Drunter und Drüber: Die Allgäuer
Alpen
Die Allgäuer Alpen setzen sich vereinfacht aus vier geologischen
Schichten zusammen. Sie liegen übereinander, sind aber in
unterschiedlichen Zeiträumen vor Jahrmillionen und an jeweils
verschiedenen Orten entstanden.

Kalkalpin, die heute oberste und älteste
Schicht (ca. 200 Mio. Jahre alt) bildet den Allgäuer
Hochgebirgskamm mit den Bergen Trettach und Mädelegabel.
Flysch, die nächsttiefere Schicht (ca. 100 Mio.
Jahre alt) taucht weiter nördlich unter dem Kalkalpin hervor und
bildet z. B. die Grasberge des Fellhornzuges.
Helvetikum kommt daran anschließend weiter
nördlich an die Oberfläche und ist etwa zur gleichen Zeit wie der
Flysch entstanden. Das Ifenmassiv gehört dieser Schicht an.
Molasse, die jüngste Schicht (ca. 30 Mio.
Jahre) bildet unter anderem die Nagelfluhkette zwischen Immenstadt
und Oberstaufen.
Alle Schichten sind ehemalige Meeresböden. Sie sind durch
Ablagerungen organischen Materials (Muschelschalen, Kieselalgen,
Korallenriffe) oder anorganischen Materials (Geröll, Sand, Lehm)
entstanden. Das Meer bildete sich vor ca. 250 Mio. Jahren südlich
des heutigen Allgäus. Das Mittelmeer ist noch ein Rest davon.
Später begann die afrikanische Kontinentalscholle, sich mit großer
Gewalt auf Europa zuzubewegen - eine noch heute anhaltende
Entwicklung. Dadurch wurden die Meeresböden teils emporgehoben,
teils vom Erdinneren "verschluckt". Zum Teil sanken sie auch ab und
bildeten Tiefseemeere. Schließlich wurden sie über große
Entfernungen (bis zu vielen hundert Kilometern) nach Norden
verfrachtet, übereinandergeschoben und gefaltet. Lediglich die
Molasse-Schicht steht noch an ihrem ursprünglichen Standort. In
ihrem alpennahen Teil wurden sie jedoch noch gefaltet und
emporgehoben. Wind und Wetter haben seitdem das Ihre dazu
beigetragen, um die ehemaligen Meeresböden zu "zernagen" und den
Allgäuer Bergen ihre heutige Gestalt zu geben.
Der Rhenodanubische Flysch
An den Listingkoordinaten findet ihr einen Felsabbruch. Er
gehört, wie die ganze Umgebung, der geologischen Schicht des Flysch
an. Die schiefrig-tonigen Gesteine dieses "Rhenodanubischen Flysch"
neigen zum "Fließen", also zu Instabilität; daher hat man sie mit
dem Schweizer Lokalausdruck "Flysch" belegt.
Charakteristische Erscheinungsformen dieses Gebietes sind steile
Hänge mit großen Erosionsflächen und Rutschungen.
Flyschgestein entstand in der jüngeren Kreidezeit vor 130 bis 65
Millionen Jahren größtenteils aus Trübeströmen (einem Gemisch aus
Wasser und Schlamm) in einem Meeresbecken von mehreren 1000 m
Tiefe. Diese fließen unregelmäßig und in vielfacher Folge, oft
ausgelöst durch Erdbeben, lawinenartig mit hoher Geschwindigkeit
von Schelfbereichen über Abhänge in die Tiefsee ab. Sobald ein
Trübestrom den flacheren Tiefseeboden erreicht und damit seine
Geschwindigkeit abnimmt, lagert sich zunächst gröberes und
schwereres, darüber nach und nach immer feineres Material ab.
Derartige Meeresablagerungen bezeichnet man als Turbidite, die
aufgrund ihrer Ausbildung überwiegend auf sehr weite Transportwege
am Tiefseegrund schließen lassen. So zeigen heutige Beobachtungen
in den Weltmeeren, dass derartige Trübeströme Entfernungen von
mehreren tausend Kilometern zurücklegen können.

