Skip to content

Y Sero Muldi Letterbox Hybrid

Hidden : 7/15/2010
Difficulty:
2 out of 5
Terrain:
4 out of 5

Size: Size:   large (large)

Join now to view geocache location details. It's free!

Watch

How Geocaching Works

Please note Use of geocaching.com services is subject to the terms and conditions in our disclaimer.

Geocache Description:


Bevor wir uns, ganz nach alter Letterboxing-Tradition, nur mit Kompass und Augenmaß durch den Dschungel kämpfen werden, erst mal wieder eine kleine Lektion regionalhistorische Theorie. In grauer Vorzeit siedelte in Franken und Mitteldeutschland der Stamm der Hermunduren. Geschichtsschreiber Tacitus berichtet im Jahre 41: „Sie sind treue Verbündete der Römer und stehen mit ihnen in friedlichem Handelsverkehr, als einzige von allen Germanen.“ Nicht in den kühnsten Träumen dachte damals jemand an Autobahnen. Der Fernhandel und die Völkerwanderungen liefen über ständig wechselnde Wanderpfade, die sich nur grob an größeren Flüssen orientierten. Solche „Waypoints“ wie die Muldenvereinigung bei Sermuth waren also damals besonders wichtig als dauerhafter Orientierungspunkt. Ein Jahrtausend später, als hier Slawen siedelten, wurde das älteste erhaltene Dokument über das Dorf geschrieben, damals hieß es Seromut. Da es im Slawischen kein „sero“ und kein „mut“ gibt, wird sich der Name sehr wahrscheinlich herleiten vom altrömischen „sero“ („ich sammle, ich reihe aneinander“) und „muldi“ („die Mulden“).
Das Wappen des (ehemaligen) Muldentalkreises und auch der Titel dieses Caches tragen deshalb das Symbol dieses "waypoints", das "Y".

Mit dem Einfall der gewaltigen Reiterscharen der Hunnen brach 375 das Chaos über Europa herein. Ganze Völkerscharen flüchteten in Angst und Schrecken westwärts und nahmen sich unterwegs, was sie zum Überleben brauchten. Nach den Goten kamen die Wandalen, und dass die nach dem Plündern nie aufgeräumt haben, das hat sich im Sprachgebrauch bis heute überliefert. Den Familienschatz im Garten zu vergraben – das konnte man sich sparen. Den Trick kannte jeder. Doch Muldenflößer Kunos Versteck war so gewieft, das es bis heute die Zeiten überdauert hat.

Wer viel Zeit hat, kann sich auch zu Fuß durch die weglose Wildnis kämpfen, aber gemütlicher und schneller geht es per Boot. Eine Slipstelle zum Einschiffen bietet sich an beim Podelwitzer Schloß, an der Sermuther Zwickauer-Mulden-Brücke müsste es auch gehen.
Wenige Minuten nach dem „Waypoint“ namens Sero Muldi heißt es die Augen offen halten, damit Du nicht am Inselstein zerschellst, der da mitten im Fluß liegt. Ab einem Wasserstand von ca. 150 cm am online-Muldenpegel Golzern kann man die Kette nicht mehr so einfach mit dem Arm ertasten, dann braucht man also eine Taucherbrille und ein Seil zum festhalten wegen der Strömung. Ab 165 cm verschwindet das Inselchen unter Wasser, aber dann wird es sowieso zu gefährlich. Allerdings könnte die Kette am Stein mal wieder weg sein - der Ersatzhinweis hängt ganz neu im April 2025 ausgelegt 50 m flußabwärts vom Inselstein am West-Ufer, an der Südseite eines Eschenahorns, direkt über der Uferlinie)
Als Gedankenstütze hat der Alte Muldenflößer Kuno dort genau „x“ Kettenglieder angebracht, eines für jeden Hektometer des linken Ufers, das Du passieren musst (also nicht die Luftlinie). Am letzten Glied hängt eine Münze mit dem Wort „yyyyyyyyy“. Wenn Du dann bis dahin getrieben bist, siehst Du am Ufer ein „yyyyyyyyy“, bei Pegelmarke 220 bis 240 cm verschwindet das „yyyyyyyyy“ genannte Objekt unter Wasser.
Von „yyyyyyyyy“ genannten Objekt an der nächsten stage ein paar Schritte das Ufer hinauf, aber noch unterhalb des Weges, findest Du in der Basis einer mehrstämmigen Linde die Hinweis-Dose (siehe Spoilerbild) sowie am Baumfuß einen Redundanzhinweis. Um das Versteck zu schützen, sind einige Entfernungsangaben in Hektometer (hm) und der Text ist *teilweise verschlüsselt*. Denk beim Lesen einfach immer an den nächsten Buchstaben im Alphabet.

Es geht dann mal für einige wenige Minuten richtig in die Wildnis, rechne mit Dornen, Morast und steilem Gelände. Also die guten Sandalen sind nicht so das Optimale, besser Gummistiefel oder barfuß. Im Hochsommer könnte es aber auch trocken sein. Aber es wird belohnt mit einem seltenen Ausblick. Dort auf den letzten 3 Metern zum Final schön festhalten, wer nicht so trittsicher ist sollte sich mit einem kurzen Stück Seil sichern.

Eine günstig gelegene Slipstelle zum Ausschiffen befindet sich an der Muldenbrücke Kössern.

Auf der ersten Seite des Logbuches findest Du die Position von Markotonis Bonuscache. Man vermutet, das Bonusversteck sei nicht nur wandalensicher, sondern atombombensicher.


Logge Deinen Besuch bitte auch bei Opencaching unter OCCED5

Additional Hints (No hints available.)