Das unten stehende Bild stammt vom Weltraumteleskop
Hubble und zeigt eine Reihe äußerst junger Sternen in der Kleinen
Magellanschen Wolke. Diese Satellitengalaxie unserer Milchstraße
ist in der südlichen Hemisphäre mit bloßem Auge zu erkennen und
liegt 210.000 Lichtjahre von der Erde entfernt.
Dank Hubbles exzellentem Auflösungsvermögen
gelang es, Sterne aufzuspüren, die sich gerade aus dem Kollaps von
Gaswolken bilden. Keiner dieser Sternen-Säuglinge hat bislang sein
nukleares Feuer im Inneren gezündet. Die kleinsten dieser
neugeborenen Sterne haben eine Masse, die etwa der halben Masse
unserer Sonne entspricht.
In der Kleinen Magellanschen Wolke konnte Hubble
insgesamt drei verschiedene Populationen von Sternen aufspüren und
allein in NGC 346 entdeckte das Teleskop 70.000 Sterne. Die älteste
Population entstand vor 4,5 Milliarden Jahren, also ungefähr
zusammen mit unserer Sonne. Die jüngere Population entstand vor
rund 5 Millionen Jahren, als auf der Erde die ersten Lebewesen sich
gerade im aufrechten Gang versuchten. Massearme Sterne brauchen
besonders lange um zu zünden und sich so zu "richtigen" Sternen zu
entwickeln, so dass auch diese protostellare Population ein Alter
von rund fünf Millionen Jahren hat.
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