Anreise: Parkmöglichkeit zwischen Watzendorf und
Hasendorf, kurz vor Ortseinfahrt Hasendorf - Asphaltstraße in den
Wald (bergauf) - unten parken (Koordinaten siehe
Waypoint)!
Im Hügelland zwischen Perschlingfluss und Tullnerfeld
eingebettet, liegt w. von Atzenbrugg Hasendorf direkt an der
W-Grenze des Bezirkes. Ein niedriger Rücken fällt w. gegen das Dorf
steil ab, senkt sich aber allmählich gegen N. Auf dem Hügelkamm
übereinander in 100 m Abstand 2
Hausberganlagen.
Das höher gelegene, größere Erdwerk ist dicht mit Bäumen
bestanden und heißt Großer Venusberg. Das kleinere
Vorwerk ist Weide- und Wiesenland und wird als Kleiner
Venusberg bezeichnet.
Die Anlage wird von Schad'n wie folgt beschrieben:
Das Hauptwerk besteht aus einem zur Gänze aufgeschütteten
Kegelstumpf mit steil abfallenden Seitenwänden, der von einem
breiten Rundgraben umgeben ist. Die sorgfältig geebnete Plattform
bildet ein schmales Oval von 21- 26 m Durchmesser, die Kegelhöhe
beträgt etwa 15 m, die Breite des Grabens 10-11 m. Zur Auffahrt
muss eine auf Pfählen ruhende Brücke gedient haben, da anders die
verhältnismäßig große Steigung nicht zu bewältigen war. Der Fuß des
Kegels ist stark abgeackert, das Plateau und der
Mantel sind dicht mit Bäumen besetzt.

Das Vorwerk bildet einen trapezförmigen Pyramidenstumpf mit
abgerundeten Kanten, dessen Fuß ein niedriger sockelartiger
Vorsprung umläuft; er wird bergseits (gegen das Hauptwerk zu) von
einem Graben umsäumt und hat an der freiliegenden Nordwestseite ein
großes pyramidenförmiges Plateau vorgelagert. Der Hochkörper ist an
der Bergseite etwa 5 m, an der Talseite gegen 10 m hoch; seine
Plattform hat einen verhältnismäßig kleinen Umfang: Länge der
parallelen Seiten 20 und 15 m, der beiden anderen 11 und 5 m. Auf
der Westseite führt ein Stollen ins Innere des Berges, den man nur
gebückt betreten kann; er ist 8 Schritte lang und besitzt auf der
rechten Seite eine bequeme Sitznische.
Auf Vischers Stich von 1672 sieht man im Hintergrund eine Ruine
auf dem Kleinen Venusberg; der große ist bereits bewaldet. Die
Erdwerke sind die eindrucksvollsten des Bezirkes.
Die Venusberge der Gegend sollen in den Zeiten der
Türkenbelagerungen auch als Signalanlagen (Feuer-
und Rauchzeichen) gedient haben.
Mehr Infos zur kleinen Ortschaft Hasendorf findet ihr hier.
Tipp: Beim Dorfwirten Happy Pepi kann man
gemütlich einkehren (unter der Woche ab 16:00 Uhr)
und auch gleich den Hasendorfer Pranger in Augenschein nehmen.
