| Bild vom guten und vom bösen Berg im
Eingang des Besucherbergwerkes. |
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Wallpainting of the good and bad
mountainpit in the entrancehall of the museum. |
Erzbergwerk Ramsbeck
Das Erzbergwerk
Ramsbeck ist eines der
ältesten Erzbergwerke nördlich der Alpen. Teile des Stollensystems
unter dem Bastenberg werden auf die Zeit um 1500 v. Chr. datiert.
Die Erzfunde hier vor Ort belegen zudem, dass es sich um eine der
frühesten Industriekulturlandschaften in Nordrhein-Westfalen
handelt. Die damals freigelegten Zink- und Bleischichten wurden
hauptsächlich in der Herstellung von Waffenspitzen für die Jagd
verwendet und an vorbeiziehende Jäger und Nomaden verkauft.
Der erste urkundliche verbriefte Bergbau in
Ramsbeck fand 1518 statt. Damals wurde ebenfalls
fast ausschließlich Zink und Blei gefördert. Schon damals waren die
Vorkommen eher klein und die Arbeit in den engen Stollen mühsam. An
diese Zeit erinnert der sog.
Venetianer-Stollen. Aus den Alpen wurden
zwergwüchsige Arbeiter rekrutiert, die in den engen Stollen mit
Handwerkzeug die Mineralien abgebaut haben.
Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Stollensystem auf mehrere
Etagen ausgedehnt und beläuft sich heute auf 58km. Die Gruben
wurden zunehmend industrialisiert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts
wurde dann erstmals Silber in den geförderten Metallen
nachgewiesen. Von den Kölner Fürsten wurde das hiesige Silber in
Taler geprägt, deren Umlauf dann in die Finanzierung des Kölner
Doms floss.
Bis 1860 waren alle in der Gegend befindlichen Kleingruben mit der
heutigen Schachtanlage zusammengeschlossen und das Erz wurde jetzt
Großindustriell abgebaut. Durch bessere Trennverfahren war es
möglich den Ertrag an Erzen pro geförderter Tonne Gestein zu
erhöhen. Durch einen Trick fand man Investoren, die
die Region zur größten Industrieregion Europas
ausbauen wollten. Man gaukelte den Investoren einen viel höheren
Silbergehalt vor, als tatsächlich vorhanden war. Die Bücher wurden
zudem gefälscht.
Es wurden neben den bereits damals 450 tätigen Bergleuten weitere
KrŠfte angeheuert und es wurde in den Ausbau investiert.
Nachdem der Schwindel aufflog tauchte der damalige Geschäftsführer
unter und hinterließ einen gewaltigen Schuldenberg.
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden von 1130 Bergleuten 8000t
Blei- und Zinkkonzentrate
gefördert. Die
Weltwirtschaftskrise 1931 führte zu einem Verfall der Metallwerte
zu einer vorübergehenden Einstellung der
Fördertätigkeit.. Nach 1933 verbesserte sich die
Produktivität aber durch bessere Fördertechnologien und 1955
förderten 597 Bergleute 37.000t Blei- und Zinkkonzentrate.
Durch Währungsaufwertungen verfiel der wirtschaftliche Ertrag aber
immer mehr und ab
Ende der 1960er Jahre
lohnte sich der Abbau kaum noch. Am 31. Januar 1974 wurde der
Förderbetrieb endgültig eingestellt.
Gefördert wurde das Erz durch sogenannten Sprengvortrieb. Das
gesprengte Gestein wurde zerkleinert und nach Übertage verbracht.
Dort wurde es im Schwimm-Sink-Verfahren von den Metallen
getrennt.
Gegen Ende der Förderung lag der Anteil an nutzbaren Metallen bei
rund 6gr pro Tonne Gestein.
Das Gestein selber besteht aus Schiefer und
Grauwacken. Der
hier
auftretende Schiefer kann nicht zum Hausbau verwendet werden. Er
landete als Abraum auf den Halden. Die
Grauwacke hingegen wurde in ihrer zerkleinerten
Form zum Straßenbau verwendet.
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Eingang zum Besucherbergwerk Ramsbeck.
Auf Deinem Foto sollte das Schild gut zu erkennen sein. Der Eingang
mündet in die sog. Lohnhalle. An den erhaltenen Schaltern wurde
früher dreimal pro Monat der Lohn der Bergleute in bar in
sogenannten Tüten (Umschlägen) ausgezahlt. Daher stammt der Begriff
Lohntüte. |
Zur Geologie der Erzregion:
Das Sauerland gehört zum Rheinischen Schiefergebirges. Das Gestein
etwickelte sich während des Devons als Sediment eines seichten
Meeres. Die häufigsten Gesteine sind deswegen Schiefer, Sandstein,
Grauwacke und Kalkstein.
