In der sogenannten saxonischen Gebirgsbildung wurde in mehreren
Schüben, über die Kreidezeit bis hin ins jüngste Tertiär, der
Meeresboden aufgefaltet. Eine spezielle tektonische Dynamik geht
hierbei von den Salzen aus. Diese sind durch die Eindampfung des
Zechsteinmeeres im Perm entstanden und über den älteren
Gesteinsschichten abgelagert worden. Die Salze erfahren durch das
darüberliegende jüngere Deckgebirge einen enormen Auflastdruck,
welcher sie plastisch und damit mobil werden läßt. Dieser Vorgang
wird auch als Halokinese bezeichnet. Das Zerbrechen des
Deckgebirges in Schollen durch die Saxonische Faltung ermöglichte
dann, daß die Salze dem Druck ausweichen konnten, indem sie den
Bruch- und Verwerfungslinien folgend sowie an den Grabenrändern
aufstiegen. Dabei wölbten sie die darüberliegenden
Gesteinsschichten wie Sättel zu Aufbeulungen auf, während dort, wo
Salz abwanderte, die Gesteinsschichten durch ihr Einsinken Mulden
schufen. Auch der Giesener Sattel ist eine solche Aufbeulung. Durch
Witterungseinflüsse wurden die oberen, jüngeren Decksteinschichten
abgetragen, so dass der Muschelkalk hier an der Oberfläche zu Tage
tritt. An den Giesener Teichen sind die Kalkbänke zudem durch einen
Querbruch zerschnitten. Im Laufe langer Zeiträume entstand hier
durch Abtrag ein Tal, in dem die Gesteinsschichten gut sichtbar
sind. So ist bei N52°10.830 E09°53.950 ein natürlicher Aufschluss
von Steinsalz zu sehen. Da hier das Steinsalz so dicht unter der
Oberfläche liegt, konnte es durch Oberflächenwasser ausgespült
werden. Der so entstrandende Hohlraum verursachte einen kleinen
neuen Erdfall.
Bitte beantwortet folgende Fragen :
1.Wie groß ist der Erdfall ( Länge x Breite ) ca. ?
2.Wie tief ist er im Mittel ?
3. Sind Erdfall und Doline das Gleiche, oder gibt es Unterschiede
?
Ein Foto ist nicht erforderlich, aber bei Earthcaches Ehrensache.
Bitte schickt uns Eure Antworten an
„GCdreierlei(at)aol.com“. Wir melden uns so schnell wie
möglich.

Foto und Zeichnung: Salvatore Bologna
English
In the so-called Saxonian orogenesis the sea floor was folded up in
several thrusts, from the Cretaceous to the recent Tertiary. A
special concern is the tectonic dynamics of the salts. These were
caused by the evaporation of the Zechstein Sea in the Permian and
deposited above the older rock layers. Due to the younger
overburden, the salts suffer from high pressure, which makes them
plastic and mobile. This process is known as Halokinese. The
breaking of the overburden in blocks by Saxonian folding enabled
the salts to avoid the pressure by following fracture and fault
lines and rising at rift edges. The overlying rock layers formed
saddles while there where salt drifted away, the rock layers sank
down and formed basins. Also the Giesen saddle is such one . By
weather conditions, the upper, younger rock layers were removed so
that the shell limestone here on the surface comes to light. At the
Giesen Ponds, the limestone beds are cut by a transverse fracture.
In the course of long periods, due to erosion a valley formed, in
which the rock layers are clearly visible. Thus, at N 52°10,830 E
09°53,950 is a natural outcrop of rock salt to be seen. Since here
the rock salt is so close to the surface, it could be washed out by
surface water. So the cavity caused a small new sinkhole.
Please answer the following questions.
1. How large is the sinkhole (length x broadth) approx.?
2. How deep it is it?
3. Are sinkholes and dolines the same, or are they different
?
A photo is not necessary, but self-evident with Earth Caches.
Please send us your answers by mail to
“GCdreierlei(at)aol.com”. We will reply as soon as
possible.

Wir danken dem Speläologen Bund Hildesheim (SBH) für die
Freigabe der Bilder.
Speläologen Bund
Hildesheim (SBH)>