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Drunter und Drüber: Die Allgäuer Alpen EarthCache

Hidden : 10/9/2011
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
2.5 out of 5

Size: Size:   other (other)

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Geocache Description:


Drunter und Drüber: Die Allgäuer Alpen

Die Allgäuer Alpen setzen sich vereinfacht aus vier geologischen Schichten zusammen. Sie liegen übereinander, sind aber in unterschiedlichen Zeiträumen vor Jahrmillionen und an jeweils verschiedenen Orten entstanden.

Vereinfachte Darstellung der geologischen Schichten des Allgäu

Kalkalpin, die heute oberste und älteste Schicht (ca. 200 Mio. Jahre alt) bildet den Allgäuer Hochgebirgskamm mit den Bergen Trettach und Mädelegabel.

Flysch, die nächsttiefere Schicht (ca. 100 Mio. Jahre alt) taucht weiter nördlich unter dem Kalkalpin hervor und bildet z. B. die Grasberge des Fellhornzuges.

Helvetikum kommt daran anschließend weiter nördlich an die Oberfläche und ist etwa zur gleichen Zeit wie der Flysch entstanden. Das Ifenmassiv gehört dieser Schicht an.

Molasse, die jüngste Schicht (ca. 30 Mio. Jahre) bildet unter anderem die Nagelfluhkette zwischen Immenstadt und Oberstaufen.

Alle Schichten sind ehemalige Meeresböden. Sie sind durch Ablagerungen organischen Materials (Muschelschalen, Kieselalgen, Korallenriffe) oder anorganischen Materials (Geröll, Sand, Lehm) entstanden. Das Meer bildete sich vor ca. 250 Mio. Jahren südlich des heutigen Allgäus. Das Mittelmeer ist noch ein Rest davon. Später begann die afrikanische Kontinentalscholle, sich mit großer Gewalt auf Europa zuzubewegen - eine noch heute anhaltende Entwicklung. Dadurch wurden die Meeresböden teils emporgehoben, teils vom Erdinneren "verschluckt". Zum Teil sanken sie auch ab und bildeten Tiefseemeere. Schließlich wurden sie über große Entfernungen (bis zu vielen hundert Kilometern) nach Norden verfrachtet, übereinandergeschoben und gefaltet. Lediglich die Molasse-Schicht steht noch an ihrem ursprünglichen Standort. In ihrem alpennahen Teil wurden sie jedoch noch gefaltet und emporgehoben. Wind und Wetter haben seitdem das Ihre dazu beigetragen, um die ehemaligen Meeresböden zu "zernagen" und den Allgäuer Bergen ihre heutige Gestalt zu geben.

Der Rhenodanubische Flysch

An den Listingkoordinaten findet ihr einen Felsabbruch. Er gehört, wie die ganze Umgebung, der geologischen Schicht des Flysch an. Die schiefrig-tonigen Gesteine dieses "Rhenodanubischen Flysch" neigen zum "Fließen", also zu Instabilität; daher hat man sie mit dem Schweizer Lokalausdruck "Flysch" belegt.
Charakteristische Erscheinungsformen dieses Gebietes sind steile Hänge mit großen Erosionsflächen und Rutschungen.

Flyschgestein entstand in der jüngeren Kreidezeit vor 130 bis 65 Millionen Jahren größtenteils aus Trübeströmen (einem Gemisch aus Wasser und Schlamm) in einem Meeresbecken von mehreren 1000 m Tiefe. Diese fließen unregelmäßig und in vielfacher Folge, oft ausgelöst durch Erdbeben, lawinenartig mit hoher Geschwindigkeit von Schelfbereichen über Abhänge in die Tiefsee ab. Sobald ein Trübestrom den flacheren Tiefseeboden erreicht und damit seine Geschwindigkeit abnimmt, lagert sich zunächst gröberes und schwereres, darüber nach und nach immer feineres Material ab.
Derartige Meeresablagerungen bezeichnet man als Turbidite, die aufgrund ihrer Ausbildung überwiegend auf sehr weite Transportwege am Tiefseegrund schließen lassen. So zeigen heutige Beobachtungen in den Weltmeeren, dass derartige Trübeströme Entfernungen von mehreren tausend Kilometern zurücklegen können.

