Jeder hat sie besucht. An manches erinnert man sich sicherlich
gerne, anderes gerät lieber in Vergessenheit. Wir reden von der
Schulzeit. Die cache-Reihe soll an die verschiedenen Lernorte in
Mönchengladbach führen. Hierbei werdet ihr den (virtuellen)
Stundenplan eines Schülers im Laufe einer Woche durchschreiten und
bei jedem cache ein Rätsel zu einem Fach lösen müssen. Euer
Stundenplan ist der folgende:

Die oben angegebenen Koordinaten sind natürlich
nicht die cache-Koordinaten, sondern verweisen auf das
Schulgebäude.
Schreibt euch unbedingt die Nummer auf den Döschen auf, ihr braucht
sie für den Bonus cache
Realschule
Wickrath
Die Realschule – bis 1964 als Mittelschule
geführt – ist eine allgemeinbildende weiterführende Schule im
Rahmen des gegliederten Schulsystems. Sie umfasst die Klassen 5 bis
10 bzw. 7 bis 10 der Sekundarstufe I und wird mit der Mittleren
Reife (Realschulabschluss/Fachoberschulreife) abgeschlossen.
Nach den Maßgaben des Hamburger Abkommens der
Kultusministerkonferenz (KMK) von 1964 zielt der Unterricht der
Realschule auf die Vermittlung einer erweiterten Grundbildung. Bei
erfolgreichem Abschluss berechtigt diese zur Aufnahme
berufsqualifizierender Bildungsgänge, zum Eintritt in die mittlere
Beamtenlaufbahn oder zum Besuch höherer Berufsfachschulen bzw. von
Fachoberschulen oder der gymnasialen Oberstufe. Dementsprechend ist
der Unterricht praxisbezogen, ohne aber auf
Wissenschaftsorientierung zu verzichten. Einen breiten Raum nimmt
die Thematik der Berufswahlvorbereitung ein, die auf Grund ihrer
Komplexität nicht nur in einem, sondern in verschiedenen
Unterrichtsfächern, zum Teil fächerübergreifend, bearbeitet
wird.
Ab der 7. Klasse besteht für die Schüler die Möglichkeit, im Rahmen
des sogenannten Wahlpflichtunterrichts zwischen unterschiedlichen
fachlichen Profilen zu wählen. In der Regel bieten die Profile eine
naturwissenschaftlich-technische oder wirtschafts- bzw.
gesellschaftskundliche Grundbildung an oder ermöglichen das
Erlernen einer zweiten Fremdsprache. Welche Richtungen oder
Wahlmöglichkeiten angeboten werden, hängt vom jeweiligen Bundesland
und gegebenenfalls auch von der einzelnen Schule selbst
ab.
Nähere Infos zur Realschule Wickrath gibt's auf der homepage
An den oben angegebenen Koordinaten befindet ihr euch am
Eingangstor der Realschule. Es gibt ein kleineres und ein größeres
Tor. Wieviele senkrechte Streben hat das größere Tor (ohne Rahmen).
Diese Zahl ist Z.
Donnerstag, 5. Stunde:
Literatur
Habt ihr auch in der Schule soviel lesen müssen. Ich habe meine
gesammelten Werke aus der Schulzeit noch einmal vor den PC
geschleppt und stelle euch im Folgenden mal alles vor. Ich habe
jeweils die Anfänge dieser Werke eingetippt und ihr müsst natürlich
Fragen dazu beantworten.
Werk 1:
WENDLA. Warum hast du mir das Kleid so lang gemacht, Mutter?
FRAU BERGMANN. Du wirst vierzehn Jahr heute!
WENDLA. Hätt ich gewußt, daß du mir das Kleid so lang machen
werdest, ich wäre lieber nicht vierzehn geworden.
FRAU BERGMANN. Das Kleid ist nicht zu lang, Wendla. Was willst du
denn! Kann ich dafür, daß mein Kind mit jedem Frühjahr wieder zwei
Zoll größer ist. Du darfst doch als ausgewachsenes Mädchen nicht in
Prinzeßkleidchen einhergehen.