In der Region um das Bergwerk sind zusätzlich vulkanische Gesteine
anzutreffen. Die daraus hevorgegangenen Erzlager sind in der
variszischen Gebirgsbildungsphase entstanden.
Dabei stiegen hydrothermale Salzlösungen mit einer Temperaturen von
150°C aus den untermeerischen Gesteinen auf. Auf Kluftflächen am
Meeresboden erstarrten und geronnen die Salzlösungen und fällten
die Metalle aus. Die mitgeführten Sulfide sedimentierten dabei in
Mulden am Meeresboden.
Durch untermeerischen Vulkanismus wurde in dieser Zeit eine
metallhaltige, heiße Lösung in die Klüfte des bereits entstandenen
Sedimentgesteins gespült und reicherte sich dort an. Ein Teil der
Metallsalzlösungen infiltrierte das noch nicht verfestigte Gestein
des Meeresbodensediments ein und bildete dort vererzte Zonen. Die
häufigsten Erze sind Bleiglanz, Zinkblende und Kupferkies.
Der Faltungsprozess ist noch nicht abgeschlossen und das Rheinische
Schiefergebirge steigt auch heute noch auf.
Die vererzten Zonen entsprechen den heutigen Erzvorkommen im
devonischen Gestein des Bergwerkes. Eine Besonderheit ist das nur
in Ramsbeck vorkommende "Ramsbecker Dichterz" mit einem
Bleigehalt von >77% und 50-500 g/t Silber.
Zum
Earthcache:
Die Koordinaten zeigen auf den Eingang des Besucherbergwerk
Ramsbeck.. Das
Bergwerk und das Museum sind täglich von 9-17 Uhr geöffnet, die
letzte Einfahrt findet um 16 Uhr statt. Es wird ein Eintritt von
7,50 EUR für Erwachsene und 4,50 EUR für Kinder erhoben. Gruppen-
und Kombitickets gibt es ebenfalls.
Der Besuch lohnt sich und erleichtert die Lösung der Aufgaben. Die
Lösung ist auch ohne Einfahrt in das Bergwerk zu finden. Es kostet
allerdings etwas Zeit und Mühe die Informationen auf dem
Bergwerksgelände zu finden.
- In welchem Erdzeitalter gab es die stärkste untermeerische
Vulkanaktivität?
- Warum ist der hiesige Schiefer nicht zum Hausbau geeignet?
- Über wie viele
Ebenen erstreckt sich das Stollensystem?
- Fertige eine Skizze von einem Blindschacht und ein einem
Tagesschacht an und hänge sie an Dein Log!
- (Fertige bitte ein Foto von Dir vor dem Eingang des
Besucherbergwerkes an und hänge das Foto möglichst an Dein
Log!)
Maile mir die Antworten über meinen
GC-Account. Wenn Deine Antworten falsch sind, werde
ich mich mit Dir in Verbindung setzen. Logs ohne Skizze.
Viel Spaß!
| Förderturmattrappe vor dem
Besucherbergwerk. Dieser Turm war niemals in Betrieb. |
 |
Dummy of a hoist frame. Such frames were
not in use in the pit in the last 50 years. |
The Ramsbeck
Oremine
The oremine Ramsbeck
is one of
the oldest
orepits noth of
the
alps.
Parts of
the gallerysystem under
the Bastenberg refer to the
time 1500 BC.
The diggings are
related to
one of
the oldest industrial
developments in
Northrhine-Westfalia. All
zinc and
lead
findings were used fort
the metall
conditioning in
the manufacturing of
weapons which were used for hunting by the travelling
nomads.
Those travelling
tribes made
the products famous far
beyond the
local region.
The first
well
documented mining in
Ramsbeck
is dated on
the year
1518. On
that time
there was just
lead and
zinc found.
Even on
that time
the deposits
were very
small.
The
work in
the
galleries was
very hard and
dangerous. A
tribute to
that time is
the
Venetianer-Stollen. Out of
the alps
tiny people,
the Veneter,
were recruted fort he
work
in
the small galleries
which had a
diameter of
less than 1
meter.
The Galleriesystem was
evolved over
the centuries to
several
levels.