Schemazeichnung der damaligen Tiefsee mit dem Detail der Entstehung der Turbiditfolge

Um diesen Cache loggen zu dürfen, beantworte bitte folgende Fragen:

  1. Beschreibe kurz oder skizziere den Aufbau der Gesteinsschicht hinter dir.
  2. Schätze die Höhe, sowie die Länge des sichtbaren Felsabbruchs hinter dir.
  3. Was wird aus den Felsen in den kommenden Jahrmillionen und aus welchem Grund?
  4. (Optional) Macht ein Foto von Euch oder Eurem GPS nahe der 31 am Felsabbruch und stellt es mit eurem Log ein.

Schickt mir eine Email mit euren Antworten (nicht in den Log schreiben), eurem Cachernamen und eurer Emailadresse durch mein Profil.
Anschließend darfst du den Earthcache als gefunden loggen und ggf. eurer Foto hochladen.
Falls es ein Problem mit deinen Antworten gibt, melde ich mich bei dir.

Viel Spaß wünscht euch das

TEAM WILDES ALLGÄU

Topsy-turvy: Allgäu Alps

Simplified, the Allgäu Alps consist of four geological layers. They lie on top of each other, although they developed in different periods million of years ago at different places.

Vereinfachte Darstellung der geologischen Schichten des Allgäu

Kalkalpin:
Nowadays top layer,  the oldest layer (approx. 200 million years) forms Allgäu´s high comb consisting of the peaks Trettach and Mädelegabel.
Flysch:
The second layer (approx. 100 million years) emerges from the Kalkalpin further to the north and among others, forms the gras mountains of the Fellhorn chain.
Helvetikum:
Emerges north of the Flysch and developed at about the same time. The Ifen consists of this layer.
Molasse:
The youngest layer (approx. 30 million years) forms the Nagelfluh chain between Immenstadt and Oberstaufen.

All layers are former sea grounds. They developed through deposition of organic material (clams, diatoms, coral reefs) or anorganic material (boulders, sand, mud). The ocean developed about 250 million years ago south of today´s Allgäu. The mediterranian sea is a remainder of this ocean.
Later the african tectonic plate started to move towards europe, which it still does nowadays. Through the resulting force of this movement, some of the sea grounds were lifted up, others were “swallowed” by the interior of the earth. A part of them also sunk deeper and formed  deep seas.
Finally they were transported to north (up to hundreds of kilometers), shifted on top of each other and folded. Only the molasse layer still remains in it´s original positio, though it´s alp-near part also got folded and lifted up. Since those events wind and weather did their part in  forming todays alps out of those sea grounds.

The rhenodanubic Flysch

At the listing coordinates you can find a cliff. Like all of it´s surrounding, the cliff is part of the Flysch. The slaty clayey rock of this rhenodanbic Flysch tend to “flow”, which means they tend to be instable. Because of this, they are named after the swiss term “flysch”. Characterristical forms of appearance of this area are steep slopes with big areas of erosion and slope movements.

Flysch rock developed in the younger Cretaceous 130 million to 65 million years ago, through turbidity currents (a mixture of water and mud) in oceanic basins with thousands of meters of depth. They flow irregularly and in multiple cycles, often caused by earthquakes, avalanche-like and at high speeds into the deep sea. As soon as a turbidity current reaches even sea ground and slows down, rough and heavy material is deposited, that later is covered by lighter material. Those kind of depositions are called turbitides. Their characteristics usually point to long transportations on the sea ground. Current observations show that turbidity currents can travel thousands of kilometers.

In order to log this cache, please answer following questions:

  1. Shortly characterize oder sketch the structure of the rock formation behind you.
  2. Appreciate the hight and the length of the visible cliff behind you.
  3. What happens to the cliff and it rocks in the next millions of years and on what score?
  4. (Optional) Taka a picture of yourself or your GPS near 31 at the cliff and add it to your log.

To claim this earthcache as a find, please send me an email with the answer (don't reveal it in your log), your caching name and your email adress through my profil.
Afterwards you can log the Earthcache and if applicable upload your picture.
If there is a problem with your answer, i will contact you to resolve it.

TEAM WILDES ALLGÄU hope you enjoy your visit.

Additional Hints (No hints available.)