Dieser Cache ist ein Ableger aus dem Konzeptcache Sprocky V.
Auf dem Weg zum Cache lauft ihr an einem umzäunten und mit Stacheldraht gesicherten Gelände vorbei.
Dabei handelt es sich um das ehemalige „Doughboy City“, eine Übungsstadt auf dem US-Übungsplatz „Parks Range“.
Doughboy City
Das Gelände an der Osdorfer Straße im Süden des US-Sektors umfasste eine Fläche von 115 Hektar. Es grenzte später unmittelbar an das Territorium der DDR und wurde seit 1953 von der US-Garnison genutzt.
Im nördlichen Teil des Geländes befanden sich eine Hindernisbahn und ein allgemein genutztes Ausbildungsgelände. Den Mittelteil davon bildeten 23 Gebäude von denen 18 für den Orts- und Häuserkampf genutzt wurden.
Die amerikanische Bezeichnung für diesen Bereich lautete MOUT und stand für „Military Operations in Urbanized Terrain“.
Die Anlage wurde bis 1993 genutzt. Der Südteil diente zum Gefechtsexerzieren für Panzer. Die Grenztruppen der NVA konnten von ihren Bewachungstürmen dieses Gelände an der Sektorengrenze einsehen, was sie auch regelmäßig taten.
Auch aus den Hochhäusern an der Reaumurstraße konnten die Übungen verfolgt werden. In den 80er Jahren protestierten Bürgerinitiativen gegen die militärische Nutzung, jedoch ohne Erfolg.
Das Übungsgelände war nach Generalmajor Floyd Parks benannt, dem ersten Stadtkommandanten und Kommandeur der 2nd Armored Division. Die Kampfanlage blieb als „Doughboy City“ in Erinnerung. „Doughboy“ stammte aus der Zeit des Ersten Weltkrieges und war die Bezeichnung für den einfachen Soldaten der US-Army.
Auf Parks Range übten Infantristen, Mörsereinheiten, Infanterie und Panzerkompanien, sowie gelegentlich auch andere US-Einheiten aus der BRD. Weiterhin nutzen die britischen und französischen Truppen und die Berliner Polizei die Range.
Die Kampfanlage wurde im Zentrum des Platzes 1953 aus Holzhäusern und Holzattrappen errichtet und in der Folge ausgebaut. In den siebziger Jahren wurden dann feste Häuser und andere für Berlin typische Bauten errichtet.
Hierzu gehörten die Abbildung der Kanalisation, eine Bahnstation mit Bahndamm, ein Kanalabschnitt, eine Kirche, ein Rathaus und mehrstöckige Betonhäuser. Damit sollen die unterschiedlichen Arten des amerikanischen Verteidigungsgeländes abgebildet werden. Bemerkenswert war der nachgebaute U-Bahnhof in Form einer Hochbahnstation in Dammlage, der für Straßenkampfübungen genutzt wurde.
Der detailgetreu und realitätsnah gestaltete U-Bahnhof war mit Sitzbänken, Haltestellenwärter-Häuschen und Treppenaufgängen ausgestattet. Auf einem - nicht mit dem Netz der BVG verbundenen - Gleisstück war sogar ein ausrangierter Berliner U-Bahn-Wagen abgestellt, der als Befehlsstand diente. Die Übungen konnten in Teileinheiten, in Einheiten und auf Verbandsebene durchgeführt werden. Sandwälle schotten den Kern des Ausbildungsgebietes gegen die Sicht nach Süden weitgehend ab. Mit dem Abzug der US-Truppen aus Berlin 1994 wurde die Ausbildungsanlage abgerissen und das Gelände zur weiteren Nutzung an den Senat von Berlin zurückgegeben.
Zur Zeit wird das Gelände als Pferdekoppel verwendet; es gibt wohl Planungen dort ein autofreies Wohnviertel entstehen zu lassen.

Wenn ihr euch weiterführend informieren wollt, empfehlen wir euch folgende Seiten:
Das Gelände ist komplett mit einem 3 m hohen, stacheldrahtbewehrten Zaun umzäunt, der augenscheinlich auch instandgehalten wird - diverse geflickte Löcher zeugen davon.
Von der Teltower Seite aus gibt es eine Möglichkeit auf das Gelände zu kommen. Zu sehen ist aber nicht viel, zumindest für ein ungeschultes Auge.
Das Gelände ist von betonierten Wegen überzogen, dazwischen hügelige Brache, aber nichts was noch auf Bebauung hindeutet - bis auf einen Flaggenmast und einer Handvoll Betonklumpen.
Betreten des Geländes ist nicht nötig und geschieht auf eigene Gefahr!
Zum Cache:
Das Gelände muss nicht betreten werden!
Bitte vorsichtig mit der Konstruktion umgehen und anschließend wieder gut tarnen!
Viel Spaß wünschen euch