WENDLA. Jedenfalls steht mir mein Prinzeßkleidchen besser als diese
Nachtschlumpe. – Laß mich's noch einmal tragen, Mutter! Nur
noch den Sommer lang. Ob ich nun vierzehn zähle oder fünfzehn, dies
Bußgewand wird mir immer noch recht sein. – Heben wir's auf
bis zu meinem nächsten Geburtstag; jetzt würd ich doch nur die
Litze heruntertreten.
Wendla stirbt im Laufe des Buches. Ihr Todesdatum
ist der A.Oktober 1892
Werk 2:
Habe nun, ach! Philosophie,
Juristerei und Medizin,
Und leider auch Theologie
Durchaus studiert, mit heißem Bemühn.
Da steh' ich nun, ich armer Tor,
Und bin so klug als wie zuvor!
Heiße Magister, heiße Doktor gar,
Und ziehe schon an die zehen Jahr'
Herauf, herab und quer und krumm
Meine Schüler an der Nase herum –
Und sehe, daß wir nichts wissen können!
Wie heißt die Hauptfigur mit Vornamen. Gesucht
ist der Buchstabenwert = B
Werk 3:
KENNEDY. Was macht Ihr, Sir? Welch neue Dreistigkeit!
Zurück von diesem Schrank!
PAULET.Wo kam der Schmuck her?
Vom obern Stock ward er herabgeworfen,
Der Gärtner hat bestochen werden sollen
Mit diesem Schmuck – Fluch über Weiberlist!
Trotz meiner Aufsicht, meinem scharfen Suchen,
Noch Kostbarkeiten, noch geheime Schätze!
Sich über den Schrank machend.
Wo das gesteckt hat, liegt noch mehr!
KENNEDY.Zurück, Verwegner!
Hier liegen die Geheimnisse der Lady.
PAULET. Die eben such ich. Schriften hervorziehend.
Wie hieß die Mutter der Hauptfigur ?
Buchstabenwert des vollständigen Namens (3 Worte) =
C
Werk 4:
PRÄSIDENT. Nehmen Sie Platz Baron. Der Kellner wird uns sofort
einen Porto bringen, meine Spezialmarke. Wir müssen diesen Tag
feiern, er dürfte in die Geschichte eingehen.
BARON. Einen Porto! Schön.
PRÄSIDENT. Zigarre? Sie trägt meinen Namenszug.
BARON. Eine Narghile würde besser passen. Ich komme mir vor wie in
einem arabischen Märchen. Als wäre ich in Bagdad am Morgen, wenn
die Diebe Bekanntschaft schließen und sich, bevor sie ihr Glück
aufs neue versuchen, ihr Leben erzählen
Dieses Stück wurde unter der Regie von Bryan
Forbes verfilmt, mit Katharine Hepburn in der Hauptrolle. Das war
im Jahr D
Werk 5:
Mann. Name?
Axel. Axel Grove.
Mann. Alter?
Axel. Die Antwort ist E
Mann. Sie suchen eine Heuer als -?
Axel. Leichtmatrose
Mann. (blättert). Sie sind auch als Heizer gefahren?
Axel. Ja. Auf der Batavia
Werk 6:
NORA. Tu den Tannenbaum gut weg, Helene. Die Kinder dürfen ihn
jedenfalls erst heut abend sehen, wenn er geputzt ist. Zum
Dienstmann, indem sie ihr Portemonnaie hervorzieht. Wieviel
–?
DIENSTMANN. Fünfzig Öre.
NORA. Da ist eine Krone. Nein – behalten Sie den Rest. Der
Dienstmann dankt und geht. Nora schließt die Tür. Sie lacht noch
immer stillvergnügt vor sich hin, während sie den Hut und Mantel
ablegt. Sie zieht eine Tüte mit Makronen aus der Tasche und ißt ein
paar; dann geht sie vorsichtig an die Tür ihres Mannes und lauscht.
Ja, er ist zu Hause. Trällert wieder leise vor sich hin, indem sie
rechts an den Tisch tritt.
HELMER in seinem Zimmer. Zwitschert da draußen die
Lerche?
NORA während sie einige Pakete öffnet. Ja, das tut
sie!
HELMER. Poltert da das Eichhörnchen herum?
NORA. Ja!
Aus wievielen Akten besteht dieses Theaterstück?
