Dieser Cache führt Euch an einen dunklen Ort der Oranienburger
Geschichte. Ich bitte um ein respektvolles Verhalten auf dem
Gelände. Alles ist so angelegt, dass nichts zerstört, beschädigt
bzw. auseinandergenommen werden muss. Dieser Cache erinnert daran,
dass auch nach Ende des zweiten Weltkrieges noch zahlreiche
Menschen unschuldig ihr Leben lassen mussten. Das ehemalige
Konzentrationslager war nach dem Kriege ein "Speziallager" für
verurteilte und nicht verurteilte Häftlinge der sowjetischen
Geheimpolizei. Viele Opfer wurden anschließend durch den russischen
Hauptmilitärstaatsanwalt rehabilitert.
Zur Geschichte:
Das NKWD führte dieses Lager bis 1948 unter als „Speziallager
Nr. 7“, danach bis zur Auflösung als „Speziallager Nr.
1“. Im System der sowjetischen Speziallager in der SBZ war
Sachsenhausen vorerst nur ein Lager für Internierte, die vor allem
zwischen Kriegsende und Anfang 1946 ohne Gerichtsurteil ins Lager
eingeliefert wurden. Außerdem erfüllte das Speziallager Nr. 7 die
Funktion eines Repatriierungslagers für „Ostarbeiter“,
Soldaten der Wlassow-Armee, russische Emigranten, und andere
sowjetische Staatsbürger, die meist zwangsweise in ihre frühere
Heimat zurückgebracht werden sollten. Sie wurden vom NKWD als
Vaterlandsverräter behandelt und zu einem großen Teil in die
sowjetischen Strafarbeitslager (GULAG) deportiert. Neben
Sowjetbürgern waren aber auch Polen und andere Ausländer als
Gefangene in Sachsenhausen interniert. Zusätzlich gab es im Lager
noch das „Spezialhospital“, eine Sammelstelle für
Rotarmisten, die sich mit Geschlechtskrankheiten infiziert hatten.
Die Soldaten wurden bei Feststellung der Infizierung zur Heilung
nach Sachsenhausen zwangseingewiesen und danach in Strafbataillone
der Roten Armee versetzt. Seit Anfang 1946 diente das Speziallager
Nr. 7 für die Internierung einer weiteren Gruppe von Häftlingen:
deutsche Kriegsgefangene, die aus westalliierter
Kriegsgefangenschaft entlassen worden waren, ihren Wohnsitz aber in
der SBZ hatten, wurden von der sowjetischen Besatzungsmacht sofort
wieder als Kriegsgefangene in Sachsenhausen in Gewahrsam genommen,
um kurze Zeit darauf in die Sowjetunion ab- transportiert zu
werden. Ab Herbst 1946 wurden in Sachsenhausen zudem Häftlinge
interniert, die durch ein Sowjetisches Militärtribunal (SMT)
verurteilt worden waren. Darüber hinaus erfüllte Sachsenhausen die
Funktion eines sowjetischen Militärgefängnisses für
Untersuchungsgefangene und Verurteilte aller Nationalitäten.
Die ersten Verstorbenen wurden - laut Zeitzeugenaussagen - im
Sommer/Herbst 1945 in Bombentrichtern in der Nähe des Lagergeländes
„beigesetzt“. Mit Beginn des Massensterbens im Lager
wurden dann im Schmachtenhagener Forst und später im
Kommandantenhof und im Gelände „An der Düne“
Massengräber angelegt. Alle Gräber wurden eingeebnet bzw. zur
Tarnung mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt. Die Gesamtzahl der
Grabanlagen und die genaue Zahl der Toten sind unbekannt. Nach
Schätzungen sollen von den zwischen 1945 und 1950 ca. 60.000
inhaftierten Gefangenen in Sachsenhausen mindestens 12.000
verstorben sein. Offizielle Suchgrabungen von 1992 bestätigen diese
Angaben über Verstorbene in den Massengräbern. Zeitzeugen nennen
sogar mehr als die doppelte Zahl von Toten.
Bitte die Finalkoordinaten merken!
Nicht im Sonntagszwirn