Wilderer Marterl und Geschichten aus Berchtesgaden
Die Wilderer waren früher in Berchtesgaden angesehene Burschen.
Die meistens Sonntags fesch gekleidet mit einem Gamsbart oder einer
Spielhahnfeder am Hut zur Kirche gingen. Die Uhrkette ( Charivari )
mit Hirschkrandeln oder Mankeizähnen verziert. Die bei den Mädchen
hoch im Kurs stehenden Wilderer mussten ihre Leidenschaft oft
bitter bezahlen, mit Gefängnisstrafe oder gar mit dem Wilderertod.

Tragödie am Brandkopf 1855
Gleich dreimal hat Ludwig Eder das tragische Ende des 28 Jahre
alten Wilderers Anton Grassl vom Kressgrabenlehen dargestellt. Eine
Marterltafel befindet sich im Heimatmuseum in Berchtesgaden und
eine andere hat Ludwig Eder für die Eigentümer des Kressgrabenlehen
gemacht. Die dritte befindet sich an der Stelle, an der das Opfer
am Fuß des Brandkopfes am 12. Oktober 1855, beim sogenannten
Pechweinloch, aufgefunden wurde.
Im Sterbebuch der Pfarrei Berchtesgaden aus dem Jahren 1843 –
1857 ist darüber auf Seite 929 Folgendes vermerkt: „Anton
Grassl, Bauernsohn vom Kressgraben, Königssee, led, 28 Jahre, starb
infolge eines Schrotschusses in den Rücken im Wald laut
Gerichtskommission am Abend zwischen 6 und 8 Uhr am 12.10.1855.
Beerdigt am 15.10.1855 früh 8 Uhr von Pater Dominik vom
Kloster.“
Es wird erzählt, dass Anton Grassl wahrscheinlich erst einige Tage
nach der Tat gefunden wurde, was allerdings in einem gewissen
Widerspruch zu den vorstehenden Daten steht. Bis zur Fundstelle
haben sich Schleifspuren hingezogen, die darauf hinweisen, dass er
oben auf der Höhe des Brandkopfes die tödliche Verletzung erlitt.
Der Todesschütze konnte nicht ermittelt werden.
Der Cache befindet sich bei den Koordinaten unterhalb vom
Marterl.
Bitte den Cache wieder so hinlegen wie er vorgefunden wurde, und
bitte nichts zerstören.