Die Antwort ist F
Werk 7:
Es eröffnet sich zu dieser unserer Zeit (von welcher man glaubt,
daß es die letzte sei) unter geringen Leuten eine Sucht, in der die
Patienten, wenn sie daran krank liegen, und soviel zusammen
geraspelt und erschachert haben, daß sie neben ein paar Hellern im
Beutel ein närrisches Kleid auf die neue Mode mit tausenderlei
seidenen Bändern antragen können, oder sonst etwa durch Glücksfall
mannhaft und bekannt worden, gleich rittermäßige Herren und adelige
Personen von uraltem Geschlecht sein wollen; da sich doch oft
befindet, daß ihre Voreltern Taglöhner, Karchelzieher und
Lastträger; ihre Vettern Eseltreiber; ihre Brüder Büttel und
Schergen; ihre Schwestern Huren; ihre Mütter Kupplelerinnen oder
gar Hexen; und in Summa ihr ganzes Geschlecht von allen 32 Anichen
her also besudelt und befleckt gewesen, als des Zuckerbastels Zunft
zu Prag immer sein mögen; ja sie, diese neuen Nobilisten sind oft
selbst so schwarz, als wenn sie in Guinea geboren und erzogen wären
worden.
Wo ist der Autor geboren? Buchstabenwert des
Ortes = G
Werk 8:
Irgendwer hatte ihn Polykarp getauft. Und diesen Namen behielt er,
solange er unseren Vorgarten beherrschte.
Zu einer grünen Hose und einer roten Weste trug Polykarp eine blaue
Zipfelmütze. Seine linke Hand steckte in der Hosentasche, mit der
rechten umfasste er eine lange Pfeife. So stand er mitten auf dem
Rasen und blickte über den Vorgarten wie jemand, der seinen
Feierabend genießt.
Polykarp verließ seinen Platz nie. Wuchs das Gras zu hoch,
verwehrte es ihm die Sicht auf die Dahlien am Gartenzaun, dann
kroch die Frau des Hausbesitzers auf den Knien mit der Rasenschere
über die kleine Wiese und schnitt die Halme bis auf
Streichholzlänge ab.
Herrn Resch, den Hausbesitzer selber, sah man nur an hohen
Feiertagen, wenn schönes Wetter war. Langsam schritt er bis zur
Mitte seines Vorgartens. Seine Frau brachte ihm rasch einen Stuhl
nach und schnaufend setzte er sieh neben Polykarp, seinen
Gartenzwerg. Genau eine Stunde blieb der dicke Herr Resch auf dem
Stuhl sitzen. Er schaute auf die Straße und musterte die
Vorübergehenden. Dann erhob er sich, umkreiste einmal Polykarp und
begab sich prustend wieder in sein Haus. Bis zum nächsten Feiertag
beobachtete er Polykarp, den Vorgarten und die Straße nur vom
Fenster aus.
Herr Resch war nicht bloß Hausbesitzer. Als Vertreter für
Badeanzüge hatte er angefangen. Mit den Jahren war ihm der
Aufstieg zum Großhandelsvertreter gelungen. Nun ließ er andere für
sich arbeiten. Er selbst saß am Fernsprecher und leitete seine
Geschäfte von dort aus. Endlich durfte er herrschen - und er ließ
es jeden spüren: Sein Haus war sein Herrschaftsbereich; Vertreter
und Hausbewohner waren seine Untertanen.
Wir wohnten im ersten Stock. Oder nein, meine EItern wohnten damals
im ersten Stock. Mein Vater war arbeitslos und wollte schon die
Wohnung bei Herrn Resch gegen eine kleinere eintauschen, als ich
mich anmeldete.
Im Jahre 1925 hatten die meisten Deutschen keine Ersparnisse mehr,
denn eben erst war die Geldentwertung überstanden. Bald eine
lohnende Beschäftigung zu finden, dafür bestanden geringe
Aussichten. Not und Arbeitslosigkeit nahmen überall zu.
So machten sich meine Eltern noch mehr Sorgen, als ich zur Welt
kam: Auch ich wollte essen und musste angezogen werden.
Genau eine Woche nach meinem Geburtstag wurde ???
geboren.
Gesucht ist der Buchstabenwert des Namens (Vor-
und Zuname), der an der Stelle der ??? steht. Das ist das
H
Werk 9:
Der Erste : Die „Gudrun“, Hamburg – Neapel.
Der Zweite : Um elfuhrsiebenundzwanzig kommt der „Rasende
Roland“, Venedig – Stockholm.
