Im Elter
Dünengebiet
Eine zwar nicht seltene, aber darum
doch interessante Naturerscheinung im Gebiet der Münsterschen Ebene
sind die Dünen. Das größte Dünengebiet Westfalens ist die Senne.
Von hieraus begleitet eine große Anzahl von Dünenfeldern den Lauf
der Ems bis weit ins Norddeutsche Flachland hinein, und zwar
vorzugsweise auf dem rechten Emsufer. Die schönsten und auch wohl
interessantesten von ihnen birgt das freundliche Dörfchen Elte in
seinem Flurgebiet.
Drei Dünenfelder in Größe von ungefähr 10, 6 und 5 Hektar sind hier
zu Naturschutzgebieten erklärt worden. Im Schutzgebiet "Hellhügel",
südlich des Dorfes, bewundert der Besucher hauptsächlich die Höhe
der Dünen, die wahrscheinlich bald nach der Eiszeit, als noch keine
Wallhecken und Wälder den mächtigen West- und Südweststürmen den
Weg ins Land verwehrten, hier aufgeweht wurden. Jetzt liegen sie
still, bewachsen mit Wacholder und Birke, mit Heide und genügsamen
Gräsern.
Wesentlich anders ist der Charakter der beiden Dünengebiete im
"Wilde Weddenfeld", nordöstlich des Dorfes Elte. Zwar reichen hier
Dünen in ihrer Höhe nicht an das Hellhügelgebiet heran, aber sie
haben dafür noch mehr den Charakter der Ursprünglichkeit.
Stellenweise ist der Sand noch in Bewegung; zur Zeit der Frühlings-
und Herbststürme bekommt der Wind wieder Macht über ihn und bläst
hier eine tiefe Mulde aus, dort unterhöhlt er den Standort einer
Kiefer, oder er deckt sie nach und nach mit dem feinen Quarzsand
zu, langsam ihren Tod vorbereitend. So gibt es in diesem Gebiet
also noch Wanderdünen, und diese Tatsache ist es, die dem Wilde
Weddenfeld von seinem ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Denn
alle diese Dünen sind anfangs Wanderdünen gewesen, aber nach und
nach zur Ruhe gekommen, je mehr sich auf ihrem kargen Boden die
Pflanzen ansiedelten, die mit ihren unterirdischen Teilen den so
leicht beweglichen Sand festhielten und an seine Stelle
banden.
Die Spinne –
urtümliches Wahrzeichen von Elte
Im Wilden Weddenfeld fanden sogar bis
etwa 1950 noch Sandverwehungen statt. Aufforstungen wurden immer
wieder vom Sand überweht. Urtümlich gewachsene Kiefern und Eichen
zeugen noch heute davon. Die endgültige Festlegung der Dünen gelang
erst in den 1960 Jahren.
Ein altes urtümliches Wahrzeichen von
Elte stellt auch eine dieser urtümlichen Kiefer im Wilden Wedden
dar, die die Form einer Spinne hat. Die frei gewehten Wurzeln
ähneln Spinnenbeinen. Jahrelang war Sie das Ziel vieler
Naturfreunde und Wanderer die durch die Dünen zogen. Mit den Jahren
hat Sie jedoch den Kampf gegen die Dünen verloren und nur noch
kümmerliche Reste zeugen von ihrem Kampf in der Natur.
Foto aus heutiger
Zeit

Foto aus damaliger
Zeit

Da ich ein kleiner Naturfreund bin,
möchte ich euch bitten das Auto stehen zu lassen und den Cache zu
Fuß oder mit dem Fahrrad anzugehen. Auch Reiter haben ihre Freude
an dem Cache. An den unten angegebenen Koordinaten könnt ihr
Parken. Da die Spinne noch des öfteren Ziel von Wanderern und
Naturfreunden ist liegt der Cache etwas abseits der Spinne. Ihr
müsst euch 26m in 264° Grad westlicher Richtung bewegen.
Um die Schönheit und Stille der Natur
dieses Fleckchens wieder zu geben, ein kleines Gedicht von Theodor
Fontane dazu:
Am Waldessaume da träumt die Föhre,
am Himmel weiße Wölkchen nur.
Es ist so still das ich sie höre,
die tiefe Stille der Natur.
Rings Sonnenschein auf Wies` und Wegen,
die Wipfel stumm, kein Lüftchen wach,
und doch es klingt, als Ström ein Regen
leis` tönend auf das Blätterdach.
Ein kleiner Tipp noch: Bei
schwülem Wetter leichte Blinsengefahr!