Vorstadt-Skyline

Zugegeben,
es sind keine Wolkenkratzer - die drei baugleichen Hochhäuser der
Spremberger Vorstadt. Aber selten sind sie.
Ganze sechs Gebäude dieses Typs wurden in den sechziger Jahren in
der DDR gebaut. Sie gelten als klassische Vertreter der
sozialistischen Architektur und stehen damit unter
Denkmalschutz.
Das Eine, zu dem ich Euch hier im Rahmen der Serie "Keimling
Stadtumbau" (s.u.) führen möchte, ist heute noch ein
Schmuddelsorgenkind. Während die beiden Geschwister an der
Thiemstrasse inzwischen eine Frischplattenkur erhalten bzw. bereits
in neuem Glanz erstrahlen, schaut das hohe Haus in der Leipziger
Strasse noch immer hinter fangnetzgeschützter Fassade auf
Rewe-Kunden herab.
Menschen mit Schlips und Kragen waren hier nie zu Hause. Ob sich
das in Zukunft ändert? Zu lesen stand, dass eine Holding aus
Hamburg mit wohlklingendem Namen hier zeitnah Gutes tun will. Oder
bringe ich jetzt etwas durcheinander? Sollen womöglich Cottbuser
Renten etwas Gutes für ein Bankkonto in Hamburg tun? Na egal
– die Rede ist zumindest von einer weiteren modernen
Seniorenwohnanlage, die hier einmal entstehen soll.
Bis dahin fließen noch einige Liter Wasser den benachbarten
Priorgraben hinunter und wir haben Zeit, in der ruhmlosen Chronik
des Hauses zu blättern:
Baujahr 1965, 125 Einzimmer-Apartments (alle mit Balkon und
Miniküchenecke), im Erdgeschoss ein Blumenladen und eine
Kinderbibliothek.
1978 die einzig nennenswerte Werterhaltungsmaßnahme: ein neuer
Fahrstuhl.
Ob einige der Mieter schon zu DDR-Zeiten die besten Kunden der
benachbarten HO-Gaststätte "Freundschaft" waren, kann ich nicht
beurteilen. Fest steht, dass das Haus spätestens nach 1990 seinen
Niedergang erlebte, als es an die skandalumwitterte Berliner
Aubis-Gruppe verkauft wurde. Umgekehrt Proportional mit dem Anstieg
der sozialen Probleme seiner letzten Mieter, wurde die
Instandhaltung des Hauses komplett vernachlässigt.
Der gewaltsame Tod einer Frau nach einem Zechgelage im Jahr 2003
schaffte es in der Revision bis vor den BGH.
Wenig später hatte die Stadtverwaltung ein Einsehen, beendete
Tristes und Elend und ließ Türen und Fenster im Erdgeschoss
vermauern. Nur die dichte Dornröschenhecke wurde aus Kostengründen
eingespart.
Der Cache...
...ist NICHT
an den oben genannten Koordinaten versteckt.
Geht
trotzdem hin. Es erwartet Euch "Kunst für`s (DDR)Volk".
Um den Keimling zu finden müsst Ihr zuerst folgende Frage
beantworten:
Wie heißen
die beiden Architekten, nach deren Entwürfen die Hochhäuser
errichtet wurden?
Die Lösung findet Ihr im Web.
Nun folgt die Umwandlung aller Buchstaben der beiden Namen und
Vornamen in Zahlenwerte (A = 1, B = 2 ... Z = 26).
Die so erhaltenen Zahlen werden zu einer Summe (X) addiert.
Mit dieser Information füttert Ihr abschließend nachfolgende
Formel:
N 51 44.X * 3 - 109
E 14 18.X * 2 + 160
An den errechneten Koordinaten findet Ihr eine Peilungsangabe für
das finale Versteck.
Tipp:
Wenn Ihr die
Namen im Netz nicht finden könnt, schaut Euch einfach mal im
weiteren Umfeld der Startkoordinaten um. Genau in dem Moment, wo
Ihr denkt: "Nö, das ist jetzt nicht wahr..." - habt Ihr die nächste
Station entdeckt :-))
Mit großer Wahrscheinlichkeit könnt Ihr aber nicht gleich loslegen,
sondern müsst noch einmal wiederkommen. Difficulty- und
Terrainbewertung ergeben sich u.a. auch aus der Tatsache, dass wir
Geocacher an der Zwischenstation meist bis zum späten Abend
ziemlich miese Bedingungen vorfinden.
Die Serie „Keimling
Stadtumbau“…
…
wurde vom Owner „radio gott“ mit seinem Cache:
„Stadtumbau Cottbus – Brachflächen“ (GC29893) ins
Leben gerufen und materiell mit Döschen ausgestattet.
DANKE für die Mühe!
BITTE STIFT MITBRINGEN
BEACHTET MEINE NOTE VOM 13.06.11