Der Dritte : Das einzige Vergnügen, das wir noch haben: Zügen
nachschauen.
Der Vierte : Vor fünf Jahren hielten die „Gudrun“ und
der „Rasende Roland“ in Güllen.
Dazu noch der „Diplomat“ und die „Lorelei“,
alles Expreßzüge von Bedeutung.
Der Erste : Von Weltbedeutung.
Der Zweite : Nun halten nicht einmal die Personenzüge. Nur zwei von
Kaffigen und der einuhrdreizehn von Kalberstadt.
Der Dritte : Ruiniert.
Der Vierte : Die Wagnerwerke zusammengekracht.
Der Erste : Bockmann bankrott.
Der Zweite : Die Platz-an-der-Sonnehütte eingegangen.
Der Dritte : Leben von der Arbeitslosenunterstützung.
Der Vierte : Von der Suppenanstalt.
Der Erste : Leben?
Der Zweite : Vegetieren.
Der Dritte : Krepieren.
Der Vierte : Das ganze Städtchen.
Glockenton.
Der Zweite : Höchste Zeit, daß die Milliardärin kommt.
Wie heißt die Milliardärin (Vor- und Zuname)? Der
Buchtabenwert des vollständigen Namens ist I
Werk 10:
Es war schon dunkel, als ich in Bonn ankam, ich zwang mich, meine
Ankunft nicht mit der Automatik ablaufen zu lassen, die sich in
fünfjährigem Unterwegssein herausgebildet hat: Bahnsteigtreppe
runter, Bahnsteigtreppe rauf, Reisetasche abstellen, Fahrkarte aus
der Manteltasche nehmen, Reisetasche aufnehmen, Fahrkarte abgeben,
zum Zeitungsstand, Abendzeitungen kaufen, nach draußen gehen und
ein Taxi heranwinken. Fünf Jahre lang bin ich fast jeden Tag
irgendwo abgefahren und irgendwo angekommen, ich ging morgens
Bahnhofstreppen rauf und runter und nachmittags Bahnhofstreppen
runter und rauf, winkte Taxis heran, suchte in meinen Rocktaschen
nach Geld, den Fahrer zu bezahlen, kaufte Abendzeitungen an Kiosken
und genoß in einer Ecke meines Bewußtseins die exakt einstudierte
Lässigkeit dieser Automatik. Seitdem Marie mich verlassen hat, um
Züpfner, diesen Katholiken, zu heiraten, ist der Ablauf noch
mechanischer geworden, ohne an Lässigkeit zu verlieren. Für die
Entfernung vom Bahnhof zum Hotel, vom Hotel zum Bahnhof gibt es ein
Maß: den Taxameter. Zwei Mark, drei Mark, vier Mark fünfzig vom
Bahnhof entfernt. Seitdem Marie weg ist, bin ich manchmal aus dem
Rhythmus geraten, habe Hotel und Bahnhof miteinander verwechselt,
nervös an der Portierloge nach meiner Fahrkarte gesucht oder den
Beamten an der Sperre nach meiner Zimmernummer gefragt,
irgendetwas, das Schicksal heißen mag, ließ mir wohl meinen Beruf
und meine Situation in Erinnerung bringen. Ich bin ein Clown,
offizielle Berufsbezeichnung: Komiker, keiner Kirche
steuerpflichtig, siebenundzwanzig Jahre alt, und eine meiner
Nummern heißt: Ankunft und Abfahrt, eine (fast zu) lange Pantomime,
bei der der Zuschauer bis zuletzt Ankunft und Abfahrt verwechselt;
da ich diese Nummer meistens im Zug noch einmal durchgehe (sie
besteht aus mehr als sechshundert Abläufen, deren Choreographie ich
natürlich im Kopf haben muß), liegt es nahe, daß ich hin und wieder
meiner eigenen Phantasie erliege: in ein Hotel stürze, nach der
Abfahrtstafel ausschaue, diese auch entdecke, eine Treppe hinauf-
oder hinunterrenne, um meinen Zug nicht zu versäumen, während ich
doch nur auf mein Zimmer zu gehen und mich auf die Vorstellung
vorzubereiten brauche. Zum Glück kennt man mich in den meisten
Hotels; innerhalb von fünf Jahren ergibt sich ein Rhythmus mit
weniger Variationsmöglichkeiten, als man gemeinhin annehmen mag -