The
total
length of ist
ways is about 58km.
With
extension of
the pit an
idustrialisation of
the
work was
needed.
This was
more attended as
silver was
found at
the beginning of
the 19th
century.
The silver was taken
for the
"kurfürstliche Münzprägung" in cologne. The
earnings out of
this business
were used
fort he
building of
the cologne
cathedral.
All
small pits were commuted until 1860.
By using
better dividing methods
the profit
was
optimized.
By cheating
investors were found.
Those investors were
suggested to
have a
higher
degree of
silver in
the
stone than
it really
was.
It was
planned to
found
the largest
industrial region in Europe with the gainings and on the same
time just to sent the silver amounts back to the investors.
The project
failed as
the profit was
not as high as
supposed.
The
amount of
money was
not
enough to
cover the increasing costs fort
he
pitworkers so
the mine crashed fort he
first
time.
At
that time 1130
pitworkers delivered
8000t of
lead and
zinc.
The time
until the
world economic crisis in 1931
was
very succesful since a
mining cooperative was in
the
lead of
the
company after the crash. In 1931
there was a
loss of
credit on
metall trade so
the
work lay
down
again for two
years.
During the Naziregime
the productivity increased
due to
several inhuman
methods
and
the more and
more
mechanization of
the work.
In 1955 957
pitworkers delivered more
than 37.000t of
lead and
zinc.
Due to
currency appreciation
the profit
decreased and
mining was no
economic
effort any
longer until the late 1960ies.
The
mine was
abondanned on
the 31st
of
January 1974.
At
the end
the amount of
worthy metall was
about 6gr
per
one to of
stone.
The stone itself
contents of
shale and
graywacke.
The shale
is useless
for housebuilding.
It was
stored on
stockpile.
The
graywacke was
splitted and
used in
roadbuilding.
| Entrance to the visistors pit. The hall
is the so called "Lohnhalle" where the workers get their money
three times a month in cash. |
 |
 |
Ramsbecker Ausbeutetaler aus dem Silber
des Bergwerkes unter Kurfürst Clemens August in Köln
gefertigt. |
| Bild des mittelalterlichen Stollens in
Ramsbeck. Damals noch mit zahlreichen Zwischenebenen. |
 |
Concerning to the geology:
The region Sauerland is part of the "Rheinisches Schiefergebirge".
The development of the solid rock formations was given by sediments
of a shoal ocean during devon. So shale, grauwacke and sand-stone
are the most common types of rock.
In the surrounding of the pit was additionally volcanic activity.
The erruptions blow up liquid masses which contain the ore and
which filled up all cliffs and cracks in the young rock formations
which were not densed at that time. The liquid solutions errupted
at a degree of 150°C. The metals precitated in the foldings.
Sulfids departed in the oceanic sediments. The most common metalic
salts were potter's ore, spalerite and chalcopyrite. The
precipitations can be found in the pit. A special mineral is the
"Ramsbecker Dichterz" with a concentration of lead of more than 77%
and 50-500g per ton silver.
This process is called variscic orogenesis and is part of the
folding of the Rheinisches Schiefergebirge..
A site effect is the a raising and folding of the hole Rheinisches
Schiefergebirge which hasn't stopped yet.
To log
the Earthcache:
The coordinates point to
the entrance of
the visitorsmine Ramsbeck.
The pit and
the museum
are opened
daily from
9-17h.
The last
entrance to
the
galleries is at 16h.
The
entrance fee is about 7,50 EUR
for
adults and 5,--EUR
for kids.
Children under age of 5
are free.
There are
combi-Tickets to
serveral other
sightseeing spots available.
You will
not have to
enter the
museum but
it will
make it much easier to
solve the
quests.
The
museum and
the pit are worth visiting. All informations can be found without
entrance of the museum. You will have to have a long walk
throughout the outside area. The museum and the drive-in to the pit
is much easier and quite informative.
Here are
the questions:
- During which geological era was the highest volcanic
activity?
- Why is the shale useless for housebuilding?
- How many different levels
of galleries are at the Ramsbeck pit?
- Draw a sketch about the difference between
blind shaft and a day shaft. Attach your
sketch to your log. Pictures of the Infoboard
are notaccepted!
- (Take a picture of your team in front of
the museum
entrance. Attach your
picture to your log.)
Send
me the
answers to
my account Email-Adress.
If
your answers are
wrong I will
contact you. All logs
without the required sketch
were deleted regularly.
Enjoy your
stay in
Ramsbeck!