sollten sich innerhalb der nächsten drei Monate neue Umstände ergeben, kontaktiere mich bitte per E-Mail. Sofern der Cache den Richtlinien entspricht kann ich das Listing dann auch wieder aus dem Archiv holen.

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Hidden : 4/29/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
1 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Griechen Römer un Kölsche Klüngel

Dem adeligen Kölner Ratsmitglied Rütger Hirzelin vom Grin wurde 1367 vorgeworfen, städtische Gelder unterschlagen zu haben. Aufgedeckt wurde diese Tat am 6. Januar 1367 mit Hilfe der Kölner Zünfte, die die politischen Entscheidungen zunehmend kontrollieren wollten. Vom Grin wurde am 20. Mai 1369 (Pfingsten) hierfür hingerichtet. Einem zugleich wegen Straßenraubes verhafteten Mann wird der Prozess gemacht, doch den Webern dauert dieses Verfahren zu lange; sie stürmen das Gefängnis und schlagen ihm ohne Urteil den Kopf ab. Weitere Spannungen mit dem Rat kamen hinzu und entluden sich letztlich im Weberaufstand. Weiterhin kam Unmut auf, weil drei Kölner Landfriedenstagsabgeordneten vorgeworfen wurde, einem der Stadt Köln verfeindeten Adeligen (Edmund Birkelin) Zugeständnisse gemacht zu haben und so Nepotismus betrieben zu haben. Nachdem diese drei sich dem öffentlichen Druck beugend in Haft begaben und acht weitere Ratsmitglieder aufgefordert wurden, diesen zu folgen und dieser Aufforderung am 7. Januar 1371 nachkamen, wurde die Machtfülle der Zünfte, insbesondere der Weber, überdeutlich. Es waren schließlich 8 von 15 Ratsmitgliedern in Haft gegangen.

Dieser Druck der Weber führte zu einer Verfassungsänderung. Diese zielte u.a. darauf ab, die Richerzeche als Institution des Meliorats abzuschaffen, den zwar immer noch nur für Patrizier vorbehaltenen Rat schöffenfrei zu organisieren, den nunmehr auf 52 Mitgliedern verkleinerten weiten Rat auf Vertreter der Handwerker und der Kaufleute zu beschränken und dieser Einrichtung weiter reichende Kompetenzen zuzuordnen. Diese Neuordnung trat am 2. Juli 1370 in Kraft. Die zweite Phase der Weberzeit, zwischen dem 2. Juli 1370 und dem 20. November 1371, ist von einseitigen Entscheidungen des neuen weiten Rats geprägt. Möglicherweise wegen der Unerfahrenheit in der Amtsführung, vielleicht aus Übermut und Stolz, ergingen Beschlüsse des neuen weiten Rats, die die Kosten ungleichmäßig verteilten. Dazu gehörte die Einführung einer Weinfuhrakzise (Verbrauchssteuer) und einer direkten Vermögensteuer ("Schoß"), die einerseits die Weinkaufleute und andererseits die Grundbesitzer (reiche Kaufleute und Patrizier) belastete, aber eben die neu an die Macht gekommenen Weber verschonte. Die Koellhoffsche Chronik kritisierte später im August 1499 die um die Weber erweitere Zusammensetzung des Rates: "Es war wunderlich und fremd anzusehen, als Köln...allzeit regiert war...von fünfzehn adeligen Geschlechtern...An deren Stelle saßen nun die Weber.." Blutige Weberschlacht Weberschlacht, 1371. (Holzschnitt aus der Koehlhoffschen Chronik, August 1499)

Das vom Rat nicht erlaubte Eingreifen von zwei Wollenwebern in die Jülich-Brabantische Fehde (am 22. August 1371 fand bei Baesweiler die entscheidende Schlacht der Fehde statt, in der die Truppen des Herzogs von Jülich, unterstützt vom Herzog von Geldern, gegen den Herzog von Brabant siegreich blieben) und die daraus resultierenden politischen Konflikte führten am 20. November 1371 zu einer Schlacht zwischen dem engen Rat, der (faktisch entmachteten) Richerzeche und den nicht mehr mit der Politik der Weber einverstandenen Gaffeln auf der einen Seite und den Webern auf der anderen Seite. Als der zum Tode verurteile Wollenweber Henken von Turne (er hatte unerlaubt an der Jülich-Brabant-Fehde als Soldat mitgewirkt) gewaltsam dem Henker entrissen wurde, versammelten sich Kaufleute und ein Teil der nicht mit den Webern kooperierenden Zünfte bewaffnet, um gegen die Weber zu kämpfen. Voran mit der Stadtfahne marschierten sie von St. Brigiden (neben Groß St. Martin) über den Alter Markt und Heumarkt zum Malzbüchel, wo die Weber sich sammelten. Die zahlenmäßig unterlegene Weberschar verließ ihr Quartier und stellte sich am Waidmarkt in Schlachtordnung auf. Der blutige Kampf am Griechenmarkt begann, doch die Weber flohen in Einsicht ihrer Unterlegenheit. Wer von den Webern nicht fiel oder die Stadt verließ, wurde bald aufgespürt und in die Stadttürme gesperrt. Die reaktionären Kräfte bestraften die Weber streng, viele wurden vertrieben, der verurteilte Weber Henken van Turne schließlich auf dem Heumarkt enthauptet und das Vermögen der Weberzunft, darunter 25 Häuser, konfisziert. Am 21. November 1371 teilt der Rat den Bürgern mit, dass die noch nicht gefassten straffälligen Weber die Stadt ungehindert verlassen dürften, solange die Glocken von St. Maria im Kapitol läuteten. Wer schon geflohen war, durfte die Stadt nie mehr betreten.

Die reaktionären Sieger der Schlacht setzen eine Kommission von 12 nicht dem engen Stadtrat angehörenden Personen ein, die ein neues "Eidbuch" (Stadtverfassung) vorbereiten sollte. Dieses sollte die Stadtverhältnisse wieder auf das frühere aristokratische Regiment zurückführen und möglichst erneute Auflehnungen vermeiden. Am 22. Februar 1372 wurde der enge Rat verkleinert und auf patrizische Familien und Kaufleute beschränkt, wie es vor der Weberschlacht gewesen war. Damit hatte das Patriziat die politischen Erschütterungen des Weberaufstands überlebt. Doch die Weberschlacht löste die Trennung der bisher kooperierenden Patrizier in die "Greifen" und die "Freunde" aus, die sogar in Feindseligkeiten mündete. Am 4. Januar 1396 ging die Gruppierung der "Freunde" gewaltsam gegen die "Greifen" vor. Als am 18. Juni 1396 Constantin von Lyskirchen, Anführer der "Freunde", festgenommen wird, endet vorerst die Ära der herrschenden Patrizierfamilien.

Alles liebe Euer Schafis und der HaegarDK


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Additional Hints (Decrypt)

Ubyhaqre zntargvfpu

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)