und außerdem sorgt mein Agent, der meine Eigenheiten kennt, für
eine gewisse Reibungslosigkeit. Was er "die Sensibilität der
Künstlerseele" nennt, wird voll respektiert, und eine "Aura des
Wohlbefindens" umgibt mich, sobald ich auf meinem Zimmer bin:
Blumen in einer hübschen Vase, kaum habe ich den Mantel abgeworfen,
die Schuhe (ich hasse Schuhe) in die Ecke geknallt, bringt mir ein
hübsches Zimmermädchen Kaffee und Kognak, läßt mir ein Bad
einlaufen, das mit grünen Ingredienzien wohlriechend und beruhigend
gemacht wird. In der Badewanne lese ich Zeitungen, lauter
unseriöse, bis zu sechs, mindestens aber drei, und singe mit mäßig
lauter Stimme ausschließlich Liturgisches: Choräle, Hymnen,
Sequenzen, die mir noch aus der Schulzeit in Erinnerung sind. Meine
Eltern, strenggläubige Protestanten, huldigten der Nachkriegsmode
konfessioneller Versöhnlichkeit und schickten mich auf eine
katholische Schule. Ich selbst bin nicht religiös, nicht einmal
kirchlich, und bediene mich der liturgischen Texte und Melodien aus
therapeutischen Gründen: sie helfen mir am besten über die beiden
Leiden hinweg, mit denen ich von Natur belastet bin: Melancholie
und Kopfschmerz. Seitdem Marie zu den Katholiken übergelaufen ist
(obwohl Marie selbst katholisch ist, erscheint mir diese
Bezeichnung angebracht), steigert sich die Heftigkeit dieser beiden
Leiden, und selbst das Tantum Ergo oder die Lauretanische Litanei,
bisher meine Favoriten in der Schmerzbekämpfung, helfen kaum noch.
Es gibt ein vorübergehend wirksames Mittel: Alkohol-, es gäbe eine
dauerhafte Heilung: Marie; Marie hat mich verlassen. Ein Clown, der
ans Saufen kommt, steigt rascher ab, als ein betrunkener Dachdecker
stürzt.
In welchem Jahr bekam der Autor den Nobelpreis
für Literatur? Die Antwort ist J
Werk 10:
Der blondhaarige Junge glitt das letzte Stück Felsen hinab und
begann, sich zur Lagune durchzuarbeiten. Er hatte sein Schultrikot
ausgezogen und schleifte es mit der Hand nach. Trotzdem haftete das
graue Hemd naß an seinem Körper, und die Haare klebten ihm auf der
Stirn. Um ihn her, in der Schneise, die dem Dschungel gerissen
worden war, kochte die Luft. Er kletterte mühsam durch ein Gewirr
von Schlingpflanzen und zersplitterten Stämmen, als ein Vogel,
nicht mehr als ein Fleck aus Rot und Gelb, mit dämonischem Ruf
emporschoß; und diesem Ruf folgte ein zweiter wie ein Echo.
» He! « tönte es, »warte mal. «
Das Dickicht am Rand der Schneise bewegte sich, und Regentropfen
fielen klatschend von den Blättern.
»Augenblick«, sagte die Stimme, »ich häng hier fest. «
Der Blonde blieb stehen und zog mit einem Ruck seine Strümpfe hoch:
für den Bruchteil einer Sekunde versank bei dieser vertrauten
Bewegung der Dschungel, und es war wie zu Hause in England.
Wieder ertönte die Stimme.
»Man kann sich kaum bewegen bei dem Schlingzeug hier. «
Der, dem die Stimme gehörte, schaffte sich rückwärts aus dem
Buschwerk heraus, Zweige zerrten an seiner schmierigen Windbluse.
Seine nackten Kniekehlen waren fleischig und von Dornen zerkratzt.
Er bückte sich, zog vorsichtig die Dornen heraus und wandte sich
um. Er war kleiner als der Blonde und sehr dick. Er kam näher, bei
jedem Schritt einen sicheren Stand für seine Füße suchend, und
blickte durch dicke Brillengläser zu dem andern auf.
