Die Wallfahrtskapelle Buddenbaum
Die Kapelle von Buddenbaum ist ein schlichter Backsteinbau über rechteckigem Grundriß, mit abgewalmtem Dach und östlich angebauter Sakristei. Das Wappen (im Jahr 1979 erneuert) in der westlichen Wand zeigt das Hauswappen des Erbauers Dr. Wilhelm Struick-Huge aus Ennigerloh mit der Jahreszahl 1735.
Bereits vor 1550 wird eine Marienkapelle des Stiftes Freckenhorst in der Hoetmarer Bauerschaft Buddenbaum beurkundet. Eine noch frühere Festlegung des Alters einer Kapelle an dieser Stelle legt das Vesperbild selbst nahe, das aus der Zeit um 1440 stammt. Es gehört zu einer großen Gruppe von Steinskulpturen aus der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Geschaffen wurde es in einer westfälischen Bildhauerwerkstatt aus Baumberger Sandstein. Die ursprüngliche Bemalung der Pieta verdeckt ein später aufgetragener kräftiger Ölanstrich.
Ursprung und Bedeutung des Vesperbildes erklären Legenden. Die Jahrhunderte alte Geschichte dankbarer Verehrung der "Schmerzhaften Mutter Gottes von Buddenbaum" spiegelt sich in zahlreichen Votivtafeln und Schmuckstücken (viele wurden eingeschmolzen) wieder. Die älteste schriftliche Beurkundung wundertätiger Hilfe ist auf den 20. Mai 1651 datiert.
Der Altar, wohl aus der Erbauungszeit der jetzigen Kapelle, gehört der Spätstufe des Barock-Regencestil an. Über dem Altartisch erhebt sich in schlichter, fein durchgearbeiteter Holzarbeit der Altaraufbau. Das Altarbild geht auf italienisches Vorbild zurück.
Die Westseite wird von einem Glockentürmchen geziert, dessen Glocken noch von den Einwohner des Orts selbst geläutet werden. Schon 1550 wird die Marienkapelle in der Hoetmarer Bauerschaft beurkundet, die Verehrung der Gottesmutter soll aber schon länger in besonderer Weise gepflegt worden sein, denn das Marienbild der Kapelle stammt aus der Zeit um 1450.
Idyllischen Lage
Die Pilger, die heute nach Buddenbaum kommen, sprechen von einer besonderen Atmosphäre im Ort. Die jährlich etwa 5.000 Wallfahrer erfreuen sich an der idyllischen Lage der Kapelle in der münsterländischen Landschaft.Auch wenn in der Wallfahrtswoche viele Pilger kommen, gibt es doch keinen Massenandrang. Die besinnliche Ruhe des Ortes lädt immer wieder zu privaten Wallfahrten ein. Der Radwanderweg animiert zur Pilgerfahrt.