Bunkerwürfel Loog - Lost Place Traditional Cache
Bunkerwürfel Loog - Lost Place
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Difficulty:
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Terrain:
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Size:
 (small)
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Die Idee zu diesem Cache kam mir letzten Sommer, als im Strandlooper ausführlich über die verlassenen Bunkerwürfel im Loog berichtet wurde. Da sich sicherlich viele von euch fragen, was es mit diesen Betonklötzen auf sich hat, hier nun ein Cache mit der Erklärung.
ACHTUNG!! Die Bunkerwürfel liegen mitten im Naturschutzgebiet & sind NICHT mehr begehbar, daher verzichtet bitte auf irgendwelche weitere Annäherung und schaut sie euch nur aus der Ferne an.
Und jetzt zum geschichtlichen Teil.
Bereits vor dem 2. Weltkrieg war Juist als Standort für elektromagnetische Ortungsgeräte vorgesehen und bildete später einen Abschnitt im sogenannten „Atlantikwall“.
Ab Ende der 30er Jahre errichtete der „Reichsarbeitsdienst“ auf Juist den militärischen Stützpunkt „Jaguar“, der im Bereich des heutigen Ostdorfs lag.
Mit zunehmender Bombardierung der deutschen Städte durch die Alliierten wuchs der Bedarf an einem leistungsstarken Frühwarngerät. Im Frühjahr des Jahres 1942 begannen die Arbeiten an den beiden Bunkerwürfeln im Loog, die das Fundament für dieses neue „Funkmessgerät“ bildeten. Die Außenmaße der beiden Würfel betragen 2,60 x 3,40 Meter, sie sind ca. 2,50 Meter hoch. Unter den Betonwürfeln befand sich ein unterirdischer Raum für Gerätetechnik, Befehlsstand und Mannschaftsunterstand.
Die Fertigstellung der Würfel selbst erfolgte im Sommer 1943, anschießend wurden daneben vier jeweils 16 Meter hohe Gittermasten errichtet, zwischen denen sich ein riesiger Drahtgitterteppich von ca. 11 x 30 x 3,50 Metern spannte. Betonfundament und Antennenkonstruktion bildeten das Funkmessgerät „MAMMUT“, dessen Ortungsradius bis in den englischen Luftraum reichte und das eine „Fernstsuchanlage“ zur Luftlagedarstellung sowie zur Zielerkennung & Zielführung für deutsche Nachtjäger war.
Nach Kriegsende sicherten Juister Wachmannschaften die verlassenen Stellungen, der erste Sprengungsversuch erfolgte 1946 durch kanadische Pioniere.
1960 sollte eine Abbruchfirma aus Wilhelmshaven die Würfel sprengen, was jedoch misslang. Danach entdeckten Juister Jugendliche die Klötze als Abenteuerspielplatz.
Anfang der 80er Jahre verschloss man die Öffnungen auf den Türmen mit Betondeckeln, welche aber wieder aufgebrochen wurden. 1998, im Zuge einer bundesweiten Maßnahme zur „Sicherung und Beseitigung alter militärischer Anlagen des 2. Weltkriegs“ wurden Innenraum und Türme komplett mit Sand gefüllt und alle Öffnungen zugemauert. Die Anlage ist somit nicht mehr begehbar.
Die Bunkerklötze liegen heute mitten im Naturschutzgebiet und dienen als Unterschlupf für Fledermäuse.
Additional Hints
(No hints available.)
Treasures
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