Landschaftliche Pfarre Mariahilf

Mit Mariahilf in Innsbruck
unterhält das Land Tirol eine eigene Pfarre. Die Mariahilfkirche am
linken Innufer verdankt ihre Entstehung dem Dank des Landes für die
abgewandte Gefahr des Dreißigjährigen Krieges, der in der ersten
Hälfte des 17. Jahrhunderts halb Europa verwüstete. Als 1646/47 die
feindlichen Heere in Tirol einzufallen drohten, vertrauten sich die
Tiroler Stände (die Landschaft) der Hilfe der Gottesmutter Maria an
und gelobten, ihr zu Ehren eine Kirche zu bauen. Im Stiftsbrief vom
1. Februar 1647, der im Original in der Kunstkammer Mariahilf zu
besichtigen ist, sind die Verbindlichkeiten, die das Land Tirol
damit übernahm, im Detail festgeschrieben. In Treue zu diesem
Gelöbnis hält das Land Tirol diese Stiftung nun seit über 350Jahre
aufrecht.

Die Stiftung beinhaltet die
Erhaltung der Kirche und der pfarrlichen
Gebäude, der seit 1786 bestehenden dazugehörigen Seelsorge und die
Besoldung des Pfarrers bzw. Kaplans und des Mesners. Der
Landschaftliche Pfarrer ist neben seiner Aufgabe als Seelsorger der
Pfarre auch für die Messen des Tiroler Landtages in der
Georgskapelle im Landhaus zuständig. Patronatsherr der
Mariahilfkirche ist der Präsident des Tiroler Landtages.