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Das Untermeitinger Schloss Mystery Cache

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zwischenmahlzeit: Das Schloss hält länger :-)

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Hidden : 6/16/2010
Difficulty:
1.5 out of 5
Terrain:
3 out of 5

Size: Size:   small (small)

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Geocache Description:

Einfacher Mystery über das Untermeitinger Schloss. Die obigen Koordinaten sind willkürlich und liegen nur rein zufällig beim Schloss ;-)

Das Untermeitinger Schloss


Das Untermeitinger Schloss wurde im 12. Jahrhundert auf dem Steilhang zum Hochfeld südlich der Pfarrkirche erbaut. Wer damals die Ortsherrschaft über Untermeitingen inne hatte und wer den Auftrag etwa im Jahre 1160 zur Erbauung des Schlosses gegeben hat, ist leider nicht zu erkunden. Sicher ist allerdings, dass dieses Gebäude stets freies Eigentum der Ortsherren und nie ein Lehen des Hochstiftes Augsburg war.

Schloss 1932 Das Schloss hatte zunächst das Aussehen einer großen Villa und wurde vor dem Umbau im 17. Jahrhundert als „oberes" Schloss bezeichnet, im Gegensatz zum „unteren" Schloss im Dorf, der Imhofvilla. Ab dem Jahre 1298, als Hermann und Engelschalk von Rohrbach die Ortsherrschaft von Untermeitingen übernahmen, wurde das Schloss Hauptwohnsitz der Herrschaft und zugleich Verwaltungszentrum für die gesamte Bewirtschaftung der Besitzungen und Lehen. Auch unter Konrad von Haldenberg, der 1312 als Lehensherr nachfolgte, war das Schloss der Mittelpunkt der Ortsherrschaft. Im Jahre 1561, unter der Herrschaft von Hyronimus Welser, wurde der Dachstuhl des Schlosses durch einen Blitzschlag in Schutt und Asche gelegt und in den darauf folgenden Jahren mit gleichem Aussehen wieder aufgebaut und mit einer Umfassungsmauer umgeben, die teilweise bis heute noch erhalten ist. Unter Raimund Imhof wurden ab dem Jahre 1597 im Schloss Unterrichtsräume für den Schulbetrieb zur Verfügung gestellt.

Im Jahre 1665 ließ Johann Baptist Imhof das Schloss erweitern und umbauen. Es wurde aufgestockt und erhielt runde spitze Ecktürmchen, wie wir auf einer Votivtafel um 1677 erkennen können. Die Brauereigebäude wurden ebenfalls 1665 erneuert. Da das Gebäude als Wohnstätte der Herrscherfamilie und einiger Verwandten, als Verwaltungszentrum der Lehensherrschaft und als Schule zu klein wurde, ließ Johann Josef von Imhof das Schloss im Jahre 1717 um- und anbauen. Am Altteil verschwanden die runden spitzen Türme, ein zweiter Teil des Schlosses wurde angebaut und die gesamte Anlage erhielt die Größe und das Aussehen, wie wir es heute kennen. Der neue Baustil faszinierte nicht nur Schlossbesitzer der näheren und weiteren Umgebung. Es entstand ein stattliches Gebäude mit einem nördlichen und einem östlichen Trakt, die östlich eines Schlosshofes aneinander stießen. Die übrigen Hofseiten waren von Wirtschaftsgebäuden umstellt. Im Süden schloss ein Nutzgarten an. Die Schlosstrakte waren wegen des ansteigenden Geländes von verschiedener Höhe. Die Hofinnenseite beider Trakte war zweigeschossig. Gegen Osten, der Schauseite ins Dorf, entstanden über dem Erd-geschoss drei Stockwerke mit imposanter Barockfront. Der Blick fiel auf die beiden Eckrisalite, die mit pilastenbesetzten Volutengiebeln bekrönt waren. In der Mitte des oberen Geschosses befindet sich auch heute noch eine Figurennische mit einer holzgeschnitzten Muttergottes.

Der Nordtrakt war gegen Norden ebenfalls über dem Erdgeschoss dreigeschossig und hatte ein etwas höheres Walmdach als der Osttrakt. Das Korbbogenportal mit einer zweiflügeligen Eichentüre mit Messingbeschlägen war der Zugang zum Schloss. Das Hofparterre ist durch korbbogige Arkaden über Pfeilern in Längsrichtung zweigeteilt. Das sehr geräumige Stiegenhaus, aus dunkel gebeiztem Eichenholz, im Rokokostil, sowie die großen Ölbilder aus der Barock- und Rokokozeit, auf denen u. a. einige Ahnen der Familie Imhof dargestellt sind, sowie die feinen Stuckarbeiten an den Saaldecken, ein profiliertes Leistenwerk, zeugen noch heute von der Pracht des Schlosses.

Alte Ölgemälde (siehe Bild oben) zeigen die Schlossmauer, die mit einem Ziegeldach eingedeckt war und den Schlosshof nach Osten hin abgrenzte. In diese Umfassungsmauer, die sich auch um die anderen Seiten des Schlossgutes fortsetzte, waren Türmchen eingebaut, die in früheren Jahrhunderten der Verteidigung dienten. Eines dieser Türmchen war bis ins Jahr 1930 vorhanden. Unterhalb der Schlossmauer war der Schlossgarten, dessen Umzäunung früher lediglich aus Holzpfosten und Bandstangen bestand.

Schloss heuteIm Jahre 1871 musste Johann Nepomuk Ferdinand Freiherr von Imhof als Masseverwalter des Nachlasses seines Vaters wegen zu hoher Verschuldung das Schloss und das Hofgut verkaufen. Im Gantverfahren wurden die Anwesen mit den Hausnummern 104 und 105 an den Höchstbietenden versteigert. Der Ökonom Konrad Rieder erwarb am 13.10.1871 die Gebäude samt Hofraum und Brauerei. Seit dieser Zeit befindet sich das Schloss im Privatbesitz.

Das Patronatsrecht über die Kirche St. Stephan aber, das die Familie von Imhof an den Bischof von Augsburg zurückgab, konnte der neue Besitzer des Schlosses nicht erwerben, obwohl er deswegen einige Prozesse gegen das Bistum führte. Die Klagen wurden am 5.3.1877 endgültig abgewiesen.

In den folgenden Jahrzehnten wurden Stallungen, Äcker und Wiesen landwirtschaftlich bis 1990 genutzt. Das Braurecht, das bereits vor 1665 in Untermeitingen bestand, wurde bis 1988 wahrgenommen. Die letzte Schlossrenovierung fand 1985 statt. Die Gaststätte im Erdgeschoss des Schlosses wird heute noch betrieben und ist u.a. auch wegen seiner leckeren Flammkuchen über die Ortsgrenzen Untermeitingens hinaus bekannt.

Quelle Text und Bilder: Untermeitinger Gemeindechronik. Das Buch kann im Untermeitinger Rathaus für 20,- € käuflich erworben werden.


Und nun noch ein paar Fragen; sonst wäre es ja kein Mystery-Multi und könnte wegen der Nähe zu „RuKiRuLe # 4 St. Stephan Untermeitingen“ nicht hier abgelegt werden (Anmerkung: Bei den Fragen 1 bis 3 hilft der Text bzw. das Internet weiter; die Fragen 4 und 5 sind vor Ort zu lösen):



  1. In welchem Jahr wurde der Dachstuhl des Schlosses durch einen Blitzschlag in Schutt und Asche gelegt? A = Quersumme der Jahreszahl =

  2. Welches Recht wurde bis 1988 im Untermeitinger Schloss wahrgenommen?
    Handycode 1. Buchstabe des Lösungsworts (z.B. abc = 2; def = 3; …) B =

  3. Ungefähr 100 Meter südlich vom Schloss fängt in Untermeitingen der Wilde Westen an. Wie heißt die Farm, die auch für Feste aller Art, wie Hochzeiten oder Geburtstage von Mai bis einschließlich Oktober gemietet werden kann?
    C = Anzahl Buchstaben der beiden Wörter =

  4. Bei N48°09.758 und E010°48.343 findet ihr an der Wand eine Hausnummer. Wie lautet diese? D =

  5. Bei N48°09.754 und E010°48.309 kommt man in das Innere des Schlosshofes. Durch wie viele Torbögen kann man das tun? E =

Über N48°09.750 und E010°48.255 folgt einfach dem Weg Richtung Süden. Dort kommt ihr auch an der Lösung von Frage 3 vorbei. Das Final ist dann bei:

N 48°(C-2).(B*E)(A*E)
E 010°4(D+E).(E)(A)

Hinweis: Dieser Cache wurde anlässlich des Events „[BD] - Biertischparole!“ gelegt. Da das Team Zwischenmahlzeit in der Umgebung schon viele FTFs eingeheimst hat, wollten wir auf diese Weise  möglichst vielen anderen Cachern die Gelegenheit geben, auch einen FTF loggen zu können ;-)

Der FTF ist also hier schon weg!

Additional Hints (Decrypt)

Rf zhff avpug vzzre Q5 frva ;-)

Decryption Key

A|B|C|D|E|F|G|H|I|J|K|L|M
-------------------------
N|O|P|Q|R|S|T|U|V|W|X|Y|Z

(letter above equals below, and vice versa)