Um diesen Cache loggen zu dürfen, beantworte bitte folgende
Fragen:
- Beschreibe kurz oder skizziere den Aufbau der Gesteinsschicht
hinter dir.
- Schätze die Höhe, sowie die Länge des sichtbaren Felsabbruchs
hinter dir.
- Was wird aus den Felsen in den kommenden Jahrmillionen und aus
welchem Grund?
- (Optional) Macht ein Foto von Euch oder Eurem GPS nahe der 31
am Felsabbruch und stellt es mit eurem Log ein.
Schickt mir eine Email mit euren Antworten (nicht in den Log
schreiben), eurem Cachernamen und eurer Emailadresse durch mein
Profil.
Anschließend darfst du den Earthcache als gefunden loggen und ggf.
eurer Foto hochladen.
Falls es ein Problem mit deinen Antworten gibt, melde ich mich bei
dir.
Viel Spaß wünscht euch das
TEAM WILDES ALLGÄU
Topsy-turvy: Allgäu Alps
Simplified, the Allgäu Alps consist of four geological layers.
They lie on top of each other, although they developed in different
periods million of years ago at different places.

Kalkalpin:
Nowadays top layer, the oldest layer (approx. 200 million
years) forms Allgäu´s high comb consisting of the peaks Trettach
and Mädelegabel.
Flysch:
The second layer (approx. 100 million years) emerges from the
Kalkalpin further to the north and among others, forms the gras
mountains of the Fellhorn chain.
Helvetikum:
Emerges north of the Flysch and developed at about the same time.
The Ifen consists of this layer.
Molasse:
The youngest layer (approx. 30 million years) forms the Nagelfluh
chain between Immenstadt and Oberstaufen.
All layers are former sea grounds. They developed through
deposition of organic material (clams, diatoms, coral reefs) or
anorganic material (boulders, sand, mud). The ocean developed about
250 million years ago south of today´s Allgäu. The mediterranian
sea is a remainder of this ocean.
Later the african tectonic plate started to move towards europe,
which it still does nowadays. Through the resulting force of this
movement, some of the sea grounds were lifted up, others were
“swallowed” by the interior of the earth. A part of
them also sunk deeper and formed deep seas.
Finally they were transported to north (up to hundreds of
kilometers), shifted on top of each other and folded. Only the
molasse layer still remains in it´s original positio, though it´s
alp-near part also got folded and lifted up. Since those events
wind and weather did their part in forming todays alps out of
those sea grounds.
The rhenodanubic Flysch
At the listing coordinates you can find a cliff. Like all of
it´s surrounding, the cliff is part of the Flysch. The slaty clayey
rock of this rhenodanbic Flysch tend to “flow”, which
means they tend to be instable. Because of this, they are named
after the swiss term “flysch”. Characterristical forms
of appearance of this area are steep slopes with big areas of
erosion and slope movements.
Flysch rock developed in the younger Cretaceous 130 million to
65 million years ago, through turbidity currents (a mixture of
water and mud) in oceanic basins with thousands of meters of depth.
They flow irregularly and in multiple cycles, often caused by
earthquakes, avalanche-like and at high speeds into the deep sea.
As soon as a turbidity current reaches even sea ground and slows
down, rough and heavy material is deposited, that later is covered
by lighter material. Those kind of depositions are called
turbitides. Their characteristics usually point to long
transportations on the sea ground. Current observations show that
turbidity currents can travel thousands of kilometers.
In order to log this cache, please answer following
questions:
- Shortly characterize oder sketch the structure of the rock
formation behind you.
- Appreciate the hight and the length of the visible cliff behind
you.
- What happens to the cliff and it rocks in the next millions of
years and on what score?
- (Optional) Taka a
picture of yourself or your GPS near 31 at the cliff and add it to
your log.
To claim this earthcache as a find, please send me an
email with the answer (don't reveal it in your log), your caching
name and your email adress through my profil.
Afterwards you can log the Earthcache and if applicable upload your
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If there is a problem with your answer, i will contact you to
resolve it.
TEAM WILDES ALLGÄU hope you enjoy your
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