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Von Borsikon
Besuchst Du das kleine Bauerndörfchen Borsikon, so findest Du dort ganz zentral das ehemalige Beginen-Kloster. Es sind zwar keine frommen Nonnen mehr die hier ein und aus gehen, aber dem Gebäude sagt man heute noch Chloster und es steht in voller Prachtsgrösse zwischen den milden Hügeln des sanften Tals. Ob Borsikon wirklich mal ein Dorf war oder ob es nur eine lose Ansammlung von 6 bis 8 Bauernhöfen war, das weiss man nicht mehr so genau. Hier herrscht ein besonderes Klima! Sehr selten gibt es Nebel und obschon die Hügel rundherum sind, so schneit es hier im Tal immer besonders stark. Früh abends, wenn es eindunkelt, zieht ein leiser, feiner Wind vom See durchs Tal hinab.
in den Stüpfer
Vom Kloster aus siehst Du im Norwesten den Gotthard und im Nordosten den Chindliberg. Dort oben, hinten auf dem Chindliberg abgeschieden auf einer Höhe von etwas über 800m ü.M., wohnte damals vor langer Zeit der Stüpfer. Er war ein kauziger Einzelgänger und liebte die Einsamkeit. Sein bescheidener Hof soll zwei Stuben gehabt haben und wie die Geschichte schreibt, hielt der Stüpfer Geissen. Damals im 18. Jahrhundert war der Ort noch waldfrei, was man auch an den noch heute vorkommenden Waldreben erkennen kann.
Wie der Stüpfer zu seinem Namen kam ist nicht überliefert. Möglicherweise weil der Zugang von Borsikon über steile und treppenartige Stapfen (Fusswege) führte? Oder aber, weil man über am Weg stehende Zäune hinüber stieg (Stapfli, Stäpfli)? Wahrscheinlich ist aber auch, dass die besondere Lage auf einen Sonderling hindeutet, dessen Namen sich dann auf die Wohnstätte übertrug. An diesem schwer zugänglichen Ort liessen sich nur arme Käuze und Eigenbrötler nieder. Stüpfer stand damals auch als Übername für teils einfältige Menschen in abfälligem, spöttischem Sinn.
Als das letzte Haus im Stüpfer in Brand geriet, soll der Besitzer gerufen haben: "Fürioo, ir chönd iez choo". Zur Brandursache gefragt, gab er folgende Geschichte zum besten: "Zwei seiner Geissböcke hätten gestritten, dabei seien Funken gestoben und so sei es zum Brand gekommen".
Vom damaligen Hof Stüpfer blieb nur noch ein kleiner Schuppen und ein Unterstand auf einer kleinen Lichtung übrig. Wo hat der Stüpfer wohl den Schatz verborgen? Im Schuppen ist er nicht mehr, Wandersleute haben den Schatz an einem anderen Ort versteckt. Im letzten Jahrhundert diente der verfallene Schuppen Reisenden als Unterschlupf vor Wind und Wetter. Zahlreiche Besucher haben sich mit Namen und Datum an den Wänden des Schuppens verewigt.
Der Ort ist nun bewaldet und verbirgt noch manch weiteres Geheimnis als nur den Cache. Nimm Dir Zeit, geniess die Atmosphäre und stell Dir vor, wie es hier mal war, als der Hof noch stand und die Geissen meckerten. Ist man ganz still, so hört man nur die Waldtiere, das plätschern des Brünnchen und - so sagt man - manches Mal hört man auch den Stüpfer vor sich hinmurmeln und über die Menschen im Tal lamentieren.

Deine Lösung für die Koordinaten des Stüpfer-Schuppens kannst du auf Geochecker.com überprüfen. Die Endkoordinaten bekommst du über eine kleine Rechnerei. Finde das Datum von L. Semar und von H. Wintsch im Schuppen und verrechne sie folgendermassen:

Du kannst Dir hier die komplette Cachebeschreibung mit allen Bildern und dem Hint runterladen, damit Du einen schönen Papierausdruck mit allen Informationen machen kannst!
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