St. Anna Kapelle Traditional Cache
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Die St. Anna Kapelle
Mitten in einem rauschenden Kiefernhain steht auf einer sanften Bergnase, die ins Tal der kleinen Dhron heineinragt, seit fast 140 Jahren ein Kapellchen, das der Schutzpatronin der Pfarrei geweiht ist, der heiligen Anna.
Es war zur Zeit der Mobilmachung zum deutsch-österreichischen Krieg 1866, als unser Dorf eine Kompanie Landwehrmänner zur Einquartierung bekam.
„Diese legten aus frommem Antrieb eine nicht unbedeutende Summe Geldes zu einer frommen Stiftung zusammen. Die Quartiergeber verzichteten auf die ihnen zustehende Entschädigung, überließen vielmehr dieselbe dem damaligen Ortsvorsteher Matthias Lochen, der mit Zustimmung des zeitigen Pfarrers, Herr Barth, mit diesen Geldern und der von den Landwehrmännern hinterlegten Summe die Kapelle erbauen ließ“ (Quelle: Lagerbuch der Pfarrei Rascheid)
Beim Ausbruch des Krieges 1866 gingen viele Einwohner allabendlich betend zu dem nördlich des Dorfes gelegenen „Heidelwäldchen“, wo ein schlichtes Holzkreuz stand. Die Zahl der Bittgänger wuchs täglich und nahm allmählich die Form einer Prozession an. Bis zum Kriegsende wurde der Gang zum Kreuz eine lieb gewonnene Gewohnheit.
17 Männer dienten damals aus Rascheid unter den königlichen Fahnen. Als sie alle unversehrt aus dem Krieg heimkehrten, erhielten sie für ihren Dienst fürs Vaterland insgesamt 40 Thaler. Während einer Feier am 26. November 1866 wurde der Entschluss gefasst, für das verhängnisvolle Jahr 1866 ein unvergessliches Denkmal, ein Heiligenhäuschen, nicht allein für unsre Gemeinde, sondern auch für unseren werthesten König und unser Vaterland zu errichten“ heißt es im Lagerbuch.
Mit Zustimmung des damaligen Pastors Matthias Barth und des Ortsvorstehers Matthias Lochen wurde das gestiftete Geld dazu verwandt, auf dem „Heidel“ eine Kapelle zu erbauen.
Die ganze Dorfbevölkerung packte mit an und leistete unentgeltlich Hand- und Gespanndienste. Es wurde eine stattliche Kapelle, die der Schutzpatronin der Pfarrei, der Mutter Anna, geweiht ist. „Sie ist 24 Fuß lang, 16 Fuß breit und hat eine lichte Höhe von 14 Fuß.'“ Nach preußischem Maß sind das 6,90 m in der Länge, 4,60 m in der Breite und 4,00 m in der Höhe, ein wahrhaft großes Heiligenhäuschen. 1870 konnte die feierliche Einweihung stattfinden.
Damals kam man überein, alljährlich eine Sakramentsprozession zur St. Anna Kapelle zu halten. So ist es heute noch Brauch, am Tage der Rascheider Kirmes.
Votivtafeln künden den Dank zahlreicher Menschen, die im Laufe der fast 140 Jahre hier Trost und Hilfe erfahren haben.
(Quelle: Dorfchronik, Verfasser: Kurt Bach)
Das für die Geschichtsinteressierten, doch nun zum eigentlichen Cache:
Da die Straße nur für den landwirtschaftlichen Verkehr frei ist, empfiehlt es sich hier zu parken: N 49° 42.963, E 6° 56.098
Der Cache befindet sich hier: N 49° 43.183, E 6° 56.174
Additional Hints
(Decrypt)
sbytr qrz Csnq uvagre qrz Xncryypura
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