Lotta konnte mal wieder nicht schlafen, schaute aus dem Fenster und sah am am Rand der Gemarkung einen Lichtschein. Ihr war so als hätte Sie auch irrgendwelche Schatten gesehen. Am nächsten Tag erzählte Sie beim Großvater ihre Geschichte / Traum...
Die Dorfgeschichte erzählt von Begebenheit in einer Zeit, in der Kesselheim noch ein Fischer und Bauerndorf war. Der vorhergegangene Sommer war sehr heiß und es regnete kaum, die Ernte war um so schlechter. Dieser Sommer wurde dann gefolgt von einem bitterkalten Winter, indem die Menschen Hunger leiden... In ihrer Verzweiflung wurde die kleine Kesselheimer Gemeinde dann von Herscharren Krähen befallen. Es wurden nicht nur Kornspeicher und Felder geräubert, die schwarzen Herren der Lüfte machten sich auch an Hühner und sogar kleine Schafe wurden des Nachts gerissen.
Da man es für zu gefährlich hielt den Tieren selber entgegen zu gehen wurde kurz nach Neujahr ein Nachtwächter von der Gemeinde eingestellt. Die Aufgabe des Nachtwächters war es, nachts durch die Straßen und Gassen der Stadt zu gehen und für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Er warnte die schlafenden Bürger vor Feuern, Feinden und Dieben. Zu dem überwachte er das ordnungsgemäße Verschließen der Haustüren. In Kesselheim wurde die Aufgabe des Nachtwächters um Jagd und Vertreibung der Krähen erweitert. Ob er jemals alle Tiere vertreiben konnte ist allerdings nicht überliefert.
Wenn die Krähen wieder ihr Umwesen treiben
kannst Du machmal den Schein der Laterne noch erkennen...