Das Türkenbründl
"Die Weibsbilder geschändet, Männer, Weiber und Kinder in Ketten
weggeführt" - Die Chronik des Stiftes Göß schildert anschaulich,
was Menschen erwartete, wenn sie in die Hände der "Renner und
Brenner", der Türken fielen. Die Sage vom "Türkenbrünnlein im
Utschgraben" erzählt uns, dass es ein heißer Tag zu Anfang August
war. Im Utschtal war gerade der Haferschnitt abends glücklich
beendet, als die Bauern und Dienstleute plötzlich auf der Mugel ein
Feuer wahrnahmen. Auch Feuer auf dem Reiting, dem Madereck und dem
Rennfeld bestätigten die große Gefahr. Die Sage berichtet, dass die
Leute schnell handelten. Frauen packten Lebensmittel zusammen und
trieben das Vieh den Utschgraben aufwärts in die Waldungen unter
dem Eisenpass. Die wehrhaften Männer trafen sich beim letzten
Brünnlein im Graben, der engsten Stelle des Tales. An dieser Stelle
wurde das Tal abgeriegelt und mit unüberwindbaren Hindernissen
versperrt. Einen Tag später kamen die Türken ins Utschtal und zogen
weiter den Utschgraben aufwärts, bis sie zur Absperrung kamen, die
sie nicht umgehen konnten. Plötzlich rollten gewaltige Felstrümmer
und ganze Baumstämme von den Hängen. Mit grauenvollen Geheul
flüchteten die Türken und die Einheimischen konnten wieder
unversehrt in ihre Häuser zurückkehren.
Zum Cache
Achtung der Cache befindet sich in einem schmalen Tal unter
Laubbäumen, dementsprechend schlecht sind der Satelitenempfang und
die Koordinaten. Aber wenn du vor der Informationstafel vom
Türkenbründl stehst, sollte das geschulte "Cacher-Auge" den Schatz
schon erspähen.