Der Reichsarbeitsdienst (abgekürzt RAD) war eine Organisation des nationalsozialistischen Machtapparates im Deutschen Reich der Jahre 1933–1945. Ab Juni 1935 musste dort jeder junge Mann eine sechsmonatige, dem Wehrdienst vorgelagerte Arbeitspflicht im Rahmen eines Arbeitsdienstes ableisten. Ab dem Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst auf die weibliche Jugend ausgedehnt. Der Reichsarbeitsdienst war ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft im nationalsozialistischen Deutschland und des nationalsozialistischen Erziehungssystems.
(Quelle Wikipedia)
Das Gelände des ehemaligen Reichsarbeitsdienst-Lagers liegt zwischen Daubach und Horbach im oberen Teil eines ausgedehnten Hanggeländes nördlich des Willgenhäuser Kopfs.
Eine hohe halb runde Böschung in der Mitte des Bereichs war als Aufgang zu den Holzbaracken angelegt. Auf den folgenden beiden Terrassenebenen standen rechts und links je eine Mannschaftsbaracke. Auf der obersten Terrasse thronte in der Mitte die Baracke der Lagerleitung, flankiert von der Küchenbaracke auf der linken Seite. Dort stößt man noch heute auf eine zirka fünf mal fünf Meter große Grube, die wohl als Kellerraum für die Küchenbaracke diente. Waren die Lager anfänglich zum Teil im Carré gebaut, ging man später zu einer etwas offeneren Bauweise über, um in der Bevölkerung nicht den Eindruck aufkommen zu lassen, die jungen Männer seien regelrecht eingesperrt. Seit 1938 wurden alle Lager nach den gleichen symetrischen Gesichtspunkten angelegt.
Rund 200 junge Männer waren in einem Reichsarbeitsdienst-Lager untergebracht. Die Lager verfügten über eine Strom- und Wasserversorgung. „Das Wasser musste anfangs noch vom Eisbach geholt werden, bis es dann in einem eigens gebauten Wasserspeicher gesammelt werden konnte, der das Lager mit fließendem Wasser versorgte“ Überreste dieses Speichers finden sich noch auf der obersten Terrassenebene. (Quelle: Herbert A. Eberth)