Neulich erzählte ein Kulmbacher Urgestein am Stammtisch eine nahezu unglaubliche Geschichte:
Vor langer Zeit, als sich im Wilden Westen die weißen Eroberer immer mehr ausbreiteten und so den Indianern Stück für Stück ihren Lebensraum streitig machten, beschloß der kleine Stamm der "Cachecatcher", den Spieß umzudrehen und ihrerseits in Europa neue Jagdgründe zu erkunden. Sie versteckten sich als blinde Passagiere auf einem Schiff der Briten und gelangten so unbemerkt auf den für sie völlig unbekannten Kontinent.
Die Suche nach einer passenden neuen Heimat gestaltete sich jedoch schwierig. Um schneller zum Erfolg zu gelangen, beschloß Häuptling "Wowowo" (eingedeutscht: "Der sich den Wolf sucht"), Späher ausschwärmen zu lassen. Dabei sollten sie unauffällig den Weg markieren, den sie genommen hatten, um später die Route nachvollziehen zu können und den Rest des Stammes folgen zu lassen. Für das Gebiet rund um Kulmbach war "Ahjada" ("Der um den Cache tanzt") zuständig - so weit der gesicherte Teil der Geschichte. Ab hier beginnt eine Erzählung, die auf Hörensagen und Gerüchten beruht:
Ahjada soll zunächst den Anweisungen seines Häuptlings Folge geleistet haben - dann aber fand er ein entzückendes Fleckchen Erde, das er mit niemandem teilen wollte.
Er kehrte also nicht zu seinen Cachecatchern zurück, sondern lebte von da an glücklich und zufrieden alleine in seinem Wäldchen. Als es aber mit ihm zu Ende ging und er in die ewigen Jagdgründe einzog, fühlte er sich doch sehr einsam, und noch heute soll sein Geist auf der Suche nach einem Freund oder einer Freundin regelmäßig an einer bestimmten Stelle zu sehen sein. Es heißt, dies wäre die erste Markierung seiner Spähroute gewesen...
Vielleicht findet ja doch noch jemand Ahjadas Zuhause und leistet zumindest seinem Geist ein wenig Gesellschaft?
Viel Spaß!