Und schon wieder ein Literaturnobelpreisträger
als Autor. Wann gab's hier den begehrten Preis? Jahr =
K
Werk 11:
WOYZECK. Ja Andres; den Streif da über das Gras hin, da rollt
Abends der Kopf, es hob ihn einmal einer auf, er meint' es wär' ein
Igel. Drei Tag und drei Nächt und er lag auf den Hobelspänen Leise.
Andres, das waren die Freimaurer, ich hab's, die Freimaurer,
still!
ANDRES singt.
Saßen dort zwei Hasen,
Fraßen ab das grüne, grüne Gras ...
WOYZECK. Still! Es geht was!
ANDRES.
Fraßen ab das grüne, grüne Gras
Bis auf den Rasen.
Wer spielt in der Verfilmung von 1979 die
Hauptrolle (Vor- und Zuname). Gesucht ist der Buchstabenwert des
Schauspielernamens =L
Werk 11:
Da er Raat hieß, nannte die ganze Schule ihn Unrat. Nichts konnte
einfacher und natürlicher sein. Der und jener Professor wechselten
zuweilen ihr Pseudonym. Ein neuer Schub Schüler gelangte in die
Klasse, legte mordgierig eine vom vorigen Jahrgang noch nicht genug
gewürdigte Komik an dem Lehrer bloß und nannte sie schonungslos bei
Namen. Unrat aber trug den seinigen seit vielen Generationen, der
ganzen Stadt war er geläufig, seine Kollegen benutzten ihn
außerhalb des Gymnasiums und auch drinnen, sobald er den Rücken
drehte. Die Herren, die in ihrem Hause Schüler verpflegten und sie
zur Arbeit anhielten, sprachen vor ihren Pensionären vom Professor
Unrat. Der aufgeweckte Kopf, der den Ordinarius der Untersekunda
hätte neu beobachten und nochmals abstempeln wollen, wäre nie
durchgedrungen; schon darum nicht, weil der gewohnte Ruf auf den
alten Lehrer noch so gut seine Wirkung übte wie vor sechsundzwanzig
Jahren. Man brauchte nur auf dem Schulhof, sobald er vorbeikam,
einander zuzuschreien: "Riecht es hier nicht nach Unrat?" Oder:
"Oho! Ich wittere Unrat!"
Und sofort zuckte der Alte heftig mit der Schulter, immer mit der
rechten, zu hohen, und sandte schief aus seinen Brillengläsern
einen grünen Blick, den die Schüler falsch nannten, und der scheu
und rachsüchtig war: der Blick eines Tyrannen mit schlechtem
Gewissen, der in den Falten der Mäntel nach Dolchen späht. Sein
hölzernes Kinn mit dem dünnen, graugelben Bärtchen daran klappte
herunter und hinauf. Er konnte dem Schüler, der geschrien hatte,
"nichts beweisen" und mußte weiterschleichen auf seinen magern,
eingeknickten Beinen und unter seinem fettigen Maurerhut.
Zu seiner Jubelfeier im Vorjahr hatte das Gymnasium ihm einen
Fackelzug gebracht. Er war auf seinen Balkon getreten und hatte
geredet. Während alle Köpfe, in den Nacken gelegt, zu ihm
hinaufsahen, war plötzlich eine unschöne Quetschstimme losgegangen:
"Da ist Unrat in der Luft!" Andere hatten wiederholt: "Unrat in der
Luft! Unrat in der Luft!"
Das Alter des Professors ist
M
Werk 12:
Der Steppenwolf war ein Mann von annähernd fünfzig Jahren, der vor
einigen Jahren eines Tages im Hause meiner Tante vorsprach und nach
einem möblierten Zimmer suchte. Er mietete die Mansarde oben im
Dachstock und die kleine Schlafkammer daneben, kam nach einigen
Tagen mit zwei Koffern und einer großen Bücherkiste wieder und hat
neun oder zehn Monate bei uns gewohnt. Er lebte sehr still und für
sich, und wenn nicht die nachbarliche Lage unsrer Schlafräume
manche zufällige Begegnung auf Treppe und Korridor herbeigeführt
hätte, wären wir wohl überhaupt nicht miteinander bekannt geworden,
denn gesellig war dieser Mann nicht, er war in einem hohen, von mir
bisher bei niemandem beobachteten Grade ungesellig, er war
wirklich, wie er sich zuweilen nannte, ein Steppenwolf, ein
fremdes, wildes und auch scheues, sogar sehr scheues Wesen aus
einer anderen Welt als der meinigen. In wie tiefe Vereinsamung er
sich auf Grund seiner Anlage und seines Schicksals hineingelebt
hatte und wie bewußt er diese Vereinsamung als sein Schicksal
erkannte, dies erfuhr ich allerdings erst aus den von ihm hier
zurückgelassenen Aufzeichnungen; doch habe ich ihn immerhin schon
vorher durch manche kleine Begegnungen und Gespräche einigermaßen
kennengelernt und fand das Bild, das ich aus seinen Aufzeichnungen
von ihm gewann, im Grunde übereinstimmend mit dem freilich
blasseren und lückenhafteren, wie es sich mir aus unsrer
persönlichen Bekanntschaft ergeben hatte.
Wie heißt der Steppenwolf wirklich. N ist
der Buchstabenwert des Vornamens.
Werk 13:
Es war ein klarer, kalter Tag im April, und die Uhren schlugen
gerade dreizehn, als Winston Smith, das Kinn an die Brust gepresst,
um dem rauen Wind zu entgehen, rasch durch die Glastüren eines der
Häuser des Victory-Blocks schlüpfte, wenn auch nicht rasch genug,
als dass nicht zugleich mit ihm ein Wirbel griesigen Staubs
eingedrungen wäre.
Im Flur roch es nach gekochtem Kohl und feuchten Fußmatten. An der
Rückwand war ein grellfarbiges Plakat, das für einen Innenraum
eigentlich zu groß war, mit Reißnägeln an der Wand befestigt. Es
stellte nur ein riesiges Gesicht von mehr als einem Meter Breite
dar: das Gesicht eines Mannes von etwa fünfundvierzig Jahren, mit
dickem schwarzen Schnauzbart und ansprechenden, wenn auch derben
Zügen. Winston ging die Treppe hinauf. Es hatte keinen Zweck, es
mit dem Aufzug zu versuchen. Sogar zu den günstigsten Stunden des
Tages funktionierte er nur selten, und zur Zeit war tagsüber der
elektrische Strom abgestellt. Das gehörte zu den wirtschaftlichen
Maßnahmen der in Vorbereitung befindlichen Hass-Woche. Die Wohnung
lag sieben Treppen hoch, und der neununddreißigjährige Winston, der
über dem rechten Fußknöchel dicke Krampfaderknoten hatte, ging sehr
langsam und ruhte sich mehrmals unterwegs aus. Auf jedem
Treppenabsatz starrte ihn gegenüber dem Liftschacht das Plakat mit
dem riesigen Gesicht an. Es gehörte zu den Bildnissen, die so
gemalt sind, dass einen die Augen überallhin verfolgen.
Berechne die Quersumme des Buchtitels =
O.
Werk 14:
GALILEI (sich den Oberkörper waschend, prustend und fröhlich).
Stell die Milch auf den Tisch, aber klapp kein Buch zu.
ANDREA Mutter sagt, wir müssen den Milchmann bezahlen. Sonst macht
er bald einen Kreis um unser Haus, Herr Galilei.
GALILEI Es heißt: er beschreibt einen Kreis, Andrea.
ANDREA Wie Sie wollen. Wenn wir nicht bezahlen, dann beschreibt er
einen Kreis um uns, Herr Galilei.
GALILEI Während der Gerichtsvollzieher, Herr Lambione, schnurgerade
auf uns zu kommt, indem er was für eine Strecke zwischen zwei
Punkten wählt?
ANDREA (grinsend) Die kürzeste.
Wie heißt der Autor mit vollständigem Namen (4
Worte)? P = Buchstabenwert des Namens.
Als Hilfskoordinate des Rätsels ergibt sich:
Nord: (C*D*E) - (B*J) + I + O - H
Ost: (F*G*K) - (A*P) + N*(N - M) - E - L
Deine Lösung für die Koordinaten des Rätsels
kannst du auf geochecker.com überprüfen.
Geochecker.com.
Achtung. Das sind noch nicht die cache-Koordinaten.
Rechnet dazu noch Nord + 2*Z + 78, Ost + 4*Z +
158.
Viel Spaß beim Rückerinnern an die Schulzeit und beim Lösen des
Rätsels.