Jedem Hallenser ist dieser Bahnhof wohl besser unter dem Namen "Heidebahnhof" bekannt. Errichtet wurde das Bahnhofsgebäude zwischen 1894 und 1896 im Rahmen der Bauarbeiten einer neuen Eisenbahnlinie zwischen Halle und Hettstedt. Die Dölauer Heide war damals das einzige Erholungsgebiet in der Umgebung von Halle. Dorthin bewegte sich an den Wochenenden immer ein Strom erholungssuchender Menschen.

Die Halle-Hettstedter-Eisenbahn-Aktiengesellschaft baute diesen Bahnhof, der ausschließlich dem Reiseverkehr diente. So konnte der Hallenser 1913 für 25 Pfennig in einem Wagen 3. Klasse (40 Pf. 2. Klasse) in die Heide fahren. Der Heidebahnhof bekam ein Hauptgleis und dazu noch ein Kreuzungsgleis. Das einzige Personal war der Schrankenwärter, welcher gleichzeitig auch die Aufsicht und den Fahrkartenverkauf erledigte. Schon seit der Eröffnung gab es ein Ausflugslokal auf dem Bahnhofsgelände, im zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude in seiner ursprünglichen Bauweise durch Bombardierung schwer beschädigt (man vermutete V-2-Fabriken). Heute ist noch das Hauptgebäude und das alte Plums-Klo-Gebäude erhalten.
1894 begannen die Bauarbeiten zur Halle-Hettstedter-Eisenbahn unter Regie einer Aktiengesellschaft. Die Bauausführung oblag dem Unternehmen Lenz & Co. Die Vollendung und Erstbefahrung war am 20. Mai 1896. Die Privat-Bahn war in ihrer Blütezeit mit einer Streckenlänge von ca. 60 km eine der bedeutendsten Bahnen im deutschsprachigen Raum. Der Ausgangspunkt der Strecke war am Bahnhof Klaustor (Mansfelder Straße), weiter über Nietleben-Heidebahnhof-Dölau-Lieskau-Salzmünde-Fienstedt-Schochwitz-Beesenstedt(Ost) - Beesenstedt - Schwittersdorf - Rottelsdorf - Burgsdorf-Polleben-Heiligenthal-Gerbstedt-Welfesholz-Hettstedt. Alle Züge fuhren mit Wagen der 2.-4. Wagenklasse.
Mit dem Aufbau von Halle-Neustadt legte man Anfang März 1968 den Streckenabschnitt Klaustor - Heiligenthal still. 1970/71 wurden Teile der alten Strecke Nietleben - Dölau in das hallesche S-Bahn-Netz übernommen. Am 1.August 2002 wurde der Zugverkehr auch auf dieser Strecke vollständig eingestellt.

Heute ist der Heidebahnhof ein beliebtes Ausflugsziel mit gepflegter Gastronomie und Pension, unser mitwissender Wirt lädt euch gern zum Verweilen ein.
Nun aber endlich zum Cache:
Beginnend an den Startkoordinaten befindet ihr euch und bleibt auch immer auf erlaubtem (zugänglichem) Bahnhofs-Gelände. An der ersten Station bekommt ihr den Hinweis zum Final in haptischer Form. Die Station eins ist ungefährlich, also traut euch! Der freundliche Wirt des Heidebahnhofes (es ist sein Privatgrundstück) ermöglichte uns diesen Cache und sein Personal ist auch eingeweiht. Es muss nix verbogen, abgeschraubt oder herumgewühlt werden, entdeckt mit Spaß den Zugang zum Final.
Viel Spaß wünscht euch >
der Logbuchbehälter ist Bestandteil des Caches!