Es ist NICHT nötig die kleinen Höhlen
die sich dort befinden zu betreten um den Cache zu finden. Logbuch,
Bleistift und Spitzer Bitte im Cache lassen. Wenn Ihr was rausnehmt
legt wieder was gleichwertiges rein. Den Cache wieder genauso
verstecken und tarnen wie ihr Ihn vorgefunden habt.
Habe mir für meinen ersten Cache einen
Platz ausgesucht, an dem früher ein altes Tonwerk stand. Leider ist
dieses schon fast vergessen, bis auf ein paar Ziegelsteine im Wald
ist nicht mehr viel davon zu sehen. Hier ein Bild um
1900...

Der Grund für die Errichtung des
Tonwerks war der Bau der Bahnlinie Kempten - Lindau. Um hierfür
möglichst rentabel Ziegelsteine produzieren zu können, musste die
Fabrikationsstätte so nah wie möglich an der Quelle des
Rohmaterials sein, und wurde deshalb südlich von Biesenberg, am
Fuße des Waldgebietes „Rotschachen“ errichtet.
Fertiggestellt wurde das Gebäude 1847. Ein Ofen lieferte je Brand
etwa 19.000 brauchbare Steine. Bei zwölf Bränden jährlich und sechs
Öfen ergab dies eine Produktion von rund 1.365.000 Backsteinen pro
Jahr.
Nach und nach kaufte Brauereibesitzer
Salomon Karg die Ziegelei auf, bis die ganze Fabrik um 1900 in
seinem Besitz war, er vererbte das Anwesen dann an seine Söhne. Im
ersten Weltkrieg wurde die Fabrik vorübergehend stillgelegt. Nach
dem Krieg wurde die Produktion aber wieder aufgenommen. Für die
Gebrüder Karg war die Weiterführung finanziell nicht mehr zu
bewältigen, da Brennmaterial, vor allem Kohle, zu dieser Zeit
ausgesprochen knapp und teuer war.
So entschlossen sie sich zum Gang an die
Börse. Der Firmenname lautete ab 1921 Allgäuer Ziegelwerk A.-G
Heimenkirch.1922 war im Wirtschaftsteil der Zeitung zu lesen, dass
es ihnen bereits im ersten Vierteljahr der ersten Geschäftsjahres
gelungen ist, das während des Krieges stillgelegte Werk wieder in
Betrieb zu setzen und den früheren Saisonbetrieb zum Jahresbetrieb
auszubauen. Nach dem 1. Weltkrieg war Baumaterial sehr knapp, das
kam der Ziegelei zugute.
Allerdings machte sich in der
Nachkriegszeit die Rezession bemerkbar. Durch die beschleunigte
allseitige Teuerung, war kaum mehr jemand in der Lage zu bauen.
Dieses fast gänzliche Erliegen der Bautätigkeit bewirkte bei den
Allgäuer Ziegelwerken einen Absatzstopp. Den Heimenkircher
Ziegelwerken machte, außer der wirtschaftlichen Krise, noch ein
weiterer Umstand große Schwierigkeiten. Der Lehm wurde in tieferen
Schichten immer härter und enthielt zunehmend Kalk. Irgendwann
waren sogar Sprengungen erforderlich um das Rohmaterial zu
gewinnen. Dadurch waren immer mehr Brände fehlerhaft, es gab immer
mehr Bruchware und die Ziegel hatten eine schlechtere Qualität. So
wurde die Produktion schließlich unrentabel.
1928 wurde der Betrieb dann endgültig
eingestellt. Für die Betriebstätte versuchte man eine andere
Verwendung zu suchen. Unter den Interessenten waren auch die
Vertreter einer Schokoladenfabrik, ein Verkauf kam aber nicht
zustande. Das Gebäude wurde, von der Bevölkerung fast unbemerkt,
nach und nach abgetragen. Am Sonntag, den 21.Juli 1935, wurde der
64m hohe Schornstein vor einer riesigen Menschenmenge gesprengt.
Zwei Wochen später erfolgten die Umlegung des zweiten 35m hohen
Schornsteins und der Abbruch des noch stehenden, baufälligen
Maschinenhauses. Damit war ein über 100 Jahre währender
Produktionszweig in Biesenberg endgültig beendet. Das war ein
kleiner Ausflug in die Geschichte von Biesenberg.
Wünsche Euch nun viel Spaß beim Suchen.
:)
lg